Sperre für Regensburgs Berardinelli, Verfahren gegen Krefelds Newton eingestellt

Sperre für Regensburgs Berardinelli, Verfahren gegen Krefelds Newton eingestellt
Die DEL2 sperrt Alex Berardinelli von den Eisbären Regensburg für eine Partie und verbindet die Maßnahme mit einer Geldstrafe. Der Disziplinarausschuss begründet die Entscheidung mit einem Verstoß gegen DEL-Regel 50 und stützt sich auf die Paragraphen 1, 4, 11, 16, 24 und 27 der Disziplinarordnung sowie auf § 5 des Spieler-Lizenzvertrags.
Sperre nach Szene in der Verlängerung
Die Ligagesellschaft leitete gemäß § 1 (1) ff. der Disziplinarordnung ein nachträgliches Ermittlungsverfahren gegen den Regensburger Stürmer ein. Die Akte enthielt einen Antrag vom 23. März 2026, den Spielbericht und eine Videoaufzeichnung vom 22. März 2026 sowie eine Stellungnahme des Lizenzspielers vom 23. März 2026.
In der 63. Spielminute bekam der Rosenheimer Angreifer Lewis Zerter-Gossage (#37) im eigenen Drittel einen abgelenkten Pass. Im Moment des Puck-Kontakts fuhr Berardinelli (#7) aus der Mitte des Drittels heran und checkte den Gegner, der anschließend zu Boden ging.
Der Disziplinarausschuss sieht darin einen Knie-zu-Knie-Kontakt und bewertet, dass Berardinelli mit seiner Aktion eine Verletzung des Gegners in Kauf nahm. Außerdem hält das Gremium den Aufprall bei genauerer Betrachtung für vermeidbar. Die Liga verhängt deshalb eine Sperre von einem Spiel und eine Geldstrafe.
Ermittlungen gegen Newton: Keine Sperre, ein Antrag unzulässig
Auf Antrag der EVL Spielbetrieb GmbH leitete die DEL2 zwei nachträgliche Ermittlungsverfahren gegen Max Newton (Krefeld) ein. Nach Würdigung der Unterlagen sieht der Disziplinarausschuss von einer nachträglichen Sperre ab und verweist dabei auf DEL-Regel 42 sowie die einschlägigen Paragraphen der Disziplinarordnung und den Spieler-Lizenzvertrag.
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Im zweiten Verfahren wegen Stockstich weist die Liga den Antrag als unzulässig zurück. Ein Club darf laut § 1 (1) der Disziplinarordnung ein nachträgliches Ermittlungsverfahren nur beantragen, wenn der Schiedsrichter den vermeintlichen Verstoß im Spiel nicht ahndete. Für die Szene bei Spielzeit 31:01 sprachen die Unparteiischen jedoch eine Strafe aus, was Spielbericht, die Videoaufzeichnung von Sporteurope.TV und die Stellungnahme des Schiedsrichterwesens belegen.
Auswirkungen für Regensburg und Krefeld
Regensburg plant die nächste Partie ohne Berardinelli und muss zusätzlich die Geldstrafe einkalkulieren. Krefeld kann derweil mit Newton weiterspielen, weil der Disziplinarausschuss keine nachträgliche Sperre ausspricht.




