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Pleystein plant Marktplatzsanierung: Erste 500.000 Euro für 2027 vorgesehen

Pleystein.Die Neugestaltung des Marktplatzes nimmt Gestalt an: Pleystein will 2027 die ersten 500.000 Euro investieren. Auch Windkraftflächen, eine Photovoltaikanlage für den Bauhof und ein neuer Trinkwasserbrunnen beschäftigten den Stadtrat.

Pleystein.Die Neugestaltung des Marktplatzes nimmt Gestalt an: Pleystein will 2027 die ersten 500.000 Euro investieren. Auch Windkraftflächen, eine Photovoltaikanlage für den Bauhof und ein neuer Trinkwasserbrunnen beschäftigten den Stadtrat.
Das Gerüst an der Kreuzbergkirche in Pleystein wurde auch zur Reparatur der Turmuhr genutzt. Für die Uhr ist die Stadt zuständig, für das Gotteshaus die katholische Kirchenverwaltung. Foto: Walter Beyerlein

Pleystein plant Marktplatzsanierung: Erste 500.000 Euro für 2027 vorgesehen

Die Stadt Pleystein wird für das Regionalbudget 2027 des ILE-Zusammenschlusses Naturparkland Oberpfälzer Wald e.V. keine Maßnahmen anmelden. Das entsprechende Schreiben des ILE-Zusammenschlusses wird mit dieser Aussage entsprechend dem Beschluss des Stadtrates aus der Sitzung am 13. Oktober 2026 zurückgegeben. Gleichzeitig einigte sich der Stadtrat auf Anregung von Andrea Lang (CSU) darauf, das Schreiben des ILE-Zusammenschlusses an die Pleysteiner Vereine weiterzuleiten, falls aus diesem Kreis eine eigene Initiative entwickelt werden könnte.

Bürgermeister Werner Rieß gab eingangs der Sitzung am Dienstagabend Entscheidungen aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Demnach vergab das Gremium die Aufträge für Asphaltierungsarbeiten von Schafbruck nach Schafbruckmühle sowie für die Lichtplanung anlässlich der Umgestaltung des Marktplatzes und der damit verbundenen Aufstellung weiterer fünf bis sechs Leuchten.

Einstimmig erteilte der Stadtrat dann das gemeindliche Einvernehmen für die Bauanträge zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage auf dem Grundstück Flurnummer 45/2, Gemarkung Miesbrunn, und für den Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Heizkraftwerkes (Lagerhalle mit Heizraum) auf dem Grundstück Flurnummer 418, Gemarkung Bernrieth, im Ortsteil Schafbruck.

Erste 500.000 Euro für die Marktplatzsanierung

Für die Städtebauförderung 2027 meldet die Stadt Pleystein für die Neugestaltung des Marktplatzes und der Steingasse bei Gesamtkosten von zehn Millionen Euro für das kommende Jahr zu erwartende Ausgaben in Höhe von 500.000 Euro an. Für das kommunale Förderprogramm „Innen statt Außen“ werden im neuen Jahr Ausgaben von 50.000 Euro erwartet. Der entsprechende Beschluss erging einstimmig.

In diesem Zusammenhang erklärte Bürgermeister Werner Rieß auf Anfrage aus dem Gremium, dass der erste Schritt für die Umgestaltung des Marktplatzes die Neuverlegung der Wasserleitung und des Regenwasserkanals sein werde. Eine weitere Frage betraf die mögliche Aufnahme der ersten Kosten in Höhe von 500.000 Euro in den Haushaltsplan 2027. Dazu meinte Pleysteins Stadtoberhaupt, er sei zuversichtlich, diesen Betrag im Haushalt 2027 „unterzubringen“.

Windkraftflächen erneut auf dem Prüfstand

Erneut ist die Stadt Pleystein gefordert, Flächen für die Windkraftnutzung zu benennen. Bürgermeister Werner Rieß sieht hier die Notwendigkeit, entsprechende Flächen anzugeben, um zu vermeiden, dass im Falle des Fehlens von Vorrangflächen alle passenden Flächen für Windkrafträder als geeignet betrachtet werden.

Witron – Nachmittag der Ausbildung
Witron – Nachmittag der Ausbildung

„Diese wiederholte Meldung ist für uns eine Art Beschäftigungstherapie“, meinte Andrea Lang (CSU). Bei der Entscheidung in der Stadtratssitzung im Oktober 2022 beschloss der Stadtrat seinerzeit mit 8:5 Stimmen, eine Fläche am Mitterberg mit einer Größe von knapp 73 Hektar zu melden. Damit verbunden war auch der klare Hinweis, dass die Wasserschutzgebiete Miesbrunn und Reinhardsrieth auszuklammern seien. Analog der damaligen Entscheidung beschloss der Stadtrat auch für die erneute Meldung von Vorschlagsflächen, dem damaligen Beschluss zu folgen.

Stadtrat entscheidet sich für Trinkwasserbrunnen aus Stahl

Noch sind über die Neugestaltung des Marktplatzes keine ins Detail gehenden Planungen bekannt. Doch unabhängig davon hatte der Stadtrat über das Aussehen eines geplanten Trinkwasserbrunnens zu entscheiden. Dazu zeigte Geschäftsleiter Günther Gschwindler auf der Leinwand mehrere Möglichkeiten.

Einstimmig entschied sich der Stadtrat für die „Stahlversion 2“, deren markantestes Kennzeichen der Abschluss des Wasserauslasses nach unten ist, sodass problemlos Trinkflaschen oder Trinkgefäße gefüllt werden können. Kosten für den Trinkwasserbrunnen wurden nicht genannt.

JU will Leuchtenauswahl erneut prüfen lassen

Die JU-Fraktion hat einen Antrag auf erneute Prüfung der Leuchtenauswahl im Zuge der Marktplatzsanierung hinsichtlich des Wartungsvertrages mit der Bayernwerk Netz GmbH gestellt. Das Problem ist, dass neue Lampen möglicherweise nicht vom Unterhaltsvertrag mit der Bayernwerk Netz GmbH erfasst werden.

Eine Aussage seitens der Bayernwerk Netz GmbH steht noch aus. Bürgermeister Werner Rieß meinte dazu, dass ein Austausch der beschlossenen Lampen notwendig werden könnte, sollte eine Unterhaltung durch die Bayernwerk Netz GmbH abgelehnt werden.

Photovoltaikanlage für den Bauhof geplant

Die JU-Fraktion hat einen Antrag auf zeitnahe Installation einer Photovoltaikanlage mit Speicher auf den Gebäuden des städtischen Bauhofes eingereicht. Als Begründung wurden der hohe Stromverbrauch, die dafür gut geeigneten Dachflächen und der mögliche Wegfall der Einspeisevergütung ab 2027 genannt.

Bürgermeister Werner Rieß erklärte dazu, dass im Haushaltsplan 2026 für eine derartige Maßnahme 30.000 Euro enthalten seien. Thomas Gallitzendörfer (JU) sprach sich klar für die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bauhofes aus, auch wenn dafür ein Kredit aufgenommen werden müsste.

Wolfgang Helm (SPD) machte deutlich, dass mit dieser Maßnahme nicht die Umgestaltung des Marktplatzes infrage gestellt werden dürfe. Christoph Müllhofer (CSU) regte an, mit einer Entscheidung abzuwarten, bis die angeforderten Angebote vorliegen.

Mit 12:3 Stimmen beschloss der Stadtrat, Bürgermeister Werner Rieß zu ermächtigen, den Auftrag für die Errichtung der Photovoltaikanlage zu erteilen, sofern das entsprechende Angebot mit den im Haushaltsplan zur Verfügung stehenden Mitteln umsetzbar ist.

Haushalt der Kindertageseinrichtung genehmigt

Einstimmig erteilte der Stadtrat seine Zustimmung zum Haushaltsplan 2026 mit Stellenplan für die Kindertageseinrichtung mit Krippe St. Elisabeth. Das Ergebnis mit einem leichten Überschuss zeige die Zufriedenheit mit dem Träger und der Geschäftsführung.

Renovierung der Turmuhr deutlich teurer

Der Zwischenbericht zu den über- und außerplanmäßigen Ausgaben 2026 zeigte eine Überschreitung gegenüber dem Haushaltsplan um 91.828 Euro. Dazu trägt unter anderem die Renovierung der Turmuhr der Kreuzbergkirche bei.

Vorgesehen waren dafür 1.100 Euro, unterm Strich beliefen sich die Kosten auf 13.013 Euro. Bürgermeister Werner Rieß sah aufgrund des aufgestellten Gerüstes anlässlich der Außenrenovierung des Gotteshauses den richtigen Zeitpunkt auch für die Renovierung der Turmuhr.

Weitere Beschlüsse des Stadtrates

Einstimmig beschloss der Stadtrat die Teilnahme an der Finanzierung der Fachstelle für pflegende Angehörige im Jahr 2027. Dafür wird ein Betrag von 1.529 Euro fällig.

Ebenfalls einstimmig beschloss der Stadtrat die neue Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Pleystein.

Einstimmig als neuer Feuerwehrkommandant der Feuerwehr Spielhof bestätigt wurde Matthias Fux, geb. Weig, als dessen Vertreter Andreas Puff.

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