Blue Devils Weiden sichern sich im letzten Moment das Heimrecht
Blue Devils Weiden sichern sich im letzten Moment das Heimrecht
Am Freitag pfui, am Sonntag hui: So lässt sich die Leistung der Blue Devils in den zwei letzten Hauptrundenspielen der Saison 2025/26 kurz, aber nur unzureichend und oberflächlich zusammenfassen. Sportlicher Leiter Jürgen Rumrich ordnet im Gespräch mit OberpfalzEcho ein: „Am Freitag gegen Ravensburg war nicht alles schlecht. In den ersten 30 Minuten haben die Jungs gutes Eishockey gespielt.“ Knackpunkt sei der zurückgenommene, vermeintliche Ausgleichstreffer zum 1:1 gewesen, nachdem die Schiedsrichter das Gästetor zum 0:2 erst nachträglich anerkannten. „Danach haben wir wieder völlig den Faden verloren – unser großes Problem der letzten Wochen“, resümiert der sportliche Leiter.
Rumrichs Lob an die Mannschaft
Nach der fast schon deprimierenden 1:5-Schlappe vom Freitag fuhren die Devils am Sonntag nur als krasser Außenseiter nach Rosenheim. Und siehe da: Die Mannschaft zeigte ein ganz anderes Gesicht als zwei Tage zuvor, lieferte dem favorisierten Tabellendritten ein Duell auf Augenhöhe und holte am Ende einen verdienten Sieg nach Verlängerung. Die zwei Punkte bescherten den Blue Devils kurz vor Torschluss doch noch das Heimrecht im Playdown-Duell gegen den EC Bad Nauheim. Martchwinner war ausgerechnet Luca Gläser, der in den zurückliegenden Wochen nicht gerade vom Glück verfolgt war. Die Weidener Nummer 7 netzte dreimal ein und sicherte ihrem Team den überraschenden 4:3‑Erfolg nach Verlängerung.
„So kenne ich die Mannschaft. Sie hat alles gegeben und den vorletzten Strohhalm für das Heimrecht ergriffen“, freut sich Jürgen Rumrich einen Tag nach dem Sieg. Ein Wermutstropfen war die Spieldauerstrafe gegen Alex Olivier Voyer nach einem ziemlich übel aussehenden Bandencheck gegen einen Rosenheimer Akteur. Damit ist noch unklar, ob der Weidener Goldhelm am Freitag im ersten Playdownspiel in eigener Halle dabei ist. Man muss abwarten, was die DEL2 in diesem Fall entscheidet. Vom Ausschluss in Rosenheim als einzige Konsequenz bis zu einer Sperre für das nächste oder gar mehrere Spiele ist alles denkbar.
Fast alle Spieler an Bord
Personell haben sich die Blue Devils in den vergangenen Wochen recht gut erholt – zumindest quantitativ. Durch die Neuzugänge – am Sonntag spielte neben dem bereits am Freitag eingesetzten Dennis Miller auch erstmals Quirin Glas-Bader mit, während Goalie Patrik Mühlberger als Backup von Michael McNiven fungierte. Die in Rosenheim angeschlagen fehlenden Fabian Ribnitzky und Neal Samanski werden am Freitag sicher wieder dabei sein. Ein Fragezeichen steht hinter Zach Tsekos, der im Training „Tag für Tag wieder an die Wettkampfbereitschaft“ herangeführt werden soll.
„Gegen Bad Nauheim wird es natürlich, wie bei Playoff- oder Playdownspielen selbstverständlich – ein Kampf auf Biegen und Brechen“, weiß Rumrich. Dabei haben die Hessen eine noch schlechtere Bilanz in den letzten Hauptrundenpartien aufzuweisen: Fünf Niederlagen setzte es in den letzten fünf Spielen. Die Blue Devils haben jetzt immerhin in Rosenheim gewonnen und waren damit statistisch geringfügig erfolgreicher. Für den sportlichen Leiter war das 4:3 vom Sonntag zwar sportlich belanglos, „aber es war ein Erfolg für die Moral. Wir haben gesehen, dass wir auch in der Verlängerung gewinnen können“, spielt Rumrich auf die zahlreichen Niederlagen in der Overtime in dieser Saison an.
Playdown-Termine stehen fest
Folgende Termine für die erste Playdownrunde stehen jetzt fest:
Freitag, 13. März, 20 Uhr: Blue Devils – Bad Nauheim
Sonntag, 15. März, 18.30 Uhr: Bad Nauheim – Blue devils
Mittwoch, 18. März, 20 Uhr: Blue Devils – Bad Nauheim
Freitag, 20. März, 19.30 Uhr: Bad Nauheim – Blue Devils
Sonntag, 22. März, 18.30 Uhr: Blue Devils – Bad Nauheim
Dienstag, 24. März, 19.30 Uhr: Bad Nauheim – Blue Devils
Freitag, 27. März, 19.30 Uhr: Blue Devils – Bad Nauheim
Für die Playdowns sind die vier Letztplatzierten der Hauptrunde qualifiziert. Für die zweite Playdown-Runde sind die zwei Verlierer der ersten Playdown-Runde gesetzt. Der Verlierer der zweiten Playdownrunde ist sportlicher Absteiger.
Die Playdown-Spiele werden grundsätzlich wieder im „Best-of-Seven-Modus“ ausgetragen. Das heißt, wer als Erstes vier Spiele in der ersten Runde gewinnt, ist gerettet. Die beiden Verlierer ermitteln dann den einzigen Absteiger in die Oberliga.




