Viele Ideen für die Zukunft der Stadt Burglengenfeld

Viele Ideen für die Zukunft der Stadt Burglengenfeld
Was schätzen die Menschen an Burglengenfeld, wo sehen sie Handlungsbedarf und welche Themen beschäftigen sie mit Blick auf die Zukunft? Mit diesen Fragen haben sich Teilnehmer des „Gemeindetreff für alle“ im evangelischen Gemeindehaus auseinandergesetzt. Pfarrer Gottfried Tröbs hat die dabei gesammelten Rückmeldungen nun gemeinsam mit den Teammitgliedern Ingrid Passarello und Elisabeth Jawork Bürgermeister Martin Antretter vorgestellt und damit eine Diskussion über die weitere Entwicklung der Stadt angestoßen.
Verbundenheit mit Burglengenfeld
Die Rückmeldungen zeigen zunächst eine große Verbundenheit mit Burglengenfeld. Genannt wurden unter anderem die Natur, die historische Altstadt, der Marktplatz, die Uferpromenade und die Burg als Wahrzeichen der Stadt. Auch das Bulmare, das Kino, die Stadtbücherei, die Schulen, die medizinische Versorgung, Gastronomie sowie Kultur- und Freizeitangebote wurden positiv hervorgehoben. Ebenso schätzen die Teilnehmer die kurzen Wege ins Grüne, die Angebote für verschiedene Altersgruppen und den persönlichen Kontakt untereinander. „Man kennt sich“, heißt es in der Zusammenstellung.
Konkrete Wünsche: Mobilität, Radverkehr, Spielplätze, Internet
Gleichzeitig wurden zahlreiche konkrete Wünsche formuliert. Dazu gehören eine bessere Anbindung im öffentlichen Nahverkehr, eine mögliche Eisenbahnverbindung, Verbesserungen beim Radverkehr und bei den Spielplätzen sowie schnelleres Internet. Auch die Situation für Fußgänger und Radfahrer in der Innenstadt wurde angesprochen. Weitere Themen waren Parkmöglichkeiten, die Preise im Parkhaus und bessere Einkaufsmöglichkeiten in der Vorstadt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Innenstadtentwicklung. Die Teilnehmer wünschten sich unter anderem mehr Engagement für den Einzelhandel, ein aktiveres Leerstandsmanagement und Lösungen für verfallende Gebäude. Auch zusätzliche Arbeitsplätze vor Ort wurden angesprochen. Ziel müsse es aus Sicht der Teilnehmer sein, Arbeitsplätze stärker für Menschen aus der Stadt zugänglich zu machen und damit lange Arbeitswege zu vermeiden.
Kultur, Freizeit und gesellschaftliches Miteinander
Auch beim Thema Kultur und gesellschaftliches Miteinander gab es Anregungen: Genannt wurden mehr Kulturveranstaltungen, zusätzliche Freizeitangebote für Kinder, weitere Flohmärkte sowie Möglichkeiten für Begegnung und Austausch. Auch ein besseres Informationsangebot zur Nachbarschaftshilfe und ein Ausflug für Neubürger durch die Ortsteile wurden angeregt.
„Ich finde es wichtig, solche Rückmeldungen ernst zu nehmen und miteinander darüber ins Gespräch zu kommen“, sagt Bürgermeister Martin Antretter. „Nicht jeder Wunsch lässt sich kurzfristig umsetzen. Aber gerade die unterschiedlichen Sichtweisen geben uns wichtige Hinweise darauf, welche Themen die Menschen vor Ort beschäftigen.“
Kommunalpolitik: Wunsch nach Sachlichkeit im Stadtrat
Auch die Zusammenarbeit in der Kommunalpolitik wurde angesprochen. Unter den Rückmeldungen findet sich der Wunsch nach „weniger Streitereien im Stadtrat“. Für Antretter ist der offene Austausch ein wichtiger Bestandteil kommunaler Arbeit: „Wir werden nicht bei jeder Frage einer Meinung sein. Entscheidend ist, dass wir sachlich miteinander diskutieren und dabei das Wohl unserer Stadt im Blick behalten.“
Schließlich bot der Bürgermeister an, bei einem der nächsten Termine des „Gemeindetreff für alle“ mit den Teilnehmern persönlich über ihre Anregungen und Wünsche ins Gespräch zu kommen, was Pfarrer Tröbs sehr begrüßte.
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