Sorge um Arbeitsplätze der US-Zivilbeschäftigten in der Oberpfalz

Sorge um Arbeitsplätze der US-Zivilbeschäftigten in der Oberpfalz
US-Verteidigungsminister Hegseth hatte Anfang Mai verkündet, die USA würden binnen zwölf Monaten etwa 5.000 ihrer Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland abziehen. Davon betroffen wären voraussichtlich vor allem Standorte in der Oberpfalz. Ein Teilabzug der Truppen hätte massive Auswirkungen auf die Region und die deutschen Ortskräfte, die an den Standorten eingesetzt sind.
Möglicher US-Teilabzug trifft die Oberpfalz
Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Carolin Wagner hat am heutigen Mittwoch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Dr. Nils Schmid, MdB, Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaft ver.di über den aktuellen Stand der Lage informiert.
Aussagen von Wagner und ver.di zur Lage
Dr. Carolin Wagner, MdB, äußert sich wie folgt: „Sollten die USA ihre Ankündigung wahrmachen, sind Arbeitsplätze der deutschen Zivilbeschäftigten in Gefahr! Es ist daher ein gutes Signal, dass die Bundesregierung sich der Sorgen und Ängste der Beschäftigten bewusst ist und ein offenes Ohr für die Anliegen der Region hat. Bislang gibt es keine konkreten Hinweise, dass ein Truppenabzug unmittelbar bevorsteht.“ „Wir sind für alle Eventualitäten vorbereitet. Unsere Tarifverträge zur sozialen Absicherung bieten Sicherheit, und wir ringen um klare Perspektiven für die betroffenen Beschäftigten an den Standorten“, ergänzt Nils Kammradt, der zuständige Fachgruppenleiter der ver.di-Bundesverwaltung.
Übernahme der Zivilbeschäftigten durch Bundeswehr als Option
Sollten sich die Abzugspläne aber verdichten, regt Dr. Wagner an, dass die Zivilbeschäftigten von der Bundeswehr übernommen werden. Die Standorte Weiden und Pfreimd liegen in der Nähe der Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels, die zu den modernsten in Deutschland gehören. Hier könnte ein Schwerpunkt des Aufwuchses der Heeresreserve liegen. Dies würde den Zivilbeschäftigten eine Perspektive bieten und wäre eine schlanke Lösung für die Ertüchtigung der Bundeswehr.
Der Geschäftsführer der ver.di-Oberpfalz, Alexander Gröbner, fügt an: „Wir sind an der Seite der Beschäftigten und von der Attraktivität der Standorte in der Oberpfalz für die Stationierungsstreitkräfte, eingebunden in die NATO, überzeugt. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind mit Herzblut bei ihrer Arbeit und gemeinsam stehen wir für den Erhalt der Arbeitsplätze vor Ort. Hierfür setzen wir uns als ver.di ein, vor Ort in der Region, in Bayern und selbstverständlich auch auf Bundesebene.“
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