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Verabschiedung von der Säfrau Christine Gößl

Grafenwöhr. Sie hatte alles im Griff, bei der Kommunion, bei der Firmung, den Ministranten oder Familiengottesdiensten. Nun wurde Christine Gößl von der Katholischen Pfarrei "Heiligste Dreifaltigkeit" als Gemeindereferentin verabschiedet.

Verabschiedung von der Säfrau Christine Gößl

Am vergangenen Sonntag hieß es Abschied nehmen von Christine Gößl als Gemeindereferentin in der Katholischen Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit. Pfarrer Daniel Fenk bedankte sich bei ihr für ihr Wirken. Foto: Renate Gradl
Als Dankeschön erhielt Chistine Gößl von den Ministranten ein selbst verfasstes Gedicht und eine Bilder-Collage. Foto: Renate Gradl
Der Grafenwöhrer Pfarrgemeinderat sang zur Verabschiedung ein Lied. Foto: Albert Gradl
Auf dem Kirchplatz wurde noch persönlich alles Gute gewünscht. Foto: Renate Gradl

Im Rahmen der Eucharistiefeier, die eine Danksagung ist, bezog sich Pfarrer Daniel Fenk auf das Evangelium mit dem Gleichnis vom Sämann. Er bezeichnete Christine Gößl als „Säfrau“, die sehr viel Herzblut investiert habe. Neben den Vorbereitungen für Kommunion, Firmung und vielen mehr hat sie auch im Seniorenheim vielen Menschen Freude geschenkt. „Du hast mit deinem Leben Zeugnis gegeben und gute Projekte realisiert. Den Acker in Grafenwöhr hast du elf Jahre bestellt und Gottes Wort ausgestreut“, so Pfarrer Fenk. Nun werde der Acker gewechselt und mit Religionsunterricht das Wort Gottes verkündet.

Eine gute Saat

„Glauben, Hoffnung und Gemeinschaft wurden von Christine Gößl ausgesät. Manches war sofort sichtbar und manches wächst vielleicht erst nach Jahren. Mit diesen Worten bedankte sich Stephan Wolf, der Pfarrgemeinderatssprecher bei der Gemeindereferentin.

Mit Kreativität und Herz

Ihr war stets wichtig, dass sich junge Menschen für Gott und die Gemeinschaft der Kirche öffnen. Viele Kommunionkinder haben anschließend ihren Platz bei den Ministranten gefunden. Dazu kamen Sternsingeraktionen und Kinderbibeltag. „Mit Kreativität und Herz hast du auch während der Corona-Zeit dazu beigetragen, dass Kirche lebendig und einladend erfahren werden konnte“, so Wolf. Impulse haben auch die Mitglieder im Pfarrgemeinderat, in der Ökumene oder Ehejubilare bekommen. Im vergangenen Jahr wurde ihr auch vom Bischof Rudolf Voderholzer die Sendung übertragen, den Beerdigungsdienst auszuüben.

Viele „Minis“

Für Christine Gößl war bereits der Einzug von Pfarrer Daniel Fenk, dem Ruhestandsgeistlichen Ludwig Gradl und den mehr als 20 Ministranten emotional und tränenreich. Diese haben ihr im Gottesdienst ihre Dankbarkeit mit einem Gedicht bewiesen. „Danke für über zehn Jahre mit Herz und Gedanke. Und: „Mit vollem Kalender und tausend Terminen bist du doch für die Minis immer erschienen. Mit Ironie, Witz und dem passenden Blick hast du selbst Chaos verwandelt in Glück“, hieß es unter anderem. Eine Bilder-Collage sollte stets an die schönen Zeiten erinnern.

Alles im Griff hatte Christine

Ein Verabschiedungslied sangen Mitglieder des Pfarrgemeinderates, das Waltraud Dobmann gedichtet hatte, auf dem Kirchplatz. Zur Melodie von „Laudato si“ wurde danke gesagt für all die schöne Zeit, für deine Liebe und deine Herzlichkeit… Diese Gelegenheit nutzten noch viele, um persönlich danke zu sagen.

Das zweite Zuhause

Doch bereits in der Kirche war für Christine Gößl klar: „Ich bin platt“, gestand die 54-jährige aus Kirchenthumbach. Ihr zweites Zuhause war in Grafenwöhr, denn da sind „Menschen, die einen Ort zu einem Zuhause machen. Danke.“ Gespräche wurden auch oft zwischen Tür und Angel geführt. Es gab viele kleine und große Begegnungen.

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Gute Zusammenarbeit

Einen ganz besonderen Dank sprach Gößl dem Pfarrer Daniel Fenk für sein Zutrauen, Vertrauen, seiner Geduld und Zusammenarbeit, für seinen Sinn für Humor und für sein Verständnis aus. Ein Dankeschön ging aber auch an Pfarrer Ludwig Gradl, Kaplan Naresh Manda und Gemeindereferentin Waltraud Dobman, dem Pfarrgemeinderat und Minis sowie an alle, die sie herzlich aufgenommen haben.

Der Glaube soll lebendig bleiben

In Zukunft wird Gößl als Religionslehrerin im Kirchendienst (in Teilzeit) agieren, und zwar in Grafenwöhr. Ihr Wunsch: „Die Menschen sollen mit Offenheit und Hilfsbereitschaft nicht den Blick für andere verlieren. Es würde mich freuen, wenn der Glaube lebendig bleibt.“ Es liegt ihr außerdem am Herzen, dass die Erstkommunionkinder gut für den Glauben vorbereitet werden und die Begeisterung auch anhält.