DEL 2: Blue Devils Weiden ringen Ravensburg nieder
DEL 2: Blue Devils Weiden ringen Ravensburg nieder
Blue Devils Weiden – Ravensburg Towerstars 4:3 (0:0,2:1,2:2)
Es geht doch! Im ersten Heimspiel unter Trainer Dave Matsos feierten die Blue Devils Weiden gleich einen Sieg und waren im 8. Saisonspiel gegen die Ravensburg Towerstars zum zweiten Mal in dieser Spielzeit siegreich. Zuvor erlebten 1.573 Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle.
Zum vierten Heimspiel dieser DEL 2 – Saison empfingen die Blue Devils Weiden die Ravensburg Towerstars. Mit Kapitän Tommy Muck fiel nach dem Spiel am Freitag in Dresden zusätzlich noch der Kapitän der Mannschaft aus, zudem fehlten erneut Filip Reisnecker verletzt und Phillip Faulhaber, der per Förderlizenz in Deggendorf im Einsatz war. Dagegen kehrte Georg Thal ins Line-Up zurück.
Gutes aber torloses erstes Drittel der Blue Devils
Die Blue Devils Weiden kamen wesentlich besser in die Partie, als noch am Freitagabend, als sie von den Dresdner Eislöwen förmlich überrollt wurden. Die Weidener Offensive zeigte gute Spielzüge, war aber vor dem Tor nicht konsequent genug. Eine vierminütige Überzahl blieb ungenutzt und auch danach hatten Brayden Tracey, Lukas Ribarik, Niklas Postel oder Luis Marusch mit einem Lattentreffer die Führung auf dem Schläger. Den hätte beinahe der ehemalige Weidener Nick Latta kurz vor dem Drittelende erzielt, als der Deutsch-Kanadier nur die Latte traf. Auch nach dem Videobeweis sahen die Schiedsrichter die Scheibe nicht im Tor, weswegen es torlos in die Drittelpause ging.
Doppelschlag binnen Sekunden bringt die Führung
Auch die ersten Minuten im zweiten Drittel gehörten den Oberpfälzern. Gerade in den ersten fünf Minuten hätten Lukas Ribarik (21./22.) und Niklas Postel die Führung erzielen müssen. Dann war es eine unnötige Strafzeit für Michael Regush, welche Ravensburg erstmals in die Offensive brachte. In dieser Phase war aber Goalie Patrik Mühlberger stark im Spiel, der mehrere gute Schüsse entschärfen konnte.
Kaum war Weiden komplett, belohnten sich die Blue Devils endlich für ihre Offensivbemühungen – und zwar doppelt. Erst setzte sich Charlie Jahnke auf der rechten Seite gekonnt durch und schlenzte den Puck sehenswert in den Giebel (28.). Nur 38 Sekunden später vergoldete Brayden Tracey nach Vorarbeit von Jordan Knackstedt den nächsten starken Weidener Shift mit dem 2:0 (29.).
Danach kam Ravensburg besser ins Spiel und auch durch Nick Latta (34.) zum Anschlusstreffer. Zuvor gab es aber eine strittige Situation und eine mögliche Strafzeit für die Gäste, weswegen auch der Treffer nicht hätte zählen dürfen. Tat er aber und beide Teams egalisierten sich in den letzten Minuten des Drittels.
Weiden zeigt Moral und dreht das Spiel
Im letzten Drittel ging es hin und her und die Gäste kamen stärker ins Spiel. Weiden fiel in alte Muster zurück und leistete sich unnötige Strafzeiten. So kamen die Gäste durch Simon Sezemsky (46.) und Robbie Czarnik (50.) zurück ins Spiel und gingen in Führung. Diese hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn das Schiedsrichtergespann nicht sogar einen bereits gegebenen Treffer wegen hohen Stockes zurückgenommen hätte.
So war nochmals die Tür für ein weiteres Weidener Comeback offen und die Blue Devils gingen dann auch zielstrebig hindurch. Michael Regush bediente Brayden Tracey sehenswert zum Ausgleich (55.) und nur wenig später nutze Alex-Olivier Voyer die energische Vorarbeit von Maximilian Brunner (58.) zum Siegtreffer.
Die Hans-Schröpf-Arena war ein Tollhaus und gemeinsam mit den Fans verteidigten die Spieler auf dem Eis leidenschaftlich die Führung.
Ein Schritt nach vorne
Am Ende steht ein Sieg, der nicht nur wichtig für die Moral und das Punktekonto ist, sondern auch ein Fingerzeig für die nächsten Wochen sein kann. Nach der Rückkehr des Trainers und der Verpflichtung von Neuzugängen könnte es der erste Schritt zu einem möglichen Neustart in der Liga sein. Und so kam vielen Fans nach dem Spiel immer wieder dieser Gedanke in den Kopf: “ Es geht doch!“




