Kommt bald ein Wunderpark am Kiesibeach?
Kommt bald ein Wunderpark am Kiesibeach?
Die Vorfreude auf die neue Herausforderung war Thomas Meisel anzumerken, als er in der jüngsten Pressather Stadtratssitzung seine Ideen für den „Wunderpark am Kiesibeach“ vorstellte. Seine Begeisterung steckte auch die Bürgervertreter an, wie der Beifall am Ende von Meisels Vortrag belegte.
Gute Bekannte kehren zurück
Voraussichtlich ab Ende Mai werden die Besucher der Kiesibeach-Freizeitanlage dort gute Bekannte wiedersehen: Wichtel Hademar und Hexe Matilda, die schon in der Weihnachtszeit als Helden eines vom langjährigen Musikcafé Hitchcock-Wirt verfassten Weihnachtsmärchens
die Winterwanderer im Professor-Dietl-Park auf das Christfest einstimmten, sollen auch am Ufer des Badeweihers eine neue Heimat finden. Bauch- und Nervenkitzel versprechen vor allem die Bungee-/Trampolin-Anlage „Hademars Zwergenschleuder“ und „Matildas Zauberkugel“.
“Übers Wasser gehen”
Was sich hinter diesem verheißungsvollen Namen verbirgt, klingt in der Tat fast wie Hexenwerk, ist aber vielfach bewährte und TÜV-geprüfte Technik: In einer mit Pressluft zu einem zwei Meter großen Wasserball aufgeblasenen Kunststoffhülle können Kinder ab vier Jahren gleichsam „übers Wasser gehen“.
Die drei „Laufbälle“ bleiben über eine Trosse mit dem Ufer verbunden, können somit auf der Wasseroberfläche höchstens 15 Meter weit vom Weiherrand wegtreiben und jederzeit an Land zurückgezogen werden. Sorgfältige Wartung und Beaufsichtigung der Attraktionen garantierten, dass nichts passieren könne, bekräftigte Thomas Meisel. Dasselbe gelte für die Hüpfburg „Ritterburg mit Drachen“, die das Angebot abrunden werde.
Märchenweg und Edelsteinstrand
Wer nicht so erpicht auf „Action“ ist, kann auf dem „Märchenweg“ ein weiteres Abenteuer des Wichtels Hademar miterleben oder auf dem „Edelsteinstrand“ nach im Sand vergrabenen bunten „Preziosen“ suchen: „Die gefundenen Steine können dann im Kiosk gegen kleine Leckereien eingetauscht werden“, erklärte Meisel.
Die meisten Attraktionen des „Wunderparks“ sollten frei und kostenlos zugänglich sein, einen kleinen Obolus muss man lediglich bei den in puncto Technik und Beaufsichtigung aufwendigeren Angeboten „Zwergenschleuder“ und „Zauberkugel“ entrichten. Diese beiden Attraktionen sollen ebenso wie die Hüpfburg nur an den Wochenenden und in den Ferien aufgebaut werden.
„Wunderpark-Abenteuer-Club“
Ein „Wunderpark-Abenteuer-Club“, bei dem Eltern ihre Kinder per Internet anmelden können,
solle Vergünstigungen und den Zugang zu Mitglieder-Spezialangeboten beinhalten. Mit einem
kleinen, aber attraktiven Speisen- und Getränkeangebot werde ein Kiosk an Wochenend- und
Ferientagen für das leibliche Wohl sorgen.
Meisel: „Der Imbiss wird als Planwagen mit einem lebensgroßen Pferdemodell gestaltet.“ Ergänzend gebe es Automaten an allen Wochentagen mit Eis, Kaffee, Getränken und kleinen Imbissen. Über die Einzelheiten der Gestaltung, insbesondere die Platzierung der Attraktionen, wollen sich Thomas Meisel, die Stadtverantwortlichen, die Wasserwachtgruppe und der „Runde Tisch Kiesibeach“ in den nächsten Wochen abstimmen. Bis zur Eröffnung will die Stadt auch moderne WC-Container bereitstellen, die die nicht mehr zeitgemäßen Toiletten im Wasserwachthaus ersetzen.
Überwachungskameras notwendig
Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU) wies ebenso wie Thomas Meisel auf die Notwendigkeit hin, die Anlagen vor Vandalismus zu schützen: „Ich bin kein Freund von Überwachungskameras, aber wir werden nicht drum herumkommen“, sagte Meisel, und Schwärzer erinnerte an die schlechten Erfahrungen mit der Zerstörung des Weihnachtsschmucks im Dietl-Park.
„Ganz a tolle Gschicht“
In der Sitzung plädierte CSU-Fraktionssprecher Martin Schmidt dafür, dass die Stadt Thomas Meisel mit dem Geschäftsrisiko seines „Wunderparks am Kiesibeach“ nicht allein lassen und ihn finanziell unterstützen sollte. Bürgermeister Bernhard Stangl erinnerte an die Bereitschaft der Kommune, die für den „Wunderpark“ benötigten Strom- und Leitungswasserkontingente kostenlos zur Verfügung stelle.
Fraktionsübergreifend waren sich Stadträte und Bürgermeister einig, dass der „Wunderpark“ die Freizeitanlage spürbar aufwerten und bereichern werde. Bernhard Stangl dankte Thomas
Meisel für dessen Bereitschaft zu einer Investition, die durchaus ein finanzielles Wagnis berge:
„Das ist a ganz a tolle G’schicht‘ – nun brauchen wir nur noch einen schönen Sommer.“






