NoWa Bo in Weiden
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NoWa Bo in Weiden
Weiden. „Geduld ist eine Tugend“, lautet ein altes Sprichwort. Diese Geduld brachten die Genossen der Weidener SPD am letzten Donnerstag gerne auf – war doch der Grund dafür der Besuch eines besonderen Gastes: SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter Borjans war zuvor bei seiner Stippvisite in Oberfranken etwas länger hängen geblieben als vorgesehen.
Von Udo Fürst
Wegen der Verspätung blieben für das geplante Pressegespräch auch nur wenige Minuten Zeit, da Borjans schließlich danach noch seinen Hauptpart zu bestreiten hatte: ein Referat in der Max-Reger-Halle mit dem Titel „Zukunft beginnt vor Ort – mit mutigen Investitionen für starke Städte und Gemeinden“.
Keinen Krieg erleben müssen
Nach der Begrüßung durch SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sabine Zeidler, MdB Uli Grötsch und OB Kurt Seggewiß sprach NoWa Bo, wie Borjans von den Genossen kurz genannt wird, im Bräu-Saal darüber, wie er sich die Zukunft vorstellt. Er habe in seinem Leben noch keinen Krieg erleben müssen, sagte er und betonte: „Es ist das Wichtigste, dies auch der jungen Generation zu ermöglichen.“
Weitere Punkte des SPD-Vorsitzenden waren gleiche Lebensverhältnisse, Digitalisierung, Klimaschutz und Infrastruktur. Borjans: „Es wurde Jahrzehnte versäumt, in unsere Schulen, Straßen und Brücken zu investieren. Die schwarze Null kommt der nächsten Generation teuer zu stehen. Denn das alles gibt es nicht umsonst.“
Was sich Kommunen von Bundespolitik wünschen
Als Borjans von der schwarzen Null sprach, betrat Jens Meyer den Saal. Wenig später machte der SPD-Kandidat deutlich, was sich die Kommunen von der Bundespolitik wünschten: „Wir stehen alle vor großen Herausforderungen, haben aber zugleich eine Riesen-Schuldenlast zu stemmen. Zuschüsse sind zwar schön und willkommen, aber sie sollten nicht immer an bestimmte Projekte gebunden und schneller ausbezahlt werden.“
In Weiden seien unter SPD-Führung die Kinderbetreuungsplätze seit 2007 mehr als verfünffacht und viele Millionen Euro in Schulen investiert worden, sagte Meyer und betonte: „Das wollen wir vor allem in einer Zeit der Negativzinsen auch weiter tun.“
Von einer jungen Frau darauf angesprochen, was die SPD tun wolle, um die katastrophale Situation der Flüchtlinge in der Türkei und auf Lesbos zu verbessern, antwortete Borjans, dass man zeitnah eine Lösung finden müsse, um vor allem jungen, unbegleiteten Flüchtlingen zu helfen. Die SPD arbeite derzeit daran, eine Koalition der Willigen aus Bund, Ländern und Kommunen zu schmieden, die unabhängig von der Bereitschaft anderer Länder diese Menschen aufnehme.




