Der Marktgemeinderat plant den Neubau einer offenen Ganztagsschule
Der Marktgemeinderat plant den Neubau einer offenen Ganztagsschule
Der Volksschulneubau beschäftigt den Marktgemeinderat, neu bauen oder eine Generalsanierung mit Anbau forcieren – die Diskussion geht weiter. Einig sind sich Bürgermeister und Rat, neue Räumlichkeiten für das schulische Angebot der ganztägigen Förderung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler zu schaffen.
Rechtsanspruch in drei Jahren
Ab dem Schuljahr 2026/27 besteht für jedes Kind ab der Einschulung und in den ersten vier Schuljahren ein Anspruch auf einen Ganztagsplatz, um für die Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen. Das Bundesfamilienministerium rechnet mit einem deutlich höheren Bedarf an Ganztagsplätzen. Das Raumprogramm für offene Ganztagsschulen ist für 80 Prozent der Gesamtschülerzahl ausgelegt. Da bedeutet eine große Herausforderung für die Schulaufwandsträger, auch für die Marktgemeinde. Eine Besprechung der drei Bürgermeister, von VG-Hauptamtsleiter Matthias Kroher und von Kämmerer Michael Eisner bei der Regierung der Oberpfalz sollte Klarheit bringen. Allerdings nur für die offenen Ganztagsschulen (OGTS). Für die Schulhausplanung ist ein getrenntes Verfahren notwendig.
Der Hauptamtsleiter erläuterte in der Ratsversammlung die Ergebnisse des Abstimmungsgespräches mit Informationen über das Raumprogramm, über das Vergabeverfahren und die derzeitigen Fördersätze – ein spannender Bericht auch mit Hinweisen zum Flächensparen, zu Betreuungsflächen und zur Errichtung einer Mensa. Als aktuellen Förderbetrag nannte Matthias Kroher eine Pauschale von 6405 Euro je Quadratmeter des genehmigten Raumprogramms. Einem Pauschalbetrag als Basis für vielversprechende Förderquoten bis zu 70 Prozent aus unterschiedlichen Zuschuss-Töpfen.
„Schnellstmöglich handeln und den Standort beschließen“
Zu den wegweisenden Informationen gehörten zudem Hinweise zum zeitlichen Unterrichtsrahmen. Eine Betreuung während 48 Wochen im Jahr an allen Wochentagen bis 16 Uhr wird vorausgesetzt. Bisher waren es 40 Wochen. Veranlasst seien auch weitere Erhebungen, etwa über die Geburten- und Schülerentwicklung, teilte der Geschäftsstellenleiter dem Gremium mit. Viele Punkte, die es abzuarbeiten gelte, wie die stellvertretenden Bürgermeister Ewald Plößner und Alexander Schatz feststellten und empfahlen, auch die Öffentlichkeit über das Prozedere des Antragsverfahrens und über die Notwendigkeit eines OGTS-Neubaues aufzuklären. Daraus resultierend hieß die Devise von Josef Schreglmann: „Schnellstmöglich handeln und den Standort beschließen“. Deshalb erwartet Josef Geyer schon in der nächsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss.
In Thurndorf weiterer Solarpark
Auf „Wachstumskurs“ befindet sich im Gemeindebereich der Zubau von Fotovoltaik-Freiflächen. Nach der Genehmigung von Anlagen in Altzirkendorf, Höflas, bei Sassenreuth und Metzenhof fasste das Gremium einen weiteren Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Thurndorf“, einschließlich der Änderung des Flächennutzungsplanes im Parallelverfahren. „Die Planung entspricht den Kriterien der Machbarkeitsstudie“, stellte Bürgermeister Jürgen Kürzinger fest.
Auf einem privaten landwirtschaftlichen Grundstück soll in der Gemarkung Thurndorf bei Oberaichamühle nahe der Landkreisgrenze auf einer Fläche von etwa drei Hektar ein PV-Park mit rund 2,9 Hektar Modulfläche entstehen. Träger des Projekts ist die Firma Greenovative GmbH mit Sitz in Nürnberg. Das Unternehmen ermittelte eine Ertragsprognose von 1036 Kilowatt Peak und rechnet mit einer CO₂-Einsparung von 2144 Tonnen. Auch eine Bürgerbeteiligung mit bis zu 25.000 Euro wird angeboten. Greenovative trägt alle Kosten und Risiken des Verfahrens und des anschließenden Betriebes. Der Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung erfolgte einstimmig.




