Bayernliga Nord: bittere Pleite für Weiden - Jahn schlägt spät zu
Bayernliga Nord: bittere Pleite für Weiden - Jahn schlägt spät zu
Die SpVgg SV Weiden zeigte beim Auswärtsspiel bei der U21 des SSV Jahn Regensburg über weite Strecken eine engagierte Vorstellung, stand am Ende aber trotzdem mit leeren Händen da. Beim 1:3 (1:1) fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase – und ausgerechnet nach einer Szene, in der die Weidener selbst die große Chance zur Führung hatten.
Weiden kämpft – und steht am Ende mit leeren Händen da
Von Beginn an war zu spüren, dass die Weidener die schwierige Aufgabe in Regensburg mit Einsatz und Leidenschaft angehen wollten. Gegen die spielstarke Jahn-U21 hielt die Mannschaft von Trainer Michael Riester dagegen und ließ sich auch vom Rückstand nicht aus dem Konzept bringen.
Die Gastgeber hatten zwar mehr Ballbesitzphasen, doch Weiden arbeitete konzentriert gegen den Ball und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Dass am Ende dennoch keine Punkte mit auf die Heimreise genommen wurden, lag vor allem an der Effizienz der Regensburger in der Schlussphase.
Erst der Rückstand, dann die starke Antwort
In der 31. Minute schlug der Jahn erstmals zu. Paul Gebhard brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Die Antwort folgte noch vor dem Seitenwechsel. Fanol Lutolli traf zum 1:1 und brachte den Jahn damit zurück ins Spiel. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause – und plötzlich war wieder alles offen.
Die Riesenchance, die alles hätte verändern können
Der Seitenwechsel hielt den offenen Schlagabtausch offen. Dann kam die Szene, die Michael Riester nach dem Abpfiff besonders beschäftigte.
Nach einem kapitalen Fehler der Regensburger bot sich Weiden in der zweiten Hälfte die große Möglichkeit, das Spiel komplett zu drehen. Der Ball musste nach Riester zufolge nur noch ins leere Tor quergelegt werden. Doch die Chance blieb ungenutzt.
„Vor allem weil du in der zweiten Hälfte durch einen Riesenpatzer vom Jahn nur noch den Ball ins Leere Tor quer legen brauchst“, sagte der Weidener Trainer. Eine Szene, von Moritz Zeitler der nur noch quer auf Patryk Bytomski legen hätte müssen, aber sein Ball ging ins Aus. Diese Chance sollte im Nachhinein noch bitterer wirken.
Jahn schlägt fünf Minuten vor Schluss eiskalt zu
Denn Fußball kann grausam sein – und das bekam die SpVgg SV Weiden in der Schlussphase zu spüren. Als vieles bereits auf ein Unentschieden hindeutete, schlug Regensburg zu. In der 85. Minute erzielte Niklas Schicha das 2:1 für die Hausherren. Ein später Rückschlag für Weiden, das bis dahin um jeden Meter gekämpft hatte. Die Gäste mussten nun alles nach vorne werfen. Doch statt des erhofften Ausgleichs folgte der endgültige K.o.
Albrecht macht Weidens bitteren Abend perfekt
In der fünften Minute der Nachspielzeit machte Felix Albrecht alles klar. Der eingewechselte Offensivspieler traf zum 3:1 und besiegelte damit endgültig die Weidener Niederlage. Für den Jahn war es der nächste Erfolg einer starken Serie. Die Regensburger U21 blieb bereits im fünften Spiel hintereinander ungeschlagen und kletterte auf Tabellenplatz fünf. Mit nun sechs Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen stehen die Gastgeber weiter im vorderen Bereich der Bayernliga Nord.
„Das tut weh“ – Riester hadert mit der Niederlage
Bei Michael Riester überwog nach dem Abpfiff verständlicherweise die Enttäuschung. „Wir haben viel Aufwand betrieben und dennoch verloren. Das tut weh“, sagte der Weidener Cheftrainer. Besonders bitter war für ihn, dass seine Mannschaft die große Möglichkeit zur Führung durch Moritz Zeitler nicht genutzt hatte und anschließend selbst noch spät ins Hintertreffen geriet. „Dass wir es dann noch verlieren, ist bitter.“
Trotz der Niederlage wollte Riester seiner Mannschaft keinen fehlenden Einsatz vorwerfen. Vielmehr müsse die Mannschaft nun die Lehren aus der Partie ziehen und weitermachen.
Offensiv mutig, defensiv zu anfällig
Das grundsätzliche Problem der Weidener lässt sich auch an den Zahlen ablesen. 19 erzielte Tore zeigen, dass die SpVgg SV durchaus über offensive Qualität verfügt. Gleichzeitig kassierte die Mannschaft inzwischen sieben Niederlagen. Nach dem 1:3 in Regensburg stellt Weiden aktuell die anfälligste Defensive der Bayernliga Nord. Damit bleibt die Defensive die große Baustelle, an der die Mannschaft dringend arbeiten muss. Denn der Aufwand und die Offensivqualität reichen derzeit nicht aus, um sich für die eigenen Leistungen regelmäßig zu belohnen.
Jetzt heißt es: Aufstehen und weitermachen
Viel Zeit bleibt der SpVgg SV Weiden ohnehin nicht, um der verpassten Chance in Regensburg nachzutrauern. Bereits am Freitag wartet die nächste schwere Aufgabe. Um 19 Uhr empfängt Weiden den SV Viktoria Aschaffenburg. Dann bietet sich der Mannschaft die nächste Gelegenheit, die aktuelle Negativserie zu stoppen und sich für ihren hohen Aufwand endlich wieder zu belohnen. Michael Riester gibt sich trotz des nächsten Rückschlags kämpferisch: „Wir stehen wieder auf und werden die aktuelle Phase überstehen und auch wieder siegreich sein.“
Die Worte des Trainers müssen nun möglichst schnell auf dem Platz mit Leben gefüllt werden.




