Marktgemeinderat beschließt Sanierung der Wasserversorgung in Eslarn

Marktgemeinderat beschließt Sanierung der Wasserversorgung in Eslarn
Dabei wies Bürgermeister Reiner Gäbl auf die vom Ingenieurbüro für Hydrogeologie Piewak & Partner GmbH, Bayreuth, vorgeschlagene Sanierung der Brunnen mit geschätzten Kosten von 35.000 bis 50.000 Euro je Brunnen hin. Die von der Diplom-Geologin Sabrina Zorn empfohlene Sanierung der weiteren Quellen sollte nach Möglichkeit in diesem Jahr vorbereitet und 2007 umgesetzt werden.
Laut Gäbl, der zusammen mit Geschäftsleiter Georg Würfl auf die wasserrechtlichen Erlaubnisbescheide des Landratsamtes Neustadt/WN einging, ist die Sanierung der Stückberg-Quellen 3, 4 und 9 einschließlich der Sammelschächte und Leitungen 2025 fertiggestellt.
Zeitplan und weitere Maßnahmen
„Der Sanierungsvorgang wird im Frühjahr 2026 nach einem Ortstermin mit der Dokumentation abgeschlossen“, sagte er dazu. Dazu kommen seinen Worten zufolge für dieses Jahr die Sanierung des Hochbehälters Stückberg-Wiege, des Entsäuerungsfilters der Aufbereitungsanlage Stückberg und des Steuerungskabels bei der Fernwirkzentrale Goldhütte.
Am Ende stand der einstimmige Beschluss für die Sanierung der Stückberg-Quellen, die Reinigung der Tiefbrunnen I und II, die Einleitung der erforderlichen Wasserrechtsverfahren und die Fortführung des Verfahrens für die Schutzgebietsausweisung für die Tiefbrunnen I und II. Einig waren sich die Ratsmitglieder dabei, die Finanzierung der Maßnahmen entsprechend der Priorisierung im Haushaltsplan sowie im Finanzplan und Investitionsprogramm zu veranschlagen.
Wasserqualität und Wartung
„Ich denke, wir sind auf einem guten Weg“, fasste der Rathauschef zusammen und betonte: „Unsere Wasserqualität ist top in Ordnung.“ Die Tiefbrunnen seien zwar gut in Schuss, müssten aber in regelmäßigen Abständen instand gesetzt werden. „Das heißt, wir müssen immer dranbleiben.“
Mit der geplanten Anschaffung moderner Versorgungssäulen für Strom und Wasser soll der Wohnmobil- und Campingbereich am Atzmannsee aufgewertet werden. „Bei diesen Versorgungssäulen handelt es sich um fest installierte Einheiten, an denen Strom- und Wasseranschlüsse automatisiert bereitgestellt werden“, erläuterte Gäbl. „Die Nutzerinnen und Nutzer können die jeweilige Versorgung unkompliziert über ein Bezahlsystem aktivieren und erhalten so genau die benötigte Menge Strom und Wasser.“
Versorgungssäulen am Atzmannsee
Als Bezahlmöglichkeit sprach sich der Marktgemeinderat für einen EC-Karten-Terminal aus. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, den Förderantrag für das Regionalbudget-Projekt „Versorgungssäulen“ bei der ILE Naturparkland zu stellen. Die Kosten bezifferte der Bürgermeister auf rund 16.700 Euro netto und sprach von einer Förderung mit 50 Prozent.
Keine Einwände hatte das Kommunalgremium gegen die zehnte Änderung des Flächennutzungsplans des Marktes Moosbach und die Aufstellung des dortigen Bebauungsplans „Am Gruberbachtal“. „Belange des Marktes Eslarn werden von der Bauleitplanung nicht berührt“, stellte Gäbl fest. Deshalb wird es von Eslarner Seite keine Stellungnahme geben.
Haushaltsplan 2026 und Handlungsfähigkeit
Soll der Haushaltsplan 2026 noch vom aktuellen Marktgemeinderat oder vom neuen ab 1. Mai beschlossen werden? Sowohl der Bürgermeister als auch etwa der CSU-Fraktionssprecher Wolfgang Voit waren sich einig, dass bei einer späteren Aufstellung die Handlungsfähigkeit der Kommune eingeschränkt ist.
Schließlich können Gemeinden in der sogenannten „haushaltslosen Zeit“ nur finanzielle Leistungen erbringen, zu denen sie rechtlich verpflichtet oder die für die Weiterführung notwendiger Aufgaben unaufschiebbar sind. „Für den Kämmerer ist es möglich“, ließ Gäbl wissen.




