JU Oberpfalz stellt Generationengerechtigkeit in Konnersreuth in den Mittelpunkt
JU Oberpfalz stellt Generationengerechtigkeit in Konnersreuth in den Mittelpunkt

Rente, Elterngeld, die Zukunft des Sozialstaats und die weitere Entwicklung der CSU als Volkspartei: Bei ihrer zweitägigen Bezirksversammlung am 18. und 19. September in Konnersreuth diskutierte die Junge Union Oberpfalz über zentrale politische Zukunftsfragen. Bezirksvorsitzender Matthias Meier stellte dabei insbesondere die Generationengerechtigkeit in den Mittelpunkt.
Generationengerechtigkeit als Leitmotiv der JU Oberpfalz
„Generationengerechtigkeit ist für uns kein abstrakter Begriff. Sie entscheidet sich ganz konkret daran, welche Lasten wir jungen Familien, Arbeitnehmern und unseren Kindern heute und morgen aufbürden“, betonte Meier. Ein starker Sozialstaat und eine verlässliche Alterssicherung gehören für die JU ebenso dazu wie die Frage, ob diese auch für kommende Generationen dauerhaft finanzierbar bleiben. Die im Juni vorgelegten Empfehlungen der Alterssicherungskommission verfolgen ebenfalls ausdrücklich das Ziel einer nachhaltigen und generationengerechten Weiterentwicklung der Altersvorsorge.
Besonders deutlich kritisierte Meier die derzeit diskutierten Änderungen beim Elterngeld. Nach dem bislang bekannt gewordenen Entwurf soll die maximale Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate sinken. Gleichzeitig sollen künftig jeweils drei Monate für jeden Elternteil reserviert und der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro angehoben werden. Die Pläne waren zuletzt noch nicht beschlossen.
Kritik an geplanten Änderungen beim Elterngeld
„Wer jungen Familien zwei Monate Elterngeld streicht und gleichzeitig 100 Euro mehr beim Höchstbetrag als Verbesserung verkaufen will, überzeugt mich nicht. Das ist unter dem Strich für viele Familien eine Kürzung. Partnerschaftlichkeit ist richtig – aber der Staat sollte Eltern nicht vorschreiben, wie sie Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit untereinander aufteilen. Junge Familien brauchen echte Wahlfreiheit und Verlässlichkeit statt neuer Vorgaben“, erklärte Meier.
Auch bei der Renten- und Sozialstaatsreform muss der Blick stärker auf die langfristigen Folgen gerichtet werden. „Wir dürfen politische Versprechen nicht dauerhaft über immer höhere Belastungen oder neue Schulden finanzieren und die Rechnung anschließend der nächsten Generation präsentieren. Generationengerechtigkeit bedeutet für mich: Sicherheit für die Älteren, Chancen für die Jüngeren und Verantwortung gegenüber denen, die heute noch gar nicht mit am Tisch sitzen können.“
Hochkarätige Gäste und politische Debatten
Hochkarätige Gäste begleiteten die inhaltlichen Debatten der Bezirksversammlung. Mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Florian Dorn diskutierten die Teilnehmer über Renten- und Wirtschaftspolitik. Staatsminister Albert Füracker und JU-Landesvorsitzender Manuel Knoll waren ebenfalls zu Gast. Mit Bezirkstagspräsident Franz Löffler stand die Zukunft des Sozialstaats im Mittelpunkt, während Landtagsvizepräsident Tobias Reiß mit den jungen Politikern über die Zukunft der CSU als Volkspartei diskutierte.
Die JU-Kreisvorsitzende Sandra Dostler begrüßte die Delegierten und Gäste im Landkreis Tirschenreuth. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass die Bezirksversammlung in diesem Jahr in Konnersreuth stattfand, und hob die Bedeutung des Zusammenhalts sowie der Zusammenarbeit innerhalb der Jungen Union über Orts-, Kreis- und Bezirksgrenzen hinweg hervor.
Ehrenvorsitz für Christian Doleschal
Ein besonderer Moment der Bezirksversammlung war die Verabschiedung des früheren JU-Bezirks- und Landesvorsitzenden Christian Doleschal MdEP aus der Jungen Union. Für seine langjährigen Verdienste wurde Doleschal zum Ehrenvorsitzenden der JU Oberpfalz ernannt.
„Christian hat die Junge Union in der Oberpfalz und weit darüber hinaus über viele Jahre entscheidend geprägt und eine ganze Generation von JUlern begleitet. Die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden ist Ausdruck unserer großen Dankbarkeit und Wertschätzung“, so Meier.
Positives Fazit und Ausblick
Zum Abschluss zog der Bezirksvorsitzende ein positives Fazit: „Ich bin stolz auf die JU Oberpfalz. Wir wollen ein Verband voller Optimisten sein: einer, der zusammenhält, offen und auch kontrovers diskutiert und anschließend gemeinsam anpackt. Wir sind nicht diejenigen, die am Spielfeldrand erklären wollen, warum etwas nicht geht – wir wollen diejenigen sein, die es machen.“
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