Feiern die Blue Devils im Oberpfalzderby gegen Regensburg den nächsten Sieg?
Feiern die Blue Devils im Oberpfalzderby gegen Regensburg den nächsten Sieg?
Wenn am Freitag die Eisbären Regensburg zum Oberpfalzderby in der Hans-Schröpf-Arena gastieren, werden sich die Blicke vieler Zuschauer hauptsächlich auf einen Mann richten: Tyler Ward, langjähriger Torgarant der Blue Devils und Fan-Liebling, wird erstmals nach seinem Wechsel in die Domstadt nach Weiden zurückkehren. Überhaupt wartet auf die Truppe von Trainer Mikhail Nemirovsky mit dem Tabellendritten ein ganz dicker Brocken. Die Eisbären sind mit drei Siegen (10 Punkte) gestartet, mussten sich nur den Ravensburg Towerstars mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben.
Defensiv stabile Regensburger
Während beide Mannschaften offensiv bislang regelmäßig treffen, präsentieren sich die Eisbären defensiv deutlich stabiler und haben erst neun Gegentore kassiert. Eine der großen Fragen vor dem Spiel war, wie der Coach seine Reihen dieses Mal zusammensetzt. In den bisherigen Spielen würfelte er die Offensivformationen regelmäßig kräftig durcheinander, um zu sehen, „wer zu welchem Spieler besser passt“. Jetzt kommt die Kehrtwende: Am Freitag soll laut Trainer alles beim Alten bleiben: „Wir spielen mit der gleichen Aufstellung, den gleichen Reihen, dem gleichen Powerplay, dem gleichen Goalie Patrik Mühlberger.“
Personell bleibt die Lage bei den Blue Devils angespannt. Nach der Förderlizenz für Philipp Faulhaber stehen nur noch sechs Verteidiger zur Verfügung. Der Kader ist weiterhin äußerst dünn besetzt, Verletzungen kann man sich keine mehr leisten. Sicher nicht dabei am Wochenende, wie auch schon in den ersten Spielen, sind Filip Reisnecker (verletzt) und Luca Gläser. Letzterer soll den Verein verlassen und hält nach einem neuen Klub Ausschau.
Wiedersehen mit Tyler Ward
Ein Wiedersehen wird es am Freitag voraussichtlich mit Tyler Ward geben. Sportlich hat Tyler Ward bei den Eisbären Regensburg bislang eher eine Nebenrolle gespielt. Während sein neues Team erfolgreich in die Saison gefunden hat, stand der ehemalige Weidener bislang erst einmal auf dem Eis. Der Grund liegt in der Zusammensetzung des Regensburger Kaders. Solange die Situation rund um Corey Trivino und dessen Spielberechtigung nicht endgültig geklärt ist, kann Ward als weiterer Importspieler nicht ohne Weiteres eingesetzt werden. Für Regensburg ist das eine besondere Situation: Ein Spieler mit seiner DEL2-Erfahrung sitzt zunächst draußen, obwohl er eigentlich Teil der Mannschaft ist. Wie froh wäre man wohl jetzt in Weiden über einen Stürmer Ward?
Ob sich das ausgerechnet beim Gastspiel in Weiden ändert, ist deshalb offen. Für Ward wäre ein Einsatz in der Hans-Schröpf-Arena ohnehin kein gewöhnliches Spiel. Drei Jahre trug er das Trikot der Blue Devils, entsprechend vertraut ist ihm die Atmosphäre. „Derbyspiele machen immer Spaß. Es wird eine aufregende Atmosphäre“, sagt der Kanadier. An der Zielsetzung lässt er dabei keinen Zweifel: „Wir wollen die Punkte, und wir wissen, dass Weiden sie genauso will.“
Am Sonntag geht’s zur DEG
Am Sonntag wartet mit der Düsseldorfer EG die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Der Tabellenzweite hat bislang elf Punkte gesammelt und hat nur gegen Landshut einen Punkt abgegeben, nachdem die Partie erst im Shootout entschieden wurde. Mit sieben Gegentoren stellt Düsseldorf aktuell eine der defensiv stabilsten Mannschaften der Liga.
Für die beiden anspruchsvollen Aufgaben am kommenden Wochenende wollen die Blue Devils das Selbstvertrauen aus dem ersten Saisonsieg mitnehmen und weitere Punkte sammeln. Vor allem beim Heim-Derby gegen Regensburg zählt die Unterstützung von den Rängen erst recht. Nach der doch eher schwachen Resonanz in den ersten beiden Heimspielen hoffen Trainer, Mannschaft und Verantwortliche auf viele Fans.




