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Bayernliga Nord: schwarzer Abend für die SpVgg SV Weiden - Kornburg zerlegt Gastgeber

Weiden. Es sollte der nächste Schritt aus der schwierigen Startphase werden – stattdessen erlebte die SpVgg SV Weiden am Dienstagabend einen bitteren Rückschlag.

Bayernliga Nord: schwarzer Abend für die SpVgg SV Weiden - Kornburg zerlegt Gastgeber

Alles Strecken brachte Keeper Eldin Becic nichts ein, hier musste er wieder hinter sich greifen. Foto. D. Nachtigall

Vor 780 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Michael Riester dem TSV Kornburg deutlich mit 2:7. Schon zur Pause war die Partie beim Stand von 0:3 praktisch entschieden.

Weiden findet überhaupt nicht ins Spiel

Von Beginn an lief bei den Gastgebern wenig zusammen. Kornburg war wacher, spielstärker und vor allem vor dem Tor gnadenlos effektiv. Bereits in der 14. Minute brachte Marcel Götz die Gäste in Führung. Nur sieben Minuten später schlug der Kornburger erneut zu – 0:2.

Für Weiden wurde die Aufgabe damit früh zur Mammutaufgabe. Statt selbst Druck aufzubauen, musste die SpVgg SV bereits nach einer guten halben Stunde den nächsten Rückschlag hinnehmen. Dominik Healy erhöhte in der 30. Minute auf 0:3.

Die Hausherren waren zu diesem Zeitpunkt praktisch von der Rolle. Kornburg kontrollierte das Geschehen nach Belieben und ließ Weiden kaum Möglichkeiten, in die Partie zu finden.

Riester: „Wir waren heute zu keiner Zeit im Spiel“

Weidens Cheftrainer Michael Riester fand nach dem Schlusspfiff entsprechend deutliche Worte. „Wir waren heute zu keiner Zeit im Spiel, haben nicht einmal den Fuß in die Tür reingebracht.“ Dabei sah der Trainer einen besonders unglücklichen Zeitpunkt für den Auftritt seiner Mannschaft: „Was heißen mag, dass uns ein spielstarkes Kornburg an einem unserer schlechtesten Tage erwischt hat.“

Zur Pause reagierte Riester und nahm gleich drei Veränderungen vor. Luis Siegert, Stefan Pühler und Martin Ruda kamen für Moritz Hügel, Josef Rodler und Lukas Schaller. Doch auch die personellen Veränderungen brachten zunächst nicht die erhoffte Wende.

SSV Jahn
SSV Jahn

Nach der Pause wird es noch bitterer

Gerade einmal zwei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da klingelte es erneut im Weidener Tor. Healy erhöhte auf 0:4 und machte endgültig klar, dass Kornburg an diesem Abend nicht gewillt war, noch einmal Spannung aufkommen zu lassen.

Immerhin zeigte Weiden Moral. In der 62. Minute erzielte Patrik Vacek den ersten Treffer für die Gastgeber und verkürzte auf 1:4. Für einen Moment keimte Hoffnung auf, doch Kornburg erstickte diese umgehend.

Nur drei Minuten später stellte Nico Zietsch den Vier-Tore-Vorsprung wieder her. Und auch auf Vaceks zweiten Treffer zum 2:5 in der 80. Minute hatte Kornburg die passende Antwort. Tobias Weber und Wallace Omoregbee sorgten mit ihren Treffern in der 82. und 86. Minute für den Endstand von 2:7.

Lukas Schaller im freien Flug. Foto. D. Nachtigall
Felix Behnke und seine Abwehr wurde Kornburg nicht Herr. Foto: D. Nachtigall
Eldin Becic verhinderte, trotz sieben Gegentreffern, eine Blamage. Foto. D. Nachtigall

„Durchaus die schwärzeste Stunde“

Für Michael Riester war die Partie mehr als nur eine deutliche Niederlage. „Durchaus die schwärzeste Stunde, seitdem ich hier bin.“

Trotz des bitteren Abends wollte der Weidener Trainer seine Mannschaft jedoch nicht fallen lassen. Er kennt seine Spieler und glaubt an deren Reaktion: „Viele Mannschaften schmeißt sowas in dieser Situation um, uns nicht, ich weiß das, weil ich diese Jungs seit Jahren kenne.“

Seine Botschaft für die kommenden Tage ist deshalb eindeutig: „Aber wir werden aufstehen und kämpfen, das tut man, wenn man am Boden liegt!“

Verletzungssorgen verschärfen die Situation

Auch Torhüter Eldin Becic verwies nach dem Spiel auf die schwierige personelle Lage. „Wir haben einfach mit sechs Mann zu viele Verletzte und so hat unser Trainer keine Alternativen.

Gleichzeitig erkannte Becic die Leistung des Gegners an: „Es war ein enorm schwieriges Spiel und der Gegner hat super gespielt.“

Die Weidener stehen damit nach fünf Spieltagen weiterhin ohne Sieg da. Neunzehn Gegentore zeigen zudem deutlich, wo derzeit die größten Probleme liegen. Mit nur zwei Punkten rangiert die SpVgg SV nun ganz hinten und steht bereits früh in der Saison unter Druck.

Jetzt zählt nur noch das Derby

Viel Zeit, die schwere Niederlage zu verdauen, bleibt allerdings nicht. Bereits am Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel bei der SpVgg Bayern Hof die nächste Herausforderung – und zugleich die Chance auf Wiedergutmachung.

Becic blickt jedenfalls nach vorne und setzt auf einen schnellen Befreiungsschlag: „Wenn wir Samstag im Derby gegen Hof siegreich sind, geht es wieder bergauf.“

Nach dem 2:7 gegen Kornburg ist das für die SpVgg SV Weiden auch dringend nötig. Denn eines hat der Dienstagabend eindrucksvoll gezeigt: Die Mannschaft muss sich schnell stabilisieren, wenn aus dem Fehlstart keine handfeste Krise werden soll.

Bayernliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.