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SPD setzt auf Teamgeist bei Kommunalwahl in Neustadt

Neustadt/WN. Am 27. Februar hat der SPD-Kreisverband seinen Wahlkampf im „Weißen Rößl“ beschlossen. Volles Haus, Botschaften: Teamgeist, fairer Ton, Familienfreundlichkeit und der Ruf nach „Wähltfrauentag“ prägten den Abend.

Neustadt/WN. Am 27. Februar hat der SPD-Kreisverband seinen Wahlkampf im „Weißen Rößl“ beschlossen. Volles Haus, Botschaften: Teamgeist, fairer Ton, Familienfreundlichkeit und der Ruf nach „Wähltfrauentag“ prägten den Abend.
Foto: Gregor Forster

SPD setzt auf Teamgeist bei Kommunalwahl in Neustadt

Neustadt/WN. Am 27. Februar fand in der traditionsreichen Glasschleiferkneipe „Weißes Rößl“ in Neustadt/WN der Wahlkampfabschluss des SPD-Kreisverbandes statt. Zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten der Kreistagsliste, Landratskandidat Tino Bayer sowie Unterstützerinnen und Unterstützer sorgten für ein volles Haus und eine spürbar positive Atmosphäre.

Geschlossene Stimmung beim SPD-Wahlkampfabschluss

Neben Tino Bayer ergriff auch Sarah Lehner, Ortsvereinsvorsitzende des OV Weiden West und ehemalige Bundestagskandidatin, das Wort. Sie hob die enge und konstruktive Zusammenarbeit der SPD-Untergliederungen in Stadt und Landkreis hervor. Dieses Miteinander sei ein starkes Fundament für die anstehende Kommunalwahl. Lehner wünschte allen Kandidierenden viel Erfolg und betonte den Teamgedanken innerhalb des Kreisverbandes.

Teamgeist und Zusammenarbeit im Fokus

Landratskandidat Tino Bayer unterstrich in seiner Rede erneut sein zentrales Ziel: den Landkreis zum familienfreundlichsten Landkreis der Region zu entwickeln. Dazu brauche es verlässliche soziale Strukturen, gute Bildungsangebote und eine nachhaltige Infrastruktur. Bayer dankte ausdrücklich allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die in den vergangenen Wochen plakatiert, Flyer verteilt und zahlreiche Gespräche geführt haben.

Auch Karolina Forster, Kreisrätin und zur weiteren Stellvertreterin des Landrats gewählt sowie Bürgermeisterkandidatin in Eschenbach, sprach zu den Gästen. Sie betonte die Bedeutung von Fairness im Wahlkampf unter den demokratischen Parteien. Politischer Wettbewerb müsse klar in der Sache, aber respektvoll im Ton geführt werden. Forster zeigte sich zuversichtlich, dass die SPD-Fraktion auch künftig mit einer starken Zahl an Kreisrätinnen und Kreisräten Verantwortung übernehmen könne, um den Landkreis weiter voranzubringen. Die aktuelle Koalition mit der CSU habe bewiesen, was möglich sei, wenn konstruktive Kräfte gemeinsam an Lösungen arbeiteten.

Foto: Gregor Forster
Foto: Gregor Forster
Foto: Gregor Forster
Foto: Gregor Forster
Foto: Gregor Forster

BayernSPD setzt auf kommunale Stärke

Hauptreferentin des Abends war die Generalsekretärin der BayernSPD, Kathrin Pollack. In einer nahbaren und zugleich klaren Rede betonte sie die feste Verankerung der SPD in der bayerischen Kommunalpolitik. Mit über 170 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, zwölf Oberbürgermeistern und drei Landräten trage die SPD in vielen Regionen Verantwortung. Ein beträchtlicher Teil der bayerischen Bevölkerung sei damit in sozialdemokratischer Hand vertreten.

Pollack erinnerte zudem daran, dass der Freistaat Bayern 1918 ohne das Zutun der SPD in seiner heutigen Form nicht entstanden wäre. Zugleich machte sie auf ein strukturelles Defizit aufmerksam: die Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik. Zwar bestehe die Bevölkerung zu über 50 Prozent aus Frauen, doch von knapp 40.000 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern im Freistaat seien lediglich 9.046 Frauen. Nur in etwa jedem zehnten bayerischen Rathaus sitze eine Bürgermeisterin. Auch in den Kommunalparlamenten sei die Lage kaum besser.

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Mehr Frauen in der Kommunalpolitik gefordert

Deshalb rief Pollack dazu auf, die anstehende Kommunalwahl am Weltfrauentag parteiübergreifend als „Wähltfrauentag“ zu begreifen.

Im Schlusswort unterstützte die Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler dieses Anliegen ausdrücklich. Sie dankte allen Helferinnen und Helfern für ihren engagierten Einsatz im Wahlkampf und mahnte zugleich zum demokratischen Zusammenhalt.

Appell an demokratischen Zusammenhalt

Mit Blick auf den jüngsten Angriff auf den Landratskandidaten Simon Escher-Herzog in Neustadt/WN warnte Bäumler vor einer gefährlichen Verschiebung demokratischer Normen. Solche Vorfälle könnten dazu führen, dass sich künftig weniger Menschen trauten, Verantwortung in kommunalen Ämtern zu übernehmen.

Der Abend endete mit intensiven Gesprächen, klaren politischen Botschaften und einer geschlossenen Mannschaft. Das „Weiße Rößl“ war bis auf den letzten Platz gefüllt.