Warnstreik bei AOK Bayern in Regensburg, Amberg und Cham am 10. März

Warnstreik bei AOK Bayern in Regensburg, Amberg und Cham am 10. März
Angebot nicht verhandelbar: ver.di ruft die Beschäftigten der AOK Bayern an allen Standorten zum gan
Die zweite Verhandlungsrunde der Entgelttarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft AOK am 17. und 18. Februar 2026 brachte keine Einigung. Das erste vorgelegte Arbeitgeberangebot liegt deutlich unter den Erwartungen der Beschäftigten. ver.di fordert eine Entgelterhöhung von 7,5 Prozent, mindestens aber 375 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, sowie eine Erhöhung der Sozialzuschläge um ebenfalls 7,5 Prozent. Für die Auszubildenden und dualen Studierenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütung um 150 Euro. Von den „Gesundheitskassen“ fordert die Gewerkschaft zudem eine Weiterentwicklung und Erhöhung des Gesundheitszuschusses. In der zweiten Verhandlungsrunde hat die TG-AOK folgendes Angebot vorgelegt:
- 0 Prozent mehr vom 1. Januar bis 30. Juni 2026
- ab 1. Juli 2026: 2 Prozent Tabellensteigerung; 40 Euro für die Auszubildenden und dualen Studierenden
- ab 1. Juli 2027: 2 Prozent Tabellensteigerung; 40 Euro für Auszubildende und duale Studierende
Gewerkschaft kritisiert Arbeitgeberangebot
Aus Sicht der Beschäftigten ist das Angebot nicht verhandelbar. Gerade bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen besteht immer noch Nachholbedarf gegenüber den anderen Kassen. Die ver.di-Bundestarifkommission hat daher weitere Warnstreiks im gesamten Bundesgebiet beschlossen. „Gerade in Zeiten von hohen Verwaltungskosten im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung erwarten wir, dass die Kassen sich nicht auf dem Rücken der Beschäftigten gesund sparen, sondern die jahrelang hochwertige Arbeit wertschätzen. Dennoch leisten die Beschäftigten ‚mit dem grünen Blut‘ täglich gute Arbeit zugunsten der Versicherten. Bei stetig steigenden Lebenshaltungskosten muss diese Leistung der Beschäftigten durch eine Erhöhung der Vergütung über dem Inflationsausgleich wertgeschätzt werden“, fasst Jens Gotthardt, ver.di-Gewerkschaftssekretär, die aktuelle Situation zusammen. „Die Arbeit wird immer anspruchsvoller und die AOK-Mitarbeiter leisten hervorragende Arbeit. Natürlich gibt es Lob dafür. Wenn das Angebot der Arbeitgeberseite so die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden wiedergibt, dann gute Nacht!“, kritisiert Thomas Hermann, ver.di-Vertrauensmann, dieses Angebot.
Warnstreik am 10. März in Bayern
Um den Forderungen und Erwartungen der Beschäftigten und Nachwuchskräfte bei der AOK Bayern Nachdruck zu verleihen und deren Enttäuschung sichtbar zu machen, ruft ver.di Bayern für Dienstag, den 10. März zum ganztägigen Warnstreik auf.
In der Oberpfalz treffen sich die Streikenden ab 9 Uhr vor der AOK-Direktion in Amberg zu einer Kundgebung. Weitere Streikposten finden sich vor den AOK-Direktionen Regensburg und Cham jeweils von 9 bis 10 Uhr ein.
Für die Versicherten ist mit Einschränkungen der Telefonie und mit Schließungen der Geschäftsstellen in der gesamten Oberpfalz zu rechnen.




