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Bayernwerk Netz untersucht Baugrund zwischen Weiden und Schirmitz

Weiden. Bayernwerk Netz startet im Juli 2026 Baugrunduntersuchungen entlang der rund sechs Kilometer langen 110-Kilovolt-Leitung zwischen Weiden und Schirmitz. Die Ergebnisse fließen in die Planung, veranschlagt sind 19 Millionen Euro.

Weiden. Bayernwerk Netz startet im Juli 2026 Baugrunduntersuchungen entlang der rund sechs Kilometer langen 110-Kilovolt-Leitung zwischen Weiden und Schirmitz. Die Ergebnisse fließen in die Planung, veranschlagt sind 19 Millionen Euro.
Baugrunduntersuchungen geben Einblicke in die Beschaffenheit des Untergrunds (Beispielbild). Die Ergebnisse dienen der Vorbereitung zur Erneuerung der Leitung zwischen Weiden und Schirmitz. Bild: Bayernwerk

Bayernwerk Netz untersucht Baugrund zwischen Weiden und Schirmitz

Die Bayernwerk Netz GmbH startet im Juli 2026 mit Baugrunduntersuchungen entlang der Hochspannungsleitung zwischen Weiden und Schirmitz. Zwei Partnerfirmen prüfen an ausgewählten Standorten im Umfeld der rund sechs Kilometer langen 110-Kilovolt (kV)-Leitung den Untergrund und dokumentieren den Bodenaufbau. Die Ergebnisse fließen in die weitere Planung des Projekts ein, für das der Verteilnetzbetreiber rund 19 Millionen Euro aufwendet.

Baugrunduntersuchungen entlang der 110-kV-Leitung Weiden–Schirmitz

„Die Hochspannungsleitung zwischen Weiden und Schirmitz ist rund 100 Jahre alt – Zeit, sie fit für die heutigen und künftigen Anforderungen zu machen“, erklärt Barbara Zurek, Genehmigungsmanagerin bei der Bayernwerk Netz. „Mit der modernisierten Leitung stärken wir das regionale Verteilnetz und schaffen die Voraussetzung, künftig noch mehr erneuerbare Energie in der Oberpfalz aufzunehmen und zu verteilen. Die Baugrunduntersuchungen sind ein wichtiger Planungsschritt.“

Leitungsverlauf und Projektziel

Die bestehende Leitung verläuft zwischen dem Umspannwerk im Süden von Schirmitz und dem Umspannwerk Weiden-Forst östlich der Waldnaab auf Höhe von Edeldorf. Im Bereich des Umspannwerks Weiden-Forst prüft die Bayernwerk Netz zudem eine Anpassung des Leitungsverlaufs. Hintergrund des Projekts ist der wachsende Strombedarf in der Region, etwa durch Elektromobilität und Wärmepumpen, sowie die zunehmende Einspeisung grüner Energie aus Photovoltaikanlagen.

Schonendes Bohrverfahren entlang der Trasse

Für die Baugrunduntersuchungen setzen die beauftragten Firmen überwiegend Kleinrammbohrungen ein. Dabei treiben Fachkräfte schmale Bohrwerkzeuge mit weniger als zehn Zentimetern Durchmesser schrittweise bis in rund zehn Meter Tiefe in den Boden ein. So lassen sich über einen Schlitz im Bohrwerkzeug Bodenproben entnehmen und die Beschaffenheit des Untergrunds analysieren.

Die kompakten Geräte eignen sich besonders für schwer zugängliche Bereiche entlang der Trasse, etwa innerhalb der Wohnbebauung. Die Arbeiten an einem Bohrpunkt dauern in der Regel einen Werktag. Anschließend werden die Bohrlöcher fachgerecht verfüllt und die beanspruchten Flächen wiederhergestellt. Die Anfahrt erfolgt über möglichst kurze Wege. Voraussichtlich Ende September 2026 werden die Untersuchungen abgeschlossen sein.

Nächste Schritte und Zeitplan

Seit 2024 bereitet die Bayernwerk Netz das Genehmigungsverfahren für das Projekt vor. 2025 kartierten Umweltexperten die Trasse, im Frühjahr 2026 folgten Vermessungen. 2027 möchte der Verteilnetzbetreiber die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung der Oberpfalz einreichen. Mit einem Beschluss rechnet das Unternehmen im selben Jahr. Der Bau ist 2028 geplant, die Inbetriebnahme ist im Jahr 2029 vorgesehen.

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