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Stiftlands Dragons ringen spielstarken Tabellennachbarn nach großem Kampf nieder

Mitterteich. Dank einer großartigen kämpferischen Leistung sammelte der EHC Stiftland-Mitterteich in der Eishockey-Landesliga die nächsten drei Punkte.

Stiftlands Dragons ringen spielstarken Tabellennachbarn nach großem Kampf nieder

Die Fans der Stiftland Dragons schickten dem erkrankten Trainer Vaclav Drobny Genesungswünsche. Foto: Udo Fürst

Eishockey-Landesliga B, 19. Spieltag

EHC Stiftland-Mitterteich – ESV Waldkirchen 3:1 (2:0, 0:1, 1:0)

Tore: 9. Min. Marius Schmidt (Felix Köbele) 1:0, 15. Min. Kiril Groz (Köbele, Benedikt Pojer) 2:0, 31. Min. Garrett McArthur 2:1, 52. Min. Lukas Zellner (Sven Schalamon, Daniel Smazal) 3:1. – Strafminuten: EHC: 10; ESV: 10 + 20 Spieldauer Florian Lehner + 20 Spieldauer Roman Schreyer (Trainer). – Zuschauer: 100. – Die Gastgeber mussten am Freitag auf ihren erkrankten Coach Vaclav Drobny verzichten, den Jugendtrainer Christian Gebhardt erfolgreich vertrat. Im Spiel der punktgleichen Tabellennachbarn legten die Gäste los wie die Feuerwehr. Angriff um Angriff rollte auf das von Goalie Filip Grancarov gewohnt bärenstark gehütete Dragons-Tor. Doch bereits hier wurde das große Manko der „Karoli Crocodiles“ deutlich: Sie spielen zwar schnelles und technisch feines Eishockey, sind aber vor dem Tor zu harmlos. Ganz anders die Gastgeber. Sie agierten diszipliniert, kampfstark und erwiesen sich bei der Chancenverwertung als eiskalt.

Schnelle und hochklassige Partie

In einer schnellen und hochklassigen Partie mussten die Dragons lange mehr Defensivaufgaben verrichten, als ihnen lieb sein konnte. Waldkirchen kreuzte nach teilweise sehenswerten Kombinationen, hauptsächlich über Zach Brydges, Garrett McArthur und Arthur Grinwald immer wieder gefährlich vor dem EHC-Gehäuse auf. Dort allerdings versagten ihnen immer wieder die Nerven, scheiterten meist an Grancarov oder zielten zu ungenau. Mitterteich stand größtenteils bombensicher, erlaubte sich kaum Fehler und setzte über Schmidt, Köbele oder Captain Lukas Zellner immer wieder Nadelstiche. So stand nach dem ersten Drittel eine zwar etwas glückliche, aber nicht unverdiente 2:0-Führung.

Im zweiten Durchgang bot sich den Fans ein ähnliches Bild: Der EHC verteidigte aufmerksam und einsatzfreudig, Waldkirchen fand kaum eine Lücke. Und wenn doch, stand mit Grancarov der Fels in der Brandung im Dragonas-Kasten. Beim verdienten Anschlusstreffer durch einen McArthur-Knaller ins Kreuzeck war aber auch er machtlos. Die Gäste witterten jetzt Morgenluft, bestürmten das EHC-Tor vehement, doch mehr als das eine Tor war ihnen nicht vergönnt.

So was lässt sich Marius Schmidt (links) nicht entgehen. Auf Vorlage seines Sturmpartners Felix Köbele (rechts) machte der Torjäger das 1:0. Foto: Ritter von Lehenstein
Christian Gebhardt (Mitte) übernahm für Vaclav Drobny am Freitag das Kommando in der „Drachenhöhle“. Foto: Ritter von Lehenstein
Lukas Zellner scheitert in dieser Szene am Gästegoalie Andreas Resch. Foto: Ritter von Lehenstein
Sven Schalamon (rechts) zieht ab, Daniel Smazal lauert vor dem Tor. Foto: Ritter von Lehenstein

Am Sonntag steigt das „Rückspiel“

Das letzte Drittel verlief recht ausgeglichen, die Krokodile hatten scheinbar etwas Kraft gelassen. Auch dadurch kamen die Gastgeber auf und erspielten sich ebenfalls gute Gelegenheiten. Als Zellner einen Schalamon-Schuss von der blauen Linie unhaltbar für den Gäste-Goalie zum 3:1 abfälschte, war der Wille der Gäste gebrochen. Zwei Minuten vor der Schlusssirene nahmen sie zwar ihren Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch nach einem unnötigen Bandencheck von Florian Lehner und der zugehörigen Strafzeit verpuffte auch diese Maßnahme wirkungslos.

Gelegenheit zur Revanche bekommt der ESV bereits am Sonntag um 17.30 Uhr, wenn er die Dragons zum „Rückspiel“ in der Karoli-Eishalle in Waldkirchen empfängt. Doch die Dragons werden die Punkte ganz sicher nicht kampflos herschenken. Wie stark sie beißen können, haben sie am Freitag einmal mehr eindrucksvoll bewiesen.

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