Wild Lions werden für starke Leistung nicht belohnt

Wild Lions werden für starke Leistung nicht belohnt
Der ERSC Amberg hat am Freitagabend bei den Mighty Dogs in Schweinfurt mit 5:3 (1:1, 2:2, 2:0) verloren. Nach einer zwischenzeitlichen 3:2-Führung gaben die Wild Lions das Derby in den Schlussminuten aus der Hand. Vor 1.399 Zuschauern im IceDome entwickelte sich eine ausgeglichene und spannende Partie mit dem besseren Ende für den ERV.
Derby in Schweinfurt bleibt bis zum Schluss offen
Die Gastgeber nutzten früh ihr erstes Powerplay und brachten sich durch Ricards Bernards in Führung. Kurz vor der ersten Pause stellte Jaroslav Hafenrichter den Spielstand auf 1:1, nachdem beide Teams das Auftaktdrittel mit gleich verteilten Anteilen gestaltet hatten.
Direkt nach Wiederbeginn legte Schweinfurt durch Melchior erneut vor. Auf der Gegenseite parierte Timon Bätge mehrere brenzlige Situationen und hielt den ERSC im Spiel. Seinen Vorderleuten gelangen weiter gefährliche Offensivaktionen: Denis Gulda glich zum 2:2 aus und wenig später brachte Torjäger Brendan Walkom die Amberger 3:2 in Front. In der Schlussminute des Drittels traf Dana im Powerplay zum 3:3.
Amberg dreht das Spiel, Schweinfurt antwortet
Im letzten Drittel erzielte Bernards in der 45. Minute das 4:3 für die Mighty Dogs, die damit sichtbares Selbstvertrauen tankten. Mehrere Paraden von Bätge hielten die Wild Lions jedoch in Reichweite. Auf der anderen Seite verhinderte Benedict Rossberg in der Schlussphase mit einer Abwehr Zentimeter vor der Linie den möglichen Ausgleich. Eine weitere Strafe gegen den ERSC ebnete kurz vor Schluss den Weg zum 5:3, und Trainer Christian Zessack setzte in den letzten zwei Minuten mit dem zusätzlichen Feldspieler alles auf eine Karte.
ERV-Trainer Sergej Wassmiller sah „eine sehr ausgeglichene Begegnung. Wir haben im 2.Drittel einige Chancen vergeben, aber dann Moral gezeigt“. Außerdem betonte er: „Die Mannschaft, die im Schlussdrittel das erste Tor schießt, würde gewinnen, aber Amberg hatte einen überragenden Torhüter“.
Trainerstimmen nach dem Derby
Auf Amberger Seite fiel die Einschätzung von Christian Zessack zwiespältig aus: „Ich denke, das war sein sehr gutes Bayernligaspiel und es war auch eine sehr gute Leistung von uns. Allerdings sollten die Spieler für die Entscheidung sorgen und nicht andere Personen. Wir haben heute drei Tore in Unterzahl kassiert für genau die gleichen Aktionen, die auf der Gegenseite nicht geahndet wurden. So ist halt Eishockey, aber es war für uns schon ein wenig bitter“.
Die Special Teams prägten den Abend, denn Schweinfurt traf dreimal in Überzahl und profitierte von mehr Zeit im Powerplay. In Summe kassierten die Gastgeber vier Strafminuten, während Amberg zehn Minuten auf der Strafbank verbrachte. Zum generellen Niveau der Liga äußerten sich beide Trainer unisono: „Viele Spiele werden knapp enden und du musst jedes Spiel 100 % geben. So spannend wie heuer war die Bayernliga wohl noch nie. Das wird eine ganz tolle Saison für die Zuschauer“.
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