Bauausschuss Grafenwöhr: Schönheitskur für Waldbad
Bauausschuss Grafenwöhr: Schönheitskur für Waldbad
Die Vorbereitungen für die Waldbadsaison sind im vollen Gange – Das Wasser läuft gerade ins Becken. Ganze zwei Millionen Liter passen in das große Becken, darum dauert die Füllung auch sieben Tage. Das Highlight wird die neue Wasserrutsche mit Freefall- und breiter Wellenrutsche werden.
Zeit für den Bauausschuss, sich den Zustand des am 24. Juli 1978 eröffneten Freibads einmal anzusehen. Mit dabei waren Frank Dallmann, Petr Poyhar und Heidrun Zwilling vom Planungsbüro Plafog aus Kulmbach, die sich um Gestaltung und Sanierung des Bades kümmern sollen.
Arbeiten an Rutsche laufen
An der Wasserrutsche werden gerade die Zugänge gepflastert und das Umfeld wird gestaltet. Die Grünflächen sollen aus angesätem und Rollrasen bestehen. Die Treppen sind bereits fast fertiggestellt. Im Idealfall soll das Umfeld der Wasserrutsche Ende Mai fertig sein und damit mit Eröffnung des Waldbades fertig sein. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) war bisher von einer Einweihung nach der Öffnung des Bades ausgegangen, es wird sich zeigen, ob die Rutschen dann schon genutzt werden können.
Edelstahlbecken soll kommen
Ein großes und teures Problem jedes Jahr sind die Reparaturmaßnahmen im gefliesten 45 Jahre alten Becken. Frost und Wetter lassen jedes Jahr mehr Fliesen kaputtgehen und abfallen. Dazu brauchen Handwerker jedes Jahr länger zur Instandsetzung. Darum soll eine Edelstahlwanne her. Diese könnte auf die bestehenden Fliesen aufgelegt werden. Darum wird das Becken minimal an Länge verlieren. Poyhar erklärt: „Ein Weltrekord im Schwimmen würde vermutlich nicht akzeptiert werden.“
Dadurch wird das Becken aber auch an Höhe gewinnen, erklären die Planer. Der Rand des Beckens wird wohl die Höhe der untersten Stufen des Liegebereichs auf der Kioskseite erreichen und eine breite ebene Fläche entstehen.
Neuer Sprungturm geplant
Durch die Sanierung des Beckens erlischt auch der Bestandsschutz von Becken und Sprungturm – Dies bedeutet, die Einrichtung muss heutigen Standards entsprechen. Die Sprungbretter und -plattformen sind zu nah aneinander und vom Beckenrand. Es sollen neue Türme aus Edelstahl kommen. Das Becken sinkt vom etwa zwei Meter tiefen Schwimmer- zum 3,80 Meter tiefen Springerbereich sehr steil ab. Dies soll im neuen Edelstahlbecken korrigiert werden.
Die Durchschreitebecken, die von Liege- und Kioskbereich zu den Becken führten, sollen wegen der Barrierefreiheit aufgelöst werden. Stattdessen soll es Duschplätze geben.
Unsicher, ob eine Saison ausfällt
Conny Spitaler (SPD) fragte nach der Dauer der Maßnahmen. Die notwendigen Schweißarbeiten am Edelstahl können nur bei warmen Temperaturen durchgeführt werden – Dadurch ist es durchaus möglich, dass eine Badesaison ausfallen muss.
Thomas Mayer (CSU) fragte nach einer Möglichkeit, das Becken mit Planen abzudecken, um einen Wärme- und Energieverlust über Nacht zu verhindern. Knobloch stellte aber klar: „Wir haben das schon mal vom Institut für Energietechnik prüfen lassen. Zwei Mann brauchen 40 Minuten zum Abdecken. Dies rentiert sich nicht.“ Er ergänzt: „Vergangenes Jahr wurde das Bad nur mit den Absorbern auf dem Dach erwärmt. Wir haben kein Gas gebraucht.“







