Basketball: Pressath feiert zweiten Saisonsieg gegen Würzburg
Basketball: Pressath feiert zweiten Saisonsieg gegen Würzburg
Basketball Bayernliga Nord
DJK Pressath – TG Würzburg 2 72:63 (13:12/18:13/24:14/17:24)
Zäher Start trotz physischer Vorteile
Die Halle war voll, doch Pressath startete nervös in die Bayernliga-Partie gegen die jungen und athletischen Gäste aus Würzburg. Das Team von Coach Christopher Fritsch war körperlich klar im Vorteil, spielte das aber zu selten aus. Zwar führte man schnell mit 8:3, doch die Gäste glichen innerhalb kürzester Zeit aus. Defensiv hielt man Würzburg gut in Schach, offensiv stand man sich dagegen oft selbst im Weg und ging zu leichtfertig mit offenen Würfen um.
Mit 13:12 ging es in die erste Viertelpause. Das zweite Viertel verlief ähnlich: Die Zonenverteidigung funktionierte, offensiv kam man gegen die Ganz-Feld-Verteidigung der Gäste aber nicht in die Spielzüge. Nach 23:14 (vierte Minute) kam Würzburg wieder heran, zur Halbzeit hieß es 31:25. Die Gastgeber waren leicht besser, belohnten sich aber nicht.
Beste Phase im dritten Viertel
Als Würzburg die Verteidigung auf Zone umstellte, bereitete das Pressath nur kurz Probleme. Nach einer Auszeit von Coach Fritsch war man wieder organisiert, und es folgte die beste Phase des Spiels. Offensiv belohnte sich das Team endlich für die harte Arbeit, dominierte die Rebounds und kam so zu leichten Punkten. Zum Ende des dritten Viertels führte Pressath mit 55:39.
Personell musste die DJK dabei auf Kareem Barnwell, Sebastian Reindl und Florian Baumüller (alle beruflich) sowie den verletzten Bastian Schmidt verzichten. Gabriel Schraml half aus der zweiten Mannschaft aus, Jonas Meißner gab nach längerer Pause sein Comeback.
Zittern am Ende, Blick nach Bayreuth
Gewarnt durch die erste Halbzeit blieb Pressath wachsam, und der Vorsprung hielt zunächst (64:47 nach fünf Minuten). Doch Würzburg gab nicht auf, attackierte schnell den Korb und verkürzte mit zwei schnellen Dreiern zwei Minuten vor Schluss auf 68:60. Näher kamen die Gäste nicht mehr: Offensiv punkteten Enrico Meier und Mike Molina, defensiv hielt man den Laden dicht. Am Ende stand es 72:63.
Coach Fritsch fasste zusammen: „Kein schöner Sieg, aber ein ‚Win is a Win‘.“ Die körperlichen Vorteile habe man nur teilweise genutzt, der Sieg gehe aber in Ordnung. Die Defensive sei deutlich besser gewesen als in der Vorwoche gegen Weiden, nun müsse auch offensiv der nächste Schritt folgen. Besonders an der Freiwurf- und der Dreierquote müsse gearbeitet werden, ein Dreier im ganzen Spiel sei zu wenig. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen liegt Pressath im Soll und hat mit den unteren Plätzen vorerst nichts zu tun. Am kommenden Samstagabend wartet aber schon der nächste harte Brocken: Beim Aufsteiger SAAS Bayreuth wird es auswärts sicher kein leichtes Unterfangen.
Für Pressath spielten
Mike Molina, Steven Cruz, Enrico Meier, Sebastian Fritsch, Noah Göppner, Thomas Kuchinka, Darnell Linsey, Jonas Meißner, Gabriel Schraml, Wolfgang Kneidl




