Die Blue Devils verlieren nach 84 Minuten in Kaufbeuren
Die Blue Devils verlieren nach 84 Minuten in Kaufbeuren
Spiel vier der Playdowns stieg am Donnerstagabend in der Energie Schwaben Arena in Kaufbeuren. Für die Blue Devils Weiden lag der zweite Matchpuck bereit. Nach den katastrophalen zwei Dritteln am Dienstag sah Weiden dennoch die Chance, den Klassenerhalt fix zu machen. Allerdings fehlten mit Paul Vinzens und Cedric Schiemenz zwei der aktuell spielstärksten Weidner verletzungsbedingt. Daher rückte Dennis Miller zu Tyler Ward und Noah Samanski in die Reihe, und Michael McNiven hütete als Startgoalie das Tor. Der ESV Kaufbeuren konnte komplett antreten; das DEL2-Schiedsgericht sprachen nach den üblen Checks von Max Oswald und Nicolas Appendino keine weiteren Strafen aus. Entsprechend erwarteten alle wieder eine intensive Partie mit vielen Strafzeiten.
Weiden drückte, Kaufbeuren hielt stand
Weiden übernahm von Beginn an die Initiative. Alex-Olivier Voyer vergab nach zwei Minuten die erste Großchance. Kurz darauf hatte Luca Gläser die Führung auf dem Schläger, doch er hat in den Playdowns bisher die Seuche auf dem Schläger. Dann bremste eine vollkommen unnötige Strafe gegen Dominik Bohac den Schwung der Blue Devils. Trotzdem blockten die Weidener viele Schüsse und überstanden die zwei Minuten. Danach holten sich die Gastgeber eine ebenso unnötige Strafe ab. Auch hier fiel kein Tor. Direkt im Anschluss zeichnete sich Michael McNiven mit einer starken Parade aus.
Eine erneute Strafe bescherte Weiden die zweite Überzahl des Drittels. Daniel Fießinger und die ESVK-Abwehr ließen nichts zu. Weiterhin blieben die Oberpfälzer am Drücker, trafen aber nicht. Kaufbeuren befreite sich mehrfach nur per Icing. Kurz vor der Sirene kassierten die Blue Devils noch eine Strafe. Beide Teams gingen ohne Treffer in die erste Pause.
Führung der Joker, Penalty-Antwort der Blue Devils
Zu Beginn des Mitteldrittels hatten die Joker noch 90 Sekunden Überzahl. Erst nach Ablauf der Strafe erspielten sich die Gastgeber eine Chance, doch Michael McNiven parierte. Danach unterbrachen die Unparteiischen die Partie wegen eines medizinischen Notfalls auf den Rängen. Anschließend agierte der ESV Kaufbeuren mutiger, wie schon am letzten Dienstag in Weiden. Nach einer guten Möglichkeit für Tyler Ward kassierte Weiden die nächste Strafe. Kaufbeuren drückte mit Schüssen aus allen Lagen, und Weiden hatte viel Glück – und McNiven. Auch danach blieben die Kaufbeurer aktiver mit vielen Abschlüssen auf das Weidener Gehäuse.
Gerade als sich die Blue Devils etwas befreien konnten, musste Luca Gläser auf die Strafbank. Im vierten Anlauf fiel dann der erste Treffer der Partie, und Kaufbeuren ging in dieser Serie erstmals in Führung. Die Gastgeber erhöhten den Druck, nahmen sich jedoch mit einer eigenen Strafe den Schwung. Doch auch in diesem Powerplay erzielten die Blue Devils keinen Treffer. Kurz darauf erhielten die Weidener einen Penalty, und Tyler Ward verwandelte eiskalt zum Ausgleich. Trotzdem blieben die Gastgeber am Drücker, und Weiden rettete sich in die Drittelpause.
Intensives Schlussdrittel
Den ersten Schuss im Schlussdrittel feuerte Dennis Miller ab, Daniel Fießinger ließ kurz prallen. Weiden fand zunächst etwas mehr Zugriff und erspielte sich mehrere Abschlüsse; ein Abpraller klatschte an den Außenpfosten. Gleichzeitig spürten beide Teams die Angst vor dem nächsten Gegentreffer. Michael McNiven sorgte mit riskanten Ausflügen für brenzlige Momente für die Blue Devils. Die Joker vom ESV Kaufbeuren drängten auf die Entscheidung, doch McNiven hielt.
Weiden setzte auf Konter, Constantin Vogt scheiterte jedoch an Fießinger. Die letzten Minuten steigerten die Spannung, beide suchten den Sieg noch in der regulären Spielzeit. Drei Minuten vor Schluss bekamen die Blue Devils ein Powerplay, aber nach nur zehn Sekunden beendete eine Strafe gegen Noah Samanski die Überzahl. Nach 60 Minuten stand es 1:1, die Partie ging in die Verlängerung.
Viele Chancen, aber kein Tor in der ersten Overtime
Dennis Miller setzte in der Overtime den ersten Schuss auf das Kaufbeurer Gehäuse. Weiden agierte zunächst im Vorwärtsgang und hatte mehr vom Spiel. Große Möglichkeiten folgten, und der ESV Kaufbeuren hatte Glück, als der Puck knapp am Tor vorbeitrudelte. Die Gastgeber fanden erst nach einigen Wechseln wieder in die Partie. Dann lief Luca Gläser allein auf Daniel Fießinger zu, vergab aber. Kurz darauf lag der Treffer für die Joker in der Luft, doch Michael McNiven parierte stark. Mit der Zeit taten sich die Blue Devils schwer, geordnet ins Drittel der Joker zu kommen. Dennoch kam erneut Gläser zum Abschluss, und auch Constantin Vogt scheiterte an Fießinger. Spürbar ließen die Kräfte bei beiden Teams nach, Ungenauigkeiten häuften sich. Schließlich blieb die erste Verlängerung torlos.
Entscheidung in der zweiten Verlängerung
Auf frischem Eis startete die zweite Overtime, und die Joker sowie die Blue Devils tasteten sich in den ersten Minuten vorsichtig ab. Niemand riskierte den entscheidenden Fehler, beide Reihen hielten die neutrale Zone kompakt. Nach einigen wechselnden Entlastungsangriffen nahm das Tempo zu und einzelne Nadelstiche sorgten für Unruhe vor beiden Torhütern. In der 84. Spielminute setzte Trevis Turnbull den entscheidenden Stich und traf zum Sieg. Somit trifft man sich am Samstag wieder in Weiden.
ESV Kaufbeuren – Blue Devils Weiden 2:1 (0:0/1:1/0:0/0:0/1:0)
Tore:
1:0 J. Cassetti (32:33), 1:1 T. Ward (36:53), 2:1 T. Turnbull (83:17)
Schüsse:
34:45
Strafen:
10- 12
Zuschauer:
3100



