Feldgeschworene haben einen neuen Obmann
Feldgeschworene haben einen neuen Obmann
“Die Feldgeschworenen sind für die Einhaltung der Grenzen und Sicherung der Grenzsteine verantwortlich”, so Peter Forster, Geschäftsleiter des Neustädter Rathauses. “Den Punkt, an dem die Grenzsteine hinkommen, legt das Vermessungsamt mittlerweile lasergesteuert fest, das Setzen der Grenzsteine obliegt aber nach wie vor den Feldgeschworenen.”
Ehrenamt auf Lebenszeit
Feldgeschworene üben das Ehrenamt auf Lebenszeit aus. “Ein Feldgeschworener soll ortsansässig sein und sich sowohl in Feld und Flur, als auch in der Stadt auskennen”, sagt Forster. Feldgeschworene wählen ihre Neuzugänge normalerweise selbst. “Bei uns in Neustadt/WN ist es aber schon immer so, dass der Stadtrat sie wählt”, erklärt Forster.
Seit März ist Josef Singer neuer Obmann
Josef Singer ist einer von derzeit fünf Feldgeschworenen in Neustadt/WN. Er ist Landwirt und seit März neuer Obmann. “Zur anberaumten Vermessung rücken wir zu zweit aus”, erläutert Singer. Das sei eine interne Neustädter Regelung, betont er. “Normalerweise fährt man alleine, aber wir machen auch die Grabarbeiten und bei mir lagern halt auch die Grenzsteine und das Grabwerkzeug”, sagt der neue Obmann.
Die Feldgeschworenen aus Neustadt/WN sind nahezu alle schon Rentner und können so auch unter der Woche jederzeit ausrücken. “Wir bräuchten schon mal wieder jüngere Leute, aber die arbeiten unter der Woche ja und können nicht einfach schnell von der Arbeit weg”, sagt Singer.
Hauptsächlich im Frühjahr und Sommer im Einsatz
Im Frühjahr und Sommer seien die Feldgeschworenen hauptsächlich im Einsatz, erzählt der Landwirt. “Wir sind etwa ein bis zweimal im Monat unterwegs, vor kurzem haben wir oben am Krankenhaus die Grenzsteine gesetzt”, erzählt er.


