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Pflegende Angehörige im Fokus bei ver.di-Senioren in Weiden

Weiden. Pflegende Angehörige tragen die Hauptlast der Pflege – das prägte die Versammlung der ver.di-Senioren. Referent Andreas Wagmüller von der Caritas Vohenstrauß gab Einblick in Beratung, Entlastung und Hürden.

Weiden. Pflegende Angehörige tragen die Hauptlast der Pflege – das prägte die Versammlung der ver.di-Senioren. Referent Andreas Wagmüller von der Caritas Vohenstrauß gab Einblick in Beratung, Entlastung und Hürden.
Bild: Josef Schaumberger

Pflegende Angehörige im Fokus bei ver.di-Senioren in Weiden

Ohne pflegende Angehörige wäre unser Pflegesystem bereits jetzt gescheitert. Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention werden in Bayern acht von zehn Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt, meist von ihren Angehörigen. Das Thema Pflege war Mittelpunkt der Monatsversammlung im Juni der ver.di-Senioren (Post, Spedition und Telekom) im Café Mitte, Am Stockerhutpark, in Weiden. Als Referent führte Andreas Wagmüller (Leiter der Fachstelle für pflegende Angehörige bei der Caritas-Sozialstation in Vohenstrauß) durch den Vortrag. Die soziale Pflegeversicherung ist eine tragende Säule in der Sozialversicherung. Wann pflegebedürftige Menschen Leistungen aus der Versicherung bekommen und welche Leistungen das sind, hängt von der Dauer der Pflegebedürftigkeit, vom Pflegegrad und von der Art der Pflege ab.

Pflege im Fokus: ver.di-Senioren diskutieren in Weiden

Die pflegenden Angehörigen übernehmen eine Mammutaufgabe, die ihnen viel abverlangt. Häufig geraten sie an ihre Grenzen, ihre eigenen Bedürfnisse rücken in den Hintergrund und die Versorgung und Pflege des Angehörigen wird zum Lebensmittelpunkt.

Angesichts dessen haben die ILE-Kommunen im Naturparkland Oberpfälzer Wald gemeinsam mit der Caritas-Sozialstation Vohenstrauß eine Fachstelle für pflegende Angehörige ins Leben gerufen. Eines der Ziele der Fachstelle ist es, die psychische und physische Gesundheit der Pflegenden zu erhalten und die häusliche Situation stabil zu halten.

Beratung, Unterstützung und Vernetzung vor Ort

Erreicht wird dies durch Beratung in allen Anliegen rund um die Pflege und Betreuung zu Hause sowie zur Pflegeversicherung. Die Fachstelle unterstützt außerdem bei anfallendem Schriftverkehr sowie bei Antragstellungen. Zudem werden alle notwendigen Kontakte zu den vorhandenen Hilfsangeboten, Pflegeeinrichtungen und Vereinen hergestellt und miteinander verknüpft.

Die Fachstelle führt Sprechstunden in den jeweiligen Rathäusern vor Ort durch; Termine zu anderen Zeiten oder Hausbesuche sind nach Absprache möglich. Ebenfalls sind Online-Termine möglich.

In der Diskussion wurden folgende Probleme besprochen: schlechte Erfahrungen mit dem Gutachter zur Einstufung des Pflegegrades, Probleme bei der Kurzzeitpflege, bürokratischer Aufwand und beabsichtigte Kürzungen bei Leistungen aus der Pflegeversicherung.

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