Dr. Bernhardt
Dr. Bernhardt

Jugend simuliert Politik im Bundestag

Berlin. Über 300 Jugendliche simulierten im Bundestag Politik beim Event "Jugend und Parlament". Gabriel Schoplocher aus Cham nahm auf Einladung von Marianne Schieder (SPD) teil, erlebte vier intensive Tage.

Berlin. Über 300 Jugendliche simulierten im Bundestag Politik beim Event "Jugend und Parlament". Gabriel Schoplocher aus Cham nahm auf Einladung von Marianne Schieder (SPD) teil, erlebte vier intensive Tage.
Marianne Schieder und Gabriel Schoplocher. Foto: Britt Schulze

Jugend simuliert Politik im Bundestag

Von Samstag bis heute öffnete der Deutsche Bundestag erstmals nach einer vierjährigen Pause wieder seine Türen für die Veranstaltung “Jugend und Parlament”. Eine Initiative, die jungen Menschen zwischen 17 und 20 Jahren die Möglichkeit bietet, die Rolle von fiktiven Abgeordneten einzunehmen und das parlamentarische Verfahren hautnah zu erleben. Unter den mehr als 300 Teilnehmenden aus ganz Deutschland befand sich auch der 19-jährige Student Gabriel Schoplocher aus Cham, der von der SPD-Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder für diese Veranstaltung nominiert wurde.

Jugend und Politik: Ein Planspiel

Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlüpften in die Rollen von Abgeordneten dreier fiktiven Fraktionen und spielten vier Gesetzesinitiativen durch. Dabei arbeiteten sie in den Originalkulissen des Bundestages – in Fraktionen, Landesgruppen, Ausschüssen und im Plenum. Der Abschluss des Planspiels fand in einer Debatte im Plenarsaal statt, wo sie versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Zielsetzungen zu gewinnen.

Gabriel Schoplocher nahm während des Planspiels die Rolle von Raphael Sommerfeld, einem Abgeordneten der erfundenen Bewahrungs-Partei (BP) und Mitglied im Verfassungsausschuss, ein. Diese Erfahrung gab ihm wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise des Bundestages und die Dynamik parlamentarischer Debatten.

Ein prägendes Erlebnis

Die Teilnehmenden erlebten vier Tage lang intensive Debatten und Diskussionen um fiktive Gesetzesentwürfe. “Es war aufregend, wie nah das Planspiel an der Realität war”, teilt Gabriel Schoplocher seine Eindrücke. “Wir haben wie echte Bundestagsabgeordnete in Fachausschüssen und Fraktionsrunden beraten und nach mehrheitsfähigen Kompromissen gesucht. Hier war entscheidend, wer mit seinem Konzept am besten überzeugen konnte.”

Marianne Schieder, die Schoplocher für dieses Erlebnis nominiert hatte, betont die Bedeutung solcher Veranstaltungen für die Demokratie: “Es ist für unsere Demokratie unerlässlich, dass sich junge Leute mit Politik beschäftigen und mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzen.” Ihrer Meinung nach fördert das Format kritisches Hinterfragen, das Aushalten anderer Meinungen, Kreativität und weckt Neugier auf Politik.

Dr. Bernhardt
Dr. Bernhardt