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Neue Straßenführung bei WITRON in Hagendorf geplant

Waidhaus. Die geplante Umverlegung der Straße bei der WITRON Stahlfertiger GmbH & Co. KG im Ortsteil Hagendorf nimmt Formen an.

Waidhaus. Die geplante Umverlegung der Straße bei der WITRON Stahlfertiger GmbH & Co. KG im Ortsteil Hagendorf nimmt Formen an.
Die neue Straße wird nicht mehr durch das Firmengelände führen. Foto: Josef Pilfusek

Neue Straßenführung bei WITRON in Hagendorf geplant

„Wir sind mit der Entwurfsplanung ziemlich fertig“, ließ Michael Wagner von der Architektur- und Ingenieurbüro Schultes GmbH in Grafenwöhr in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats wissen. „Es betrifft die Straße auf dem Firmengelände“, sagte der Abteilungsleiter Tiefbau dazu.

Neue Trassenführung bei WITRON in Hagendorf

Seinen Worten zufolge verläuft die Straße derzeit auf dem Werksgelände und soll deshalb verlegt werden. Die neue Trassenführung ist am Rande der ehemaligen Feldspatgrube Hagendorf vorgesehen. Laut Wagner und auch Udo Graser von der Firma WITRON sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten. „Die Sicherheit ist gewährleistet“, betonte Wagner. „Alle Standards werden eingehalten. Das hat oberste Prämisse.“

Als Breite der neuen Straße nannte er sechs Meter und als Gehwegbreite 1,50 Meter. Dabei ging er auf die erfolgten Absprachen mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach ein, auch in Bezug auf die erforderliche Entwässerungsrinne und die geplanten Sinkkästen. Abgestimmt werde noch die Regenwasserbeseitigung mit dem Wasserwirtschaftsamt Weiden.

Planungsstand und Abstimmungen mit Behörden

„Die Straße ist uneingeschränkt befahr- und belastbar“, war Wagner überzeugt, als er auf die entsprechenden Fragen aus dem Gremium hinwies. „Es ist heute nur eine Vorstellung der Planung“, sagte Bürgermeister Markus Bauriedl. Bis zu einer der nächsten Sitzungen wird das Ingenieurbüro Details klären und präsentieren.

Die sechste Änderung des Flächennutzungsplans mit der damit verbundenen ersten Änderung sowie Teilaufhebung und innerer Neuordnung des Bebauungsplans „Gewerbepark Waidhaus“ ist auf der Zielgeraden. So hat der Marktgemeinderat die eingegangenen Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange behandelt.

Öffentliche Auslegung und Beschlüsse zum Bebauungsplan

„Die öffentliche Auslegung ist abgeschlossen“, wies Klaus-Dieter Fels von der RF Ingenieurberatung GmbH, Nabburg, darauf hin. „Es sind 18 Beteiligungen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange eingegangen.“ Nach den Aussagen des Landschaftsplaners werden dabei die Grundzüge der Planung nicht berührt. „Es ist keine erneute Auslegung erforderlich“, fand Fels. So sah das auch der Marktgemeinderat, und beschloss keine weiteren Anpassungen. Das galt auch für den Feststellungsbeschluss.

Zoigltermine
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Ebenfalls 18 Beteiligungen sind laut Fels zur ersten Änderung mit Teilaufhebung und innerer Neuordnung des Bebauungsplans „Gewerbepark Waidhaus“ eingegangen. Umgesetzt ist seinen Worten zufolge die Herausnahme einer etwa sechs Hektar großen Fläche aus dem geplanten Einzugsbereich. Und so fasste das Kommunalgremium sowohl den Abwägungsbeschluss als auch die Zustimmung zur Satzung einschließlich Begründung und Umweltbericht.

Jahresrechnung 2024 ohne Beanstandungen

„Wir haben keine Unregelmäßigkeiten festgestellt und keine Beanstandungen“, sagte Manfred Schneider (SPD) zu der vom Rechnungsprüfungsausschuss vorgenommenen örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2024. Nach den Aussagen des Ausschuss-Vorsitzenden werden die Anregungen umgesetzt.

Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 6.611.002,13 Euro ab. Beim Vermögenshaushalt sind es 3.170.688,22 Euro. Schneider hob in seinem Bericht die vorzügliche Unterstützung der Verwaltung hervor, sodass die Feststellung der Jahresrechnung und die Entlastung – hier war der Erste Bürgermeister nicht stimmberechtigt – Formsache waren.

Bolzplatz-Antrag in Reinhardsrieth

Zum Antrag der SPD-Fraktion auf Errichtung eines Bolzplatzes in Reinhardsrieth wird die Verwaltung eine Umfrage starten. „In Reinhardsrieth besitzt der Markt keine geeigneten Flächen“, wies der Rathauschef darauf hin. „Vielleicht kann ja eine Privatperson eine Fläche zur Verfügung stellen.“

Etwa zehn Kilometer lang ist im Waidhauser Gemeindegebiet der „Eric-Frenzel-Trail“. Laut Bauriedl sind im Bereich des Naturparklands Oberpfälzer Wald 18 Rundwanderwege mit einer Gesamtstrecke von rund 270 Kilometern geplant. Während Vera Stahl (SPD) fand, dass das Wanderwegenetz ausreichend ist, sprach Zweiter Bürgermeister Josef Schmucker (UWG) von einer guten Idee.

Beschlüsse zu Kosten und Forstbetrieb

Am Ende stand mit Stahls Gegenstimme der Beschluss für die Variante mit der Beteiligung des Bauhofs mit Kosten von 19.428,19 Euro für Waidhaus. Den kommunalen Anteil bezifferte der Bürgermeister auf 8.283,20 Euro.

Einstimmigkeit war wieder beim Jahresbetriebsplan für den Körperschaftswald des Marktes angesagt. Als kalkulierten Ertrag nannte Bauriedl 3.846,50 Euro und als geplante Ausgaben mit Neuanpflanzungen und Nachbesserungen 17.439,15 Euro. „Das Defizit beträgt demnach 13.592,65 Euro“, sagte er. „Damit werden naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen für den Bebauungsplan ‚Sondergebiet Tank- und Rastanlage Waidhaus‘ umgesetzt.“

Bürgerumfrage und weitere Informationen

Einig waren sich die Ratsmitglieder auch, die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2025 im nächsten „Woihauser Gmoibladl“ vorzustellen. „Es haben sich 131 Bürgerinnen und Bürger beteiligt“, ließ der Bürgermeister wissen. Er informierte noch über eine freie Wohnung im Gebäude Kirchplatz 1 und kündigte an, den Antrag eines Bürgers für einen Fußgängerübergang mit Zebrastreifen im Bereich Bahnhof/Schulstraße in der nächsten Bauausschuss-Sitzung zu behandeln.