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Ernüchterung nach Pokal-Euphorie: SpVgg SV Weiden verliert Oberpfalzderby

Weiden. Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt. Treffender hätte man die Gefühlslage bei der SpVgg SV Weiden innerhalb von nur drei Tagen kaum beschreiben können

Ernüchterung nach Pokal-Euphorie: SpVgg SV Weiden verliert Oberpfalzderby

Moritz Zeitler versuchte alles, aber gegen Ammerthal gelang leider nicht viel. Foto: D. Nachtigall

Nach dem umjubelten Pokalsieg gegen Regionalligist SpVgg Ansbach am Dienstagabend wollten die Schwarz-Blauen im Oberpfalzderby der Fußball-Bayernliga Nord gegen die DJK Ammerthal den nächsten Schritt machen. Doch vor 1.072 Zuschauern im Spardabank-Stadion folgte die Ernüchterung: Die Gastgeber mussten sich trotz früher Führung mit 1:2 (1:2) geschlagen geben. Dabei begann der Abend aus Weidener Sicht nahezu perfekt. Trainer Michael Riester hatte seine Startelf im Vergleich zum Pokalfight auf mehreren Positionen verändert. Jakob Höfler, Keeper Justin Bartl und Patrik Vacek rückten für Paul Gebhard, Torwart Eldin Becic und Moritz Hügel in die Anfangsformation.

Traumstart für die Wasserwerkelf

Die Veränderungen schienen sich zunächst auszuzahlen. Christoph Fenninger setzte sich auf der rechten Seite mit einem starken Antritt durch und schlug eine maßgeschneiderte Flanke in den Strafraum. Dort stand Jahi Sylemani goldrichtig und schob zur frühen 1:0-Führung ein (14.). Die Weidener Fans hofften nun auf einen stimmungsvollen Derbyabend mit dem nächsten Heimsieg.

Ammerthal blieb ihrem Matchplan treu

Doch Ammerthal zeigte sich völlig unbeeindruckt. Die Mannschaft von Tobias Rösl blieb ihrem Matchplan treu, verteidigte kompakt und lauerte konsequent auf Umschaltsituationen. Nur drei Minuten nach der Führung zeigte Schiedsrichter nach einem Zweikampf zwischen Weidens Kapitän Felix Behnke und Manuel Mutove auf den Elfmeterpunkt. Lucas Markert ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1 (17.).Der Ausgleich zeigte Wirkung. Weiden verlor den Faden, während die Gäste immer selbstbewusster wurden. Erneut war Mutove der Ausgangspunkt der gefährlichen Offensivaktion. Diesmal krönte der Angreifer seine starke Leistung selbst und traf sehenswert zur 2:1-Führung für die DJK Ammerthal (24.).

Weiden findet keine Antwort

Nach dem Seitenwechsel investierte die SpVgg zwar mehr, fand gegen die diszipliniert stehende Gästeabwehr jedoch kaum Lösungen. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Josef Rodler, dessen Abschluss in der Schlussphase das Ziel knapp verfehlte (81.). Auch Christoph Fenninger kam noch zu einer aussichtsreichen Möglichkeit.

Auf der anderen Seite blieb Ammerthal bei Kontern brandgefährlich. Besonders der eingewechselte Michael Janner sorgte mit seinen Läufen immer wieder für Unruhe in der Weidener Defensive und hätte die Führung sogar noch ausbauen können.

Joker Pühler blieb ohne Wirkung

Michael Riester versuchte mit mehreren Wechseln noch einmal neue Impulse zu setzen. Auch Stefan Pühler, der mit seinem Treffer gegen Ansbach zum Pokalhelden geworden war, kam in der Schlussphase aufs Feld. Doch diesmal blieb der Joker ohne Wirkung. Die Gastgeber rannten an, fanden aber kein Mittel mehr gegen die clever verteidigenden Gäste. Selbst weitere Spielminuten hätten an diesem Abend wohl nichts mehr am Ergebnis geändert.

Grammer Solar
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Christoph Fenninger leitete den einzigen Treffer der Weidener ein. (blaues Tirkot) Foto: D. Nachtigall
Immer wieder gab es heftige Duelle in den beiden Strafräumen des Onberpfalzderbies. Foto: D. Nachtigall
Jakob Höfler und Paul Brand (blaues Trikot) versuchten alles im Mittelfeld. Foto: D. Nachtigall
Adrian Hoti (blaues Tirkot) im Kopfballduell. Foto. D. Nachtigall
Schiedsrichter Leonhard Burghardtswieser zeigt auf den Elfmeterpunkt. Foto: D. Nachtigall
Felix Behnke (blaues Trikto) bringt hier wohl Manuel Mutova zum Fall, der in einem Strafstoß endete. Foto: D. Nachtigall