Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
THZ NEW & re-NOVA
THZ NEW & re-NOVA

Fritsch zieht positives Fazit zur Wahl in Plößberg

Wildenau/Plößberg. Bürgermeisterkandidat Marcus Fritsch zieht nach der Wahl ein positives Fazit. Er verpasste zwar die Stichwahl, doch seine Wählergemeinschaft Bürger für Bürger errang zwei Sitze und kippte die CSU-Mehrheit.

Wildenau/Plößberg. Bürgermeisterkandidat Marcus Fritsch zieht nach der Wahl ein positives Fazit. Er verpasste zwar die Stichwahl, doch seine Wählergemeinschaft Bürger für Bürger errang zwei Sitze und kippte die CSU-Mehrheit.
Glücklich und Dankbar an die Bürger. Foto: Marcus Fritsch

Fritsch zieht positives Fazit zur Wahl in Plößberg

Gastbeitrag von: Martin Sailer-Arnold

Wir haben uns die Zeit genommen, um mit dem Bürgermeisterkandidaten Marcus Fritsch (WgBfB) über einen Rückblick auf seine Wahlphase zu sprechen. Eigentlich hatte der Kandidat vor fast genau einem Jahr seinen Hut in den Ring geworfen. Vor circa sechs Monaten gründete er mit Gleichgesinnten die Wählergemeinschaft Bürger für Bürger im Markt Plößberg. Sehr zeitintensiv und anspruchsvoll, zitierte er, war die Phase von der Gründung bis zur Zulassung und schließlich dem Beginn des Wahlkampfes.

Fazit nach Bürgermeister- und Kommunalwahl

Frage an Herrn Fritsch: Welches Fazit ziehen Sie nun nach der Bürgermeister- und Kommunalwahl, nachdem Sie es nicht in die Stichwahl geschafft haben?

Fritsch: Ich persönlich und meine Wählergemeinschaft ziehen ein sehr, sehr positives Fazit, zumal wir von null auf zwei Sitze im neuen Gremium gewählt wurden und das Zünglein an der Waage sind, weil durch uns die CSU-Mehrheit gekippt wurde. Ich selbst bin sehr stolz auf mein erreichtes Ergebnis von fast 20 Prozent in der Bürgermeisterwahl, zumal ich einen kompletten Gemeindeteil Plößbergs hinter mir hatte. Für meine Heimat Wildenau konnte ich 46 Prozent erreichen und blicke dankend und liebevoll auf meine Mitbürgerinnen und Mitbürger. Herzlichen Dank für diese Wertschätzung.

Marcus Fritsch bei seiner Wahl. Foto: Neziha Fritsch
Verkündung nach der Wahl. Foto: WgBfB
Wahlergebnis in Wildenau. Foto: Martin Sailer-Arnold
Fritsch mit Gesamtergebnis. Foto: WgBfB
Danksagung des ganzen Teams wgBfB. Foto: WgBfB

Stimmung in den Gemeindeteilen

In den anderen Gemeindeteilen war es recht durchwachsen. In den Gesprächen im Vorfeld konnte man klar erkennen, dass sich die Bürger eine Veränderung wünschen. Jedoch zeigt das Ergebnis, dass viele eher an ihrer Partei festgehalten haben, statt auf Persönlichkeitsarbeit zu achten.

Frage: Wie meinen Sie dies konkret?

Fritsch: Die Kommunalwahl ist eher eine Persönlichkeitswahl, statt auf Parteistatuten zu achten, aber man merkte, dass drei Buchstaben immer noch verfolgt und traditionell gewählt werden, egal wie das Wahlprogramm ausgesehen hat. Wir jedenfalls hatten ein gemischtes, starkes Team gestellt.

GVP Getränkemarkt
GVP Getränkemarkt

Wahlkampf und Fairness

Frage: Wie war der Wahlkampf für Sie und Ihre Wählergemeinschaft?

Fritsch: Sehr interessant, aufschlussreich und ehrlich waren die Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern. Man hat sehr viel gelernt und erfahren, was die Bürgerschaft wirklich will. Wir haben von Anfang an einen Wahlkampf auf Augenhöhe mit den Bürgern geführt. Meinen direkten Mitbewerbern Markus Preisinger und Bettina Krapfl bescheinige ich einen wirklich sehr, sehr fairen Wahlkampf.

Maßlos enttäuscht bin ich von der Mehrheitspartei, zumal falsche Faktenchecks veröffentlicht wurden. Hinzu kamen direkte Anfechtungen vor der Wahl und am Wahltag selbst, mit der Sachbeschädigung an unseren Wahlplakaten kurz vor Wahlbeginn durch einen CSU-Marktrat. Ich finde dies eine Frechheit und eine Beeinflussung in einem politischen Wettbewerb. Ich warte bis heute auf eine öffentliche Entschuldigung. Ich bin überzeugt, dass die Wahrheiten einer derzeit anzunehmenden Machtbesessenheit ans Licht kommen. Ich wünsche beiden Bewerbern ein gutes Finale, drücke aber Markus Preisinger in der Stichwahl die Daumen, denn er war immer ehrlich, fair, direkt und gegenüber seinen Mitbewerbern sehr loyal.

Ausblick und Zusammenarbeit

Frage: Sie haben sich ja im Vorfeld sehr intensiv auf eine mögliche Kandidatur vorbereitet und viel Zeit sowie Geld gesteckt. Wie wird es in Zukunft bei Ihnen und der WgBfB aussehen?

Fritsch: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Ich werde weiterhin mein sehr großes Netzwerk für unser Allgemeinwohl nutzen, nicht nachlassen und vor allem transparent und bürgernah unsere Wählergemeinschaft vertreten. Es ist mir wichtig, die Bürgerschaft mitwirken zu lassen und keine strukturelle Parteipolitik zu betreiben. Mir ist aber auch bewusst, dass ich durch meine offene, ehrliche Art oft anecken könnte, wenn es unangenehm für Mitstreiter wird, aber dafür wurde ich von den Bürgern vertrauensvoll gewählt. Ich denke, wir haben nun eine gute Konstellation einer wahren Demokratie durch die Absetzung einer Mehrheit geschaffen. Die Freien Wähler haben bereits eine gute Zusammenarbeit mit uns signalisiert, auch die SPD hat gute Parallelen zu uns. Ich denke, wir werden uns gut ergänzen. Ich freue mich jedenfalls auf konstruktive Zusammenarbeit im neuen Gremium und hoffe auf einen unabhängigen Bürgermeister.

Vielen herzlichen Dank für das ehrliche und sachliche Gespräch. Weiterhin alles Gute für Sie und das Team WgBfB.