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TV Vohenstrauß: Wegbegleiter verabschieden Mama TV

Vohenstrauß. Mit dem letzten Datum des Februars erging kurzfristig eine Einladung in die Pfalzgraf-Friedrich-Mehrzweckhalle in Vohenstrauß. Anlass war ein besonderer. Nach über 30 Jahren wurde die Geschäftsstellenleiterin Manuela Völkl in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet oder besser gesagt in den „Unruhestand“, denn ganz ohne den TV wird es für sie auch künftig nicht gehen.

Vohenstrauß. Mit dem letzten Datum des Februars erging kurzfristig eine Einladung in die Pfalzgraf-Friedrich-Mehrzweckhalle in Vohenstrauß. Anlass war ein besonderer. Nach über 30 Jahren wurde die Geschäftsstellenleiterin Manuela Völkl in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet oder besser gesagt in den „Unruhestand“, denn ganz ohne den TV wird es für sie auch künftig nicht gehen.
Chor - Ständchen für Manuela Foto: Gabriele Buchbinder

TV Vohenstrauß: Wegbegleiter verabschieden Mama TV

Erster Vorstand Stephan Gesierich eröffnete den Abend mit den Worten, dass sich an diesem Tag „von den Urgesteinen bis zu den Youngsters und damit der vollzogene Generationswechsel alles versammelt hat“, um Manuela die gebührende Wertschätzung zu zeigen. Sportlich begann der Abend mit einem gemeinsamen Warm-up. Zu „Theo, Theo ist fit“, eigens umgedichtet von der dritten Vorsitzenden Stephanie Beierl-Nickl in „Manu, Manu ist fit“, hüpfte und sang sich die Gesellschaft quer durch Manuelas Berufsbiografie, eine ebenso humorvolle wie bewegende Zeitreise.

Laudatio und Rückblick

Das Amt des Laudators übernahm Manfred Jeschke, der keine Anfahrtskilometer gescheut hatte und sich selbst augenzwinkernd als „Zeitzeuge“ bezeichnete. Zunächst gratulierte er der neuen Vorstandschaft und hob den hohen Stellenwert des Ehrenamtes hervor. In seinem Rückblick erinnerte er an die Entstehung der Geschäftsstelle des TV Vohenstrauß. Was einst als Provisorium begann, entwickelte sich zu einer festen Institution. 2020 sollten 25 Jahre Geschäftsstelle gefeiert werden, doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Nun durfte er, nach fast 31 Jahren, Manuela offiziell in den Ruhestand begleiten.

Die Funktion der Geschäftsstellenleiterin sei ein echtes Alleinstellungsmerkmal gewesen, betonte Jeschke, eine Position ohne Vorgänger, die Manuela selbst geprägt und ausgestaltet habe. Sie sei Anlaufstelle für Vorstand, Abteilungs- und Übungsleiter sowie Mitglieder gewesen. Obwohl ihre gemeinsame Zusammenarbeit nur kurz, aber intensiv war, als er den Staffelstab an Günther Schober weitergab, reichte ihre Loyalität weit über seine Amtszeit hinaus. Dafür sprach er ihr seinen ausdrücklichen Dank aus.

Prägende Persönlichkeiten des TV Vohenstrauß

Im Rückblick wurden auch viele Namen genannt, die den Verein maßgeblich geprägt haben, darunter Fritz Koller, Helmut Born und weitere Wegbereiter, wie auch Klaus Nigg, der 24 Jahre den TV als erster Vorstand geführt hatte. Mit der „Taufe“ der Geschäftsstelle begann eine neue Ära mit „Mama TV“ Manuela Völkl an der Spitze.

Dieter Mittelmeier, zweiter Vorsitzender, bat anschließend alle Anwesenden zu einem Spalier des „Dankedrückens“. Es wurde gelacht, in Erinnerungen geschwelgt und so manche Anekdote zum Besten gegeben.

Eine runde Sache – Verabschiedung in den Unruhestand Foto: Gabriele Buchbinder
Erster Vorstand Gesierich und Manuela Völkl Foto: Gabriele Buchbinder
Manuela sportlich fit Foto: Gabriele Buchbinder
Martin Wachter und Manuela Völkl Foto: Gabriele Buchbinder
Spalier der Wegbegleiter 30 Jahre Foto: Gabriele Buchbinder

Rückblick von Manuela Völkl

Auch Manuela selbst blickte zurück: 1995 begann alles in einer liebevoll genannten „Besenkammer“. Ein richtiges Büro kam erst später im Anwesen der Familie Wiedermann. Von Equipment, E-Mail, Programmen: „Ich musste wirklich mit nichts anfangen“, erzählte sie. Elf FSJler hat sie im Laufe der Jahre betreut, stets mit Freude und Engagement. Sie habe immer versucht, es allen recht zu machen. Alles, was heute steht, habe sie sich selbst erarbeitet, ein echtes „Learning by doing“.

OTH Amberg-Weiden
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Staffelübergabe an Martin Wachter

Mit Martin Wachter steht nun ihr Nachfolger bereit. Er habe quasi einen „Crashkurs“ absolviert und versicherte, alles zum Wohle des Vereins und seiner Mitglieder zu tun. Große Fußstapfen müsse er erfüllen, hieß es mehrfach. Doch Manuela selbst meinte bescheiden, sie wünsche sich nicht, dass er in ihre Fußstapfen trete, sondern seine eigene Spur ziehe.

Was „Manuela macht“ für den Verein bedeutete

Bislang hieß es im Verein oft schlicht „Manuela macht“. Ob Sportveranstaltungen, Lizenzverlängerungen, Gerätebeschaffung, Geschirr- und Kaffeemaschine oder Unterlagen – auf sie war stets Verlass. Schmunzelnd bemerkte Dieter Mittelmeier: „Manuela, wir kennen deine Handynummer.“

Als Zeichen der Anerkennung erhielt sie einen Reisegutschein, Blumen sowie Materialien für ihren Garten. Im Anschluss wurde das Buffet eröffnet und dieses ließ keine Wünsche offen. Viele der Anwesenden hatten zu Hause gebacken, gekocht, gebraten und gemischt. Entstanden war ein Schlemmerbuffet mit fünf-Sterne-Qualität, ganz im Sinne der großen TV-Familie. Denn Familie schreibt man mit V – wie TV Vohenstrauß.

Weiterhin aktiv im Verein

Ganz verabschieden muss sich der Verein jedoch nicht. Manuela bleibt dem Ausschuss erhalten und wird weiterhin Übungs- und Kursstunden geben. Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschen ihr alle nur das Beste: Gesundheit, Freude und viele erfüllte Momente im wohlverdienten Unruhestand. Danke, Manuela.