Abgezockte Eisbären Regensburg zu stark für die Blue Devils
Abgezockte Eisbären Regensburg zu stark für die Blue Devils
DEL 2, 5. Spieltag
Blue Devils Weiden – Eisbären Regensburg 2:5 (1:3, 1:1, 0:1)
Tore: 1. Min. Torry Trevino (Tyler Ward) 0:1, 5. Min. Kevin Slezak (PP1) 0:2, 10. Min. Vladislav Filin 1:2, 18. Min. Samuel Payeur (PP1) 1:3, 25. Min. Braden Tracey (Calvin Pokorny, Mario Scalzo) 2:3, 26. Min. Donat Peter 2:4, 52. Min. Payeur 2:5. – Strafminuten: Drvils: 12. Eisbären: 8. –Zuschauer: 2455. – Die Eisbären Regensburg bleiben eishockeytechnisch die Nummer 1 in der Oberpfalz. Im ersten Derby der Saison waren sie den tapfer kämpfenden, aber spielerisch limitierten Gastgebern in fast allen Belangen überlegen und feierten einen auch in der Höhe völlig verdienten Sieg.
Gäste starten wie die Feuerwehr
Die favorisierten Domstädter starteten in die Partie wie die Feuerwehr: schnell, direkt und mit viel Zug zum Tor. Das sollte sich früh auszahlen. Schon nach 28 Sekunden markierte Eisbären-Torjäger Trevino auf Vorlage des Ex-Weideners Tyler Ward die Gästeführung. Nur vier Minuten später nutzte Slezal das erste Regensburger Überzahlspiel zum 0:2. Die Gastgeber fanden bis hierher überhaupt nicht statt, erstarrten vor den Regensburgern wie das Kaninchen vor der Schlange. Als Vlad Filin allerdings Gästegoalie Autio schlitzohrig zum Anschlusstreffer überwand, wachten die Weidener auf und auch die Heimfans wurden wieder lauter. Langsam kamen die Blauen Devils besser ins Spiel. So richtig gefährlich wurden sie aber nicht, die wenigen harmlosen Schüsse waren für den sicheren Gästegoalie Oskar Autio kein Problem.
Als Filin mit einer harten Zwei-Minuten-Strafe in die Kühlbox musste, schlugen die Eisbären im Stile einer Spitzenmannschaft zum zweiten Mal in Überzahl und dank der Mithilfe von Devils-Goalie Mühlberger zu und stellten verdient den alten Abstand wieder her. Was erneut deutlich wurde und kritisiert werden muss: Die Blue Devils kassieren einfach zu viele dumme Strafen und mussten das in Abschnitt 1 mit gleich zwei Unterzahl-Toren bitter büßen.
Braden Traceys Tor zu wenig
Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Spiel: Die Blue Devils versuchten es mit ihren Mitteln und kamen durch ein herrliches Tor von Goldhelm Braden Tracey wieder auf ein Tor heran. Doch erneut bewiesen die Gäste, warum sie heuer zum engeren Favoritenkreis zählen. Nur knapp zwei Minuten nach dem 2:3 stellte Donut Peter mit einem sehenswerten Treffer den alten Abstand wieder her. Regensburg agierte hier einfach reifer, zeigte ein klares Spielsystem und war auch technisch reifer. Obwohl Weiden viel versuchte, blieben die Gäste am Drücker und hatten die klareren Möglichkeiten. So scheiterte unter anderem Tyler Ward am Torgestänge. Mit einem verdienten Vorsprung für Regenebsugr ging es in die letzte Pause.
Regensburg deutlich überlegen
Die Gäste hatten keine große Mühe, ihre Führung im letzten Abschnitt zu behaupten. Im Gegenteil: Sie beherrschten das Geschehen eindrucksvoll und hatten mehrere Gelegenheiten für den fünften Treffer, während die Blue Devils kaum einmal gefährlich wurden. Nur einmal hatte Nick Postel bei einem Konter in Unterzahl die Riesenchance, scheiterte aber an Autio. Als Payeur nach einem gravierenden Stellungsfehler in der Devils-Abwehr das 2:5 machte, war die Messe endgültig gelesen. Regensburg beherrschte die Szenerie eindeutig und ließ die Gastgeber kaum noch einmal gefährlich vor das Tor kommen.
Am Ende stand ein hochverdienter Sieg der in allen Belangen überlegenen Eisbären. Am Sonntag geht die Reise für die Blue Devils zur Düsseldorfer EG, wo die Trauben erneut sehr hoch hängen dürften.







