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Die Nachfrage nach Bauland ist ungebrochen – Speinshart handelt

Speinshart. „Heimatvertriebene“ dürfe es in Speinshart nicht geben, sagt Bürgermeister Albert Nickl. Gemeint sind junge Einheimische, die vergeblich zu erschwinglichen Preisen nach einem Bauplatz suchen. Da kommt ein neues Baugebiet gerade recht.

Die Nachfrage nach Bauland ist ungebrochen – Speinshart handelt

Einem Sehnsuchtsort ähnelt das neue Baugelände „Krummacker, BA III“ in Speinshart. Foto: Robert Dotzauer

Der Trend zum Wohnen im Grünen, zum Eigenheim und zu einem schönen Wohnumfeld ist ungebrochen. Die vielen Anfragen in den Kommunen belegen den Wunsch, in ländlicher Siedlungsstruktur zu bauen. Für den Speinsharter Gemeinderat wichtige Argumente, nach der raschen Belegung des neuen Wohngebietes Maifurt in Tremmersdorf und der Siedlung Brandhut in Zettlitz ein Baugelände in Speinshart zwischen der Kreisstraße NEW 5 und dem Kellerhausweg auszuweisen.

Problemloses Verfahren

Ein Bauleitverfahren, das in einem Jahr zur Genehmigungsreife führte. Es sei ein problemloses Verfahren, wie auch Planer Michael Wagner vom Architektur- und Ingenieurbüro Schultes anmerkte. In der Gemeinderatssitzung stand die Prüfung der letzten Hinweise und Wünsche der Behörden und der sogenannten Träger öffentlicher Belange zur Diskussion und zur Abwägung.

Wasserversorgung gesichert

Zu den wenigen Anmerkungen gehörten Feststellungen, wegen der unterschiedlichen Bodenverhältnisse auf die zwingende Vorgabe von Versickerungen zu verzichten. Das Staatliche Bauamt erinnerte noch einmal an die Einhaltung der Bauverbotszone von 15 Metern entlang der Kreisstraße und der Wasserzweckverband zerstreute mit der Feststellung „die Versorgungssicherheit ist gewährleistet“ Bedenken zur Verknappung der Wasserversorgung. Ein Themenfeld, das auch einen privaten Einwender zur Stellungnahme veranlasste. Wegen des nur geringfügig steigenden Trinkwasserbedarfs von geschätzt 1.400 Kubikmetern jährlich bei ebenfalls geschätzten 33 zusätzlichen Einwohnern sah der Rat keinen Handlungsbedarf.

Dagegen sah Johann Mayer grundsätzliche Probleme. „Wir wissen nicht, wie sich die Grundwassersituation entwickelt.“ Es sei Aufgabe der Gemeinde, die Wassernot zu thematisieren und die Bevölkerung verstärkt zum Wassersparen anzuleiten. Eine Forderung, die Benjamin Roder in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Wasserzweckverbandes Seitenthaler Gruppe zur Feststellung veranlasste: „Eine gesicherte Neubildung von Grundwasservorkommen kann niemand garantieren“. Auch im Zweckverband gebe es keine Hellseher.

Aktuell spreche der unveränderte Ruhepegel des Tiefbrunnens für eine weiterhin gesicherte Wasserentnahme, stellte Roder fest. Das neue Baugebiet lasse den Wasserverbrauch nicht spürbar steigen, davon unabhängig sei das Thema des verschwenderischen Umgangs damit zu sehen. Benjamin Roder forderte dazu auf, zum Beispiel auf das Gartengießen mit Trinkwasser zu verzichten. Mit dem Bürgermeister kündigte der Verbandsvorsitzende zum Thema der öffentlichen Wasserversorgung in nächster Zeit eine Informationsversammlung an.

Elf Bauparzellen in Gemeindehand

Mit der zusammenfassenden Feststellung „wir haben unsere Hausaufgaben erledigt“ leitete Bürgermeister Albert Nickl zum Satzungsbeschluss über. Die Satzung für den Bebauungsplan „Krummacker Bauabschnitt III“ billigte der Rat gegen die Stimme von Johann Mayer. Nach der Genehmigung durch das Landratsamt können die Bauinteressenten unter elf Parzellen auswählen. Der Bebauungsplan eröffnet auch das Bauen von zwei Mehrfamilien-Wohnhäusern entlang der Kreisstraße NEW 5. Der große Vorteil des kleinen Baugebietes: Alle Bauplätze sind im Eigentum der Gemeinde.

WITRON – Schnuppertage
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Auf die Freiwilligkeit setzt Albert Nickl zum Thema der Installation von PV-Dachanlagen. Der Bürgermeister empfiehlt den künftigen Bauherren zudem den Anschluss an Speinsharts privates Wärmenetz. Bei einem Teil der Grundstücke verlaufe bereits vor der Haustür die Versorgungsleitung.

Das gemeindliche Einvernehmen zu Bauanträgen gehörte zu den weiteren Tagesordnungspunkten. Eine begrüßenswerte Weiterentwicklung nannte Albert Nickl den Bauantrag der Schreinerei Rödl zur Erweiterung der Schreinerei in Speinshart. Im Baugebiet Maifurt in Tremmersdorf stimmte der Rat einer isolierten Befreiung vom Bebauungsplan für die Errichtung eines „Camping Pods“ zu.