Blue Devils Weiden: Viel investiert - wieder kein Ertrag
Blue Devils Weiden: Viel investiert - wieder kein Ertrag
Am Dienstagabend reisten die Blue Devils Weiden in den PSD Bank Dome nach Düsseldorf. Nach 13 Niederlagen in den letzten 15 Partien rutschten die Oberpfälzer in das hintere Tabellendrittel. Deshalb galt ein Sieg – wie beim 5:0-Heimspielerfolg gegen Düsseldorf – als Pflicht. Im Tor startete erneut Simon Wolf, als erste Reihe liefen Tyler Ward, Zach Tsekos und Alex-Olivier Voyer auf. Mit dabei war auch Matthias Pischoff aus Dresden und Tom Schwarz, der seine Sperre abgesessen hatte.
Die DEG hatte sich nach dem DEL-Abstieg mit einigen Siegen wieder stabilisiert und rückte unter Coach Harry Lange näher an die Playoff-Plätze. Für die Weidner, im zweiten DEL2-Jahr unter Sebastian Buchwieser, blieb das Erreichen der Playoffs das klare Ziel, was aber aktuell in weite Ferne gerückt ist.
Weidener Druck in den ersten Spielminuten
„Heute in Düsseldorf muss man eigentlich niemand von meinen Spielern motivieren und wir wollen oder müssen sogar die Punkte mitnehmen“, so Trainer Sebastian Buchwieser vor dem Spiel. Den ersten Abschluss setzte Luis Marusch, Sekunden später war Zach Tsekos frei, doch ein Foul stoppte ihn. Tyler Wards Nachschuss klatschte an den Pfosten. Im Powerplay machten die Blue Devils ordentlich Druck und erspielten sich Chancen, aber sie trafen nicht. Kurz darauf scheiterte Fabian Voit an DEG-Keeper Ryan Bednard. Nach sechs Minuten packte Simon Wolf erstmals sicher zu – ein Fingerzeig für den Spielverlauf bis dahin.
Danach fand die Düsseldorfer EG besser in die Partie, dennoch blieb die Weidener Defensive stabil. Auf der Gegenseite erspielten sich die Blue Devils mehrfach die Möglichkeit zur Führung. In der Schlussphase des 1. Drittels verflachte das Geschehen etwas, beide Abwehrreihen standen sicher. Kurz vor der ersten Sirene hätte Cedric Schiemenz fast das erste Tor erzielt, doch es blieb beim 0:0 zur Pause.
DEG erhöhte den Druck, Weiden hielt stand
Nach dem ersten Bully im Mitteldrittel merkte man sofort die deutliche Ansprache in der Düsseldorfer Kabine: Die DEG drückte sofort auf das Weidener Gehäuse. Weiden fand sich nun häufiger in der Defensive und erspielte kaum eigene Möglichkeiten, doch Simon Wolf stand sicher. Konter der Blue Devils liefen meist ins Leere. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Oberpfälzer wieder besser in die Begegnung und beschäftigten auch Ryan Bednard.
Weiter suchten die Rheinländer den Weg zum Tor und erhöhten nach dem Powerbreak wieder den Druck auf Wolf, doch viele Angriffe blieben Stückwerk. Gefahr entstand auf beiden Seiten fast nur durch Einzelaktionen. Beiden Teams fehlten in dieser Phase die zündenden Ideen. In einer langen Drucksequenz der DEG befreite sich Weiden drei Minuten lang nicht, dennoch hielten Wolf und die Verteidiger und verhinderten so den Gegentreffer. Kurz vor der zweiten Drittelpause erhielten die Blue Devils die nächste Überzahl, ein Tor fiel aber nicht mehr. „Wir müssen wieder etwas mehr Druck auf das gegnerische Tor schaffen und dann irgendwie die Scheibe über die Linie bringen“, so Noah Samanski im Drittelinterview.
Gläser traf, doch die DEG drehte das Spiel im Schlussdrittel
Mit etwas mehr als einer Minute Überzahl starteten die Blue Devils Weiden ins Schlussdrittel. Danach blieb auch die zweite Weidener Powerplay-Gelegenheit blass. Gleich darauf erhielt die Düsseldorfer EG ihr erstes Überzahlspiel und erzeugte deutlich mehr Druck auf das Tor von Simon Wolf, doch der Keeper parierte und die Chance verpuffte ebenfalls. Kurz darauf gingen die Oberpfälzer dann in Führung: Luca Gläser nahm einen Pass von Cedric Schiemenz auf, lief allein auf Ryan Bednard zu und markierte seinen 14. Saisontreffer. Düsseldorf antwortete mit wütenden Angriffen und vielen Schüssen, während Wolf aufmerksam blieb. Dann fiel ein äußerst glückliches Ausgleichstor für die DEG, als Luis Marusch einen Schuss von Yushiroh Hirano blockte und die Scheibe über Wolf ins Netz sprang.
Angetrieben von den Zuschauern drängten die Gastgeber weiter und erspielten sich Chancen. Acht Minuten vor dem Ende brachte eine Weidener Strafzeit die nächste DEG-Überzahl, die die Rheinländer zur Führung nutzten. Die Schiedsrichter übersahen einen hohen Stock eines DEG-Spielers mit Verletzungsfolge, sodass es bei Fünf-gegen-Fünf weiterging. Weiden warf nochmals alles nach vorn, fand aber zu selten kontrollierten Scheibenbesitz. Drei Minuten vor Schluss nahmen sich die Düsseldorfer eine Strafe, wodurch Weiden erneut in Überzahl kam. Wolf wich zudem für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch der Ausgleich fiel nicht und es setzte die nächste Niederlage.
Düsseldorfer EG – Blue Devils Weiden 2:1 (0:0/0:0/2:1)
Tore:
0:1 L. Gläser (44:52), 1:1 Y. Hirano (47:34), 2:1 M. Faber (52:53)
Schüsse:
33:23
Strafen:
6 – 4
Zuschauer:
4256




