Ein Appell: Lasst Sebastian Buchwieser in Ruhe arbeiten!
Ein Appell: Lasst Sebastian Buchwieser in Ruhe arbeiten!
Noch vor wenigen Monaten war die Welt der Blue Devils Weiden noch eine heile. Rettung vor dem Aus des Projekts DEL 2 durch den bewundernswerten Einsatz aller Beteiligter, ein neuer Clubeigentümer mit (realistischen) Visionen, eine vorbildliche Nachwuchsarbeit, sportlich beachtliche Erfolge in der DEL 2. Protagonisten und Realisten wissen das zu schätzen. Jeder, der Ahnung hat vom Profisport, sah und sieht, was hier geleistet wurde und wird. Nach der (leicht zu erklärenden) Niederlagenserie der Devils soll all das nichts mehr wert sein? Ein klares Nein!
Böse Kommentare
Nach der 1:3-Niederlage der Blue Devils in Bietigheim waren in den sogenannten „sozialen Medien“ teilweise böse Kommentare zu lesen. Ausgerechnet Sebastian Buchwieser, zusammen mit sportlichem Leiter Jürgen Rumrich der Architekt des sportlichen Aufschwungs der vergangenen Jahre, wurde ebenso in Frage gestellt wie die Vereinsführung. Als dann noch ein lokales Medium in einem Artikel den Eindruck vermittelte, „da wird schon was dran sein“, war die Meute endgültig los.
Allen Kritikern, und seien die Fragen noch so subtil verpackt, sei ins Stammbuch geschrieben: Ohne Sebastian Buchwieser, Jürgen Rumrich und natürlich auch den Machern Stephan Seeger und Franz Vodermeier, gäbe es Zweitliga-Eishockey längst nicht mehr in Weiden, würde man sich vielleicht mit Amberg oder Mitterteich duellieren. Wer von den kritischen „Fans“ will das? Wohl keiner.
Unvergleichliche Verletzungsmisere
Teilweise mehr als zehn Spieler fielen in dieser Saison wochenlang krank oder verletzt aus. Buchwieser musste ständig improvisieren und tat das erstaunlich gut. Über Wochen hinweg hielt der Devils-Rumpfkader mit den anderen, oft mächtig aufgerüsteten Teams der DEL 2 prächtig mit, feierte Siege und punktete fleißig wie das Eichhörnchen. Vorläufiger Höhepunkt war der glanzvolle 5:0-Sieg gegen die ikonische Düsseldorfer EG. Dass es danach stetig bergab ging, hat vor allem etwas mit dieser Personalmisere zu tun. Eine zeitlang kann man dies einigermaßen kompensieren, doch irgendwann ist der enorme Kräfteverschleiß der verbliebenen Akteure zu groß, die Schritte werden kürzer, der Akku ist leer.
Wer Stephan Seegers ehrliche Begeisterung für den Weidener Eishockeyverein und die vorausschauende und seriöse Arbeit von Franz Vodermeier & Co kennt, muss sich keine Sorgen über eventuelle Schnellschüsse oder Panikattacken in der Führungsebene machen. Sie werden Sebastian Buchwieser weiter in Ruhe arbeiten lassen. Das sollten sich auch alle Kritiker vor Augen halten. Lieber mal nachdenken, ehe man einen schlauen Kommentar ins Netz jagt.




