Fünfter Saisonsieg für Etzenricht gegen Schlicht

Fünfter Saisonsieg für Etzenricht gegen Schlicht
Starker und selbstbewusster FC Schlicht gestaltet die Partie offen und führt zu Recht vor der Pause. „Ein Unentschieden oder eine Niederlage wären auch möglich gewesen“, so der O-Ton von SVE-Trainer Andreas Wendl / Trotz Hitze kein hitziges, sondern ein faires Match / „Die Mentalität entschied das Spiel“, so beide Trainer / Statistik weist den fünften Sieg des SVE auf / Janker und Lenz treffen nach klasse Einzelaktionen.
SV Etzenricht – 1. FC Schlicht 2:1 (0:1) / Tore: 0:1 (37.) Daniel Lopez, 1:1 (60.) Johannes Janker, 2:1 (76.) Finn Lenz – SR: Marius Hägle – Zuschauer: 180.
SV Etzenricht dreht das Spiel nach der Pause
In der temperaturflotten Bezirksliga-Begegnung verbuchte der SV Etzenricht den fünften Saisonsieg und belegt nach einem halben Dutzend Terminen in der Momentaufnahme Rang eins im Feld der Bezirksligisten. Schlicht war der erwartete schwere Gegner für die Wendl-Truppe und hielt die Partie bis in die Schlussminuten vollkommen offen. Vor allem vor dem Wechsel präsentierte sich die auf allen Positionen gut besetzte und taktisch hervorragend eingestellte Mannschaft von Sven Seitz mit breiter Brust.
Die Gästeführung deutete sich an und war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Torschütze war der Ex-Vilsecker Daniel Lopez, der mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern SVE-Torhüter Dominik Pautsch keine Chance ließ. Weitere spektakuläre Chancen ergaben sich nicht – ein Zeichen solider Abwehrarbeit hüben wie drüben. Etzenrichts beste Gelegenheit verhinderte die Schiedsrichterpfeife: Johannes Janker hatte freie Bahn, nachdem sein Beschatter ausrutschte; der Referee wertete die Aktion irrtümlich als Stürmerfoul.
Wende nach dem Seitenwechsel
Etzenricht zeigte sich nach dem Seitentausch von einer besseren Seite und drehte das Ergebnis aufgrund von zwei beherzten Einzelaktionen. Exakt nach einer Stunde glich Johannes Janker nach einer Balleroberung aus, Treffer zwei glückte ebenfalls per Solo durch Finn Lenz. Er umkurvte die FC-Deckung und traf gegen den tüchtigen „Heimkehrer“ Jonas Schmutzer im Gästetor. Torgefahr in der restlichen Phase schuf Mirko Griesbeck mit einzelnen Schüssen aus der zweiten Reihe. Schlicht bemühte sich, wurde aber von der gut organisierten SV-Deckung um Ben Kippes und Jannik Herrmann geblockt. Bedauerlich war aus Etzenrichter Sicht das verletzungsbedingte Ausscheiden von Bastian Schreml, der in einem ansonsten ausgesprochen fair geführten Duell wegen eines nicht geahndeten und wirkungsvollen Fouls aus dem Spiel genommen wurde.
Stichwort „Mentalität“: Gilt für beide Trainerstimmen als Thema Nummer eins
Andreas Wendl, Spielertrainer SV Etzenricht, lieferte seine Aussage: „Ein sehr intensives Spiel von beiden Seiten, mit vielen Zweikämpfen. Schlicht war in der ersten Halbzeit richtig gut drin und komplett überlegen. Wir haben keine Mittel gefunden und gingen völlig zu Recht mit 0:1 in Rückstand. Hier hätte ich nicht unbedingt gedacht, dass wir noch einmal zurückkommen. Im zweiten Durchgang hatten wir Schlicht ein wenig besser im Griff, aber ohne zwingend zu sein. Aus zwei Situationen haben wir die Tore gemacht. Das Spiel kann genauso gut unentschieden ausgehen oder wir könnten es unter anderen Umständen vielleicht auch verlieren. Deswegen sind wir mehr als glücklich, zumal wir auf einen Gegner getroffen sind, der in allen Belangen richtig gut war und sich gut präsentiert hat.“
Sven Seitz, Spielertrainer des 1. FC, äußerte sich wie folgt: „Für uns war das eine ärgerliche Niederlage, wir haben ein gutes Match abgeliefert, hatten in der ersten Halbzeit die Kontrolle über den Ball und gingen verdient in Führung. Nach der Pause haben wir wenig Entlastung nach vorn geschaffen, haben den Ball zu leicht weggegeben, und die Gegner eher begleitet, als sie zu stören. Besonders beim zweiten Etzenrichter Tor haben wir es ermöglicht, dass der Torschütze durchtanzte.“
Ausblick und Personal
Schlicht hatte aus dem Heimsieg Selbstbewusstsein mitgebracht, das Freitagsspiel habe aber auch Kraft gekostet. Anerkennend bezeichnete er die Mentalität der Heimelf, die das Ergebnis möglich gemacht hatte. Allgemein benötigt sein Team nach personellem Umbruch und zahlreichen Verletzungen Zeit, sich zu formen.
Ein gutes Signal zeigte sich am Sonntag schon: Ex-Ammerthaler Martin Popp wurde im zweiten Abschnitt erstmals eingewechselt. Eine gute Entwicklung vermeldete auch der SVE: Michael Wexlberger spielte nach mehrwöchiger Zwangspause eine Halbzeit beim hochverdienten 2:0 der Kreisklassen-Elf gegen die SpVgg Windischeschenbach mit, und Ben König nahm auf der Auswechselbank Platz.
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