Blue Devils Weiden verspielen Auftaktsieg in der Endphase
Blue Devils Weiden verspielen Auftaktsieg in der Endphase
Blue Devils Weiden – ECDC Memmingen 3:4 n.V (2:0,1:1,0:2,0:1)
Zum ersten Heimspiel der neuen DEL 2 – Saison 2025/2026 empfingen die Blue Devils Weiden den ECDC Memmingen. Die Indians absolvierten am Freitagabend ihr erstes DEL 2 – Spiel der Geschichte. Dabei schlug sich der Aufsteiger und Meister aus der Oberliga wacker und erkämpfte sich in der Schlussphase sogar einen 4:3 – Sieg nach Verlängerung. Der Sieg der Indians war dabei zwar spät, aber bei einem Schussverhältnis von 45:27 sicherlich nicht unverdient.
Im Aufgebot der Oberpfälzer fehlte der langzeitverletze Stammtorhüter Michael McNiven, der zwischen den Pfosten von Patrik Mühlberger ersetzt wurde. Ansonsten liefen die Blue Devils bis auf Luca Gläser und Georg Thal komplett auf und konnten vier Reihen stellen. Auch der zuletzt verletzte Filip Reisnecker und Neuzugang Lukas Ribarik waren im Line-Up.
Brayden Tracey feiert Traumstart
Nach einer durchwachsenen Vorbereitungsphase mit nur einem Sieg und viele Unruhen im Umfeld standen bei Fans und Spielern viele Fragezeichen, wie denn der Start in die Saison verläuft. Zunächst kamen die Gäste wacher aus der Kabine und hatten die ersten kleineren Chancen. Nachdem beide Teams die erste Unterzahl ohne Gegentor überstanden schlug die Stunde von Neuzugang Brayden Tracey. Der Kanadier erzielte kurz nach dem die Blue Devils wieder komplett waren den ersten Treffer der Saison (12.). Der Treffer brachte Weiden sichtlich Rückenwind und kurz vor der ersten Pause erklang das neue Torlied “ Baila, Baila“ in der Hans-Schröpf-Arena erneut. Wieder war es Tracey, der eiskalt zum 2:0 – Pausenstand (20.) einnetzte. Zu beiden Toren lieferten seine Reihenpartner Alex-Olivier Voyer und Michael Regush die Vorlagen.
Ausgeglichenes zweites Drittel
Auch in das 2. Drittel starteten die Indians besser und belohnten sich schnell mit dem Anschlusstreffer. Leon van der Linde (23.) erzielte das erste Saisontor und ließ die zahlreichen und lauten Schlachtenbummler aus dem Allgäu jubeln. Die Blue Devils erhöhten die Schlagzahl, mussten aber immer wieder bei schnellen Gegenangriffen aufpassen. So entwickelte sich ein ausgeglichenes zweites Drittel in dem erneut Tracey das letzte Wort hatte. Nach einer Strafzeit gegen Thiel zeigte der Flügelstürmer, dass er es auch in Überzahl kann und traf zum 3:1(33.). Memmingen spielte danach nochmal gut nach vorne, scheiterte aber immer wieder am starken Weidener Schlussmann Patrik Mühlberger.
Späten Nackenschläge sorgen für den Ausgleich
Die doch etwas enttäuschende Kulisse von 1906 Zuschauern ging natürlich mit klaren Siegerwartungen in das Schlussdrittel. Dort passierte zunächst nicht viel, ehe der ECDC in den letzten zehn Minuten klar den Druck erhöhte und auf den Ausgleich drängt. Gästetrainer Daniel Huhn nahm früh seinen Goalie Michael Bitzer vom Eis und stellte mit einem sechsten Feldspieler eine Überzahl her. Der Mut wurde mit den späten Toren von Matteo Genaro (57./59.) mit dem Ausgleich belohnt.
Siegtreffer in Unterzahl
Mit dem 3:3 nach 60 Minuten sicherten sich beide Teams den ersten Punkt der Saison. Die Verlängerung startete ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Mitte der Extra-Zeit leistete sich Memmingen zwei Strafzeiten und die Blue Devils hatten in Überzahl durch Voyer und Tracey beste Chancen auf den Siegtreffer. Den machte dann aber Leon Fern auf der anderen Seite und das obwohl die Memminger in dieser Phase nur vier Feldspieler auf dem Eis hatten.
Den Blue Devils bietet sich die schnelle Möglichkeit die Niederlage vergessen zu machen, am Sonntag geht die Reise nach Hessen. Der dortige Gastgeber EC Bad Nauheim verlor sein Auftaktspiel ebenfalls mit 4:3 in Freiburg.



