Blue Devils verlieren erstes Spiel und stehen schon unter Zugzwang
Blue Devils verlieren erstes Spiel und stehen schon unter Zugzwang
DEL2, Playdowns, 1. Runde
Blue Devils Weiden – EC Bad Nauheim 2:3 (1:2, 1:0, 0:0, 0:1) n. V.
Tore: 2. Min. Volek 0:1, 3. Min. Fabian Voit 1:1, 8. Min. Ribarik 1:2, 40. Min. Calvin Pokorny (Luca Gläser, Fabian Voit) 2:2, 67. Min. Volek 2:3. – Strafminuten: Weiden: 8, Bad Nauheim: 12. – Zuschauer: 2100. – Ohne den gesperrten Alex Olivier Voyer, dafür mit Zach Tsekos gingen die Blue Devils in die erste von möglicherweise sieben Play-down-Partien gegen die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim. Die Gäste begannen agiler und gingen schon nach genau einer Minute in Führung, als die Heimabwehr Volek „vergaß“ und der Michael McNiven keine Chance ließ. Davon unbeeindruckt drückten die Devils sofort auf den Ausgleich, der Voit nach einem schönen Alleingang nur gut eine Minute später gelang. Danach aber war Bad Nauheim das bessere Team mit einem strukturierten Spielaufbau und den besseren Chancen. So war die erneute Gästeführung nach einem unnötigen Puckverlust von Constantin Vogt zwar unnötig, aber die logische Folge. Weiden agierte zu ideenlos und war auch im Überzahlspiel recht harmlos.
Ausgleich sieben Sekunden vor der Sirene
Die Gäste legten im zweiten Abschnitt los wie die Feuerwehr und waren klar spielbestimmend. Es war ein enorm schnelles Spiel, das hin und her wogte. Lange hatten die Gäste klare Vorteile, wirkten wacher und schneller. Allerdings konnten auch sie sich kaum echte Chancen herausspielen. Beide Teams leisteten sich erstaunlich viele Stockfehler und technische Unzulänglichkeiten, sodass sich eher selten Torraumszenen entwickelten. Auch in ihren Überzahlspielen blieben beide Teams lange vieles schuldig, konnten sich kaum Gelegenheiten erarbeiten. Doch sieben Sekunden vor der Drittelsirene widerlegten die Blue Devils diese These, als Luca Gläser einen Schuss von Calvin Pokorny unhaltbar für EC-Goalie Kuhn zum etwas glücklichen Ausgleich abfälschte.
Der letzte Abschnitt war recht ausgeglichen, wobei beide Teams den letzten Zug zum Tor vermissen ließen. Es schien, als wollte niemand ein großes Risiko eingehen, was in Anbetracht der Brisanz auch verständlich war. Was dennoch auf die Kasten kam, meisterten die Goalies McNiven und Kuhn problemlos. Auffallend: Bei ihren Überzahlspielen blieben die Devils viel zu passiv, hatten kaum eine klar herausgespielte Gelegenheit. Kurz vor der Schlusssirene leistete sich Luis Marusch eine überflüssige Strafe, weshalb Bad Nauheim in Überzahl in die Verlängerung startete.
Ribnitzkys folgenschwerer Fehler
Dies hatte aber keine Folgen, weil die Devils konzentriert verteidigten und die Gäste in Überzahl ähnlich harmlos agierten wie die Heimmannschaft. In der Verlängerung spielten beide Teams mit offenem Visier, auch wenn die ganz großen Torraumszenen weiterhin ausblieben. Bei Weiden merkte man das Fehlen von Goldhelm Voyer schmerzlich. Außer Gläser und mit Abstrichen Voit agierten die Weidener Angreifer viel zu harmlos. Vor allem Tyler Ward ist seit seiner Verletzung nicht mehr wiederzuerkennen, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Als Weiden in der Overtime langsam besser ins Spiel kam und die Kontrolle übernahm, unterlief Fabian Ribnitzky ein katastrophaler Fehler, als er vor dem eigenen Tor die Scheibe vertändelte und Volek das Geschenk dankend annahm.
Damit gehen die Blue Devils mit einem 0:1-Rückstand in die Best-of-7-Serie und stehen bereits unter Zugzwang. Am Sonntag haben sie aber schon die Gelegenheit, die Scharte auszuwetzen.







