Podiumsdiskussion mit vier Bürgermeisterkandidaten in Erbendorf

Podiumsdiskussion mit vier Bürgermeisterkandidaten in Erbendorf
Die Kommunalwahl in Erbendorf wird spannend: Drei Kandidaten und eine Kandidatin wollen danach im Chefsessel des Rathauses Platz nehmen. Bei einer Podiumsdiskussion in der Stadthalle stellen sich Ende Januar alle vier Bewerber den Fragen der Bürger.
Bei der Kommunalwahl am Sonntag, 8. März, wird in Erbendorf ein neuer Bürgermeister gesucht. Nach dem freiwilligen Verzicht von Amtsinhaber Johannes Reger (CSU) auf eine erneute Kandidatur wird ein neuer Chef im Rathaus gesucht. Für die Christsozialen ist dies der Wildenreuther Matthias Fütterer. Der 33-jährige selbstständige Finanzvermittler sitzt seit 2020 im Stadtrat und ist dort Sprecher der CWL, der Christlichen Wählergemeinschaft Land, einer Art CSU-Landliste.
Für die Freien Wähler unternimmt der Erbendorfer Bernhard Schmidt (53) einen neuen Anlauf. Er ist bei der Kommunalwahl 2020 Bürgermeister Johannes Reger erst in der Stichwahl unterlegen und seitdem Zweiter Bürgermeister in Erbendorf. Der Kommandant der Erbendorfer Feuerwehr und Kreisrat arbeitet beruflich bei einem Unternehmen in Bayreuth als Projektleiter für erneuerbare Energien.
SPD und neue Wählergruppe treten an
Die SPD möchte mit Petra Thomas (50) aus Erbendorf erreichen, dass erstmals eine Frau die Geschicke der Stadt Erbendorf führt. Sie ist seit 2020 Vorsitzende der SPD in Erbendorf. Die gelernte Krankenschwester ist beruflich als Studiengangskoordinatorin bei der OTH Weiden-Amberg beschäftigt und kümmert sich dort auch um innovative Studienprojekte für die Gesundheitsversorgung.
Der Jüngste im Bund ist der Ende-Zwanziger David Frischholz, Vorsitzender der vor einigen Wochen neu gegründeten Wählergruppe MfE (Miteinander für Erbendorf), die nach eigenen Angaben für frischen Wind im Stadtrat sorgen will. Der Erbendorfer hat an der Uni Regensburg Betriebswirtschaft studiert und war zuletzt Leiter einer Nachhaltigkeitsabteilung in einem Unternehmen der Region. Bekannt ist der Kandidat, der für seine Kandidatur auf 120 Unterstützungsunterschriften von Erbendorfer Wählern angewiesen ist, auch als Vorsitzender des Kunst- und Kulturvereins Erbendorf (Kukuve), den er 2020 mit aus der Taufe gehoben hat.
Die ebenfalls im Stadtrat vertretenen Grünen verzichten auf einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt und treten nur mit einer Liste für den Stadtrat an.
Podiumsdiskussion am 30. Januar in der Stadthalle
Alle vier Erbendorfer Kandidaten werden sich am Freitag, 30. Januar, um 19.30 Uhr bei der Podiumsdiskussion in der Stadthalle den Fragen der Bürger stellen. Das Motto des Abends lautet „Erbendorf – Wie geht es weiter?“ Ausrichter der Veranstaltung ist die Kolpingsfamilie Erbendorf, die zusammen mit einem Medienhaus bereits vor der Kommunalwahl 2020 im Kolpinghaus eine derartige Veranstaltung organisiert hatte.
Damals war nach dem Verzicht des langjährigen Amtsinhabers Hans Donko (CSU) auf eine erneute Kandidatur ebenfalls ein neuer Bürgermeister gesucht worden. Hunderte von Zuhörern kamen damals, um sich ein Bild von den Bewerbern und ihren Plänen zu machen. Der große Saal musste damals wegen Überfüllung geschlossen werden, und die Veranstaltung wurde live in den kleinen Saal übertragen.
Großes Interesse und Zusagen aller Kandidaten
Da es auch dieses Mal wieder einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin geben wird, rechnet die Kolpingsfamilie mit einem ähnlich großen Interesse. Sie hat deshalb den großen Saal der Stadthalle für die Diskussionsrunde gebucht. Zur Freude von Vorsitzendem Wenz Brenner haben alle vier Kandidaten sofort zugesagt, an der Veranstaltung, die sicher zu einem Höhepunkt im Kommunalwahlkampf in Erbendorf wird, teilzunehmen.
Moderation und Schwerpunktthemen
Die Vorbereitungen für die Podiumsdiskussion laufen mittlerweile auf vollen Touren. Als Moderator konnte die Kolpingsfamilie wieder den Erbendorfer Wolfgang Benkhardt gewinnen. „Natürlich werden bei der Podiumsdiskussion die Finanzen eine wichtige Rolle spielen“, kündigt der Journalist an.
Der noch amtierende Bürgermeister Johannes Reger hat mit dem Stadtrat in einer seiner letzten Sitzungen die Weichen für einen rigorosen Sparkurs gestellt, um die Handlungsfähigkeit der Stadt weiter zu gewährleisten.
Weitere Themen und Bürgerbeteiligung
Eine der Fragen soll dabei sein, wie die jeweiligen Kandidaten im Falle ihrer Wahl mit den vielen angekündigten Streichungen beziehungsweise Erhöhungen umgehen wollen. Weitere interessante Themen sind die Umsetzung der 2026 ins Auge gefassten Freibad-Sanierung, die Erschließung des Industrie- und Gewerbegebiets Schleifmühl II, die Ausweisung von neuem Baugrund, neue Arbeitsplätze sowie ganz allgemein die Lebens- und Wohnqualität in der Stadt. Auch die Zusammenarbeit im Stadtrat will die Kolpingsfamilie ansprechen. Aktuell hat dort keine der fünf vertretenen Parteien eine Mehrheit. Und natürlich soll es auch um Visionen für die Zukunft und Ideen, die ohne viel Geld umgesetzt werden können, gehen.
Mitreden!
Die Bürger dürfen bei der Themenauswahl und den Fragen, mit denen die Kandidaten bei der Podiumsdiskussion konfrontiert werden, ein Wörtchen mitreden.
In den beiden Tankstellen in Erbendorf hat die Kolpingsfamilie Erbendorf Boxen aufgestellt, in die Bürger Fragen, die bei der Podiumsdiskussion behandelt werden sollen, einwerfen können. Die Fragesteller werden auf Wunsch auch anonym behandelt.
Außerdem können Themenvorschläge per E-Mail direkt an die Kolpingsfamilie ( kolping@kirche-erbendorf.de) geschickt werden.
Stichtag für Fragen und Themenvorschläge ist Montag, 26. Januar.




