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Kreisklasse West: Das Derby in Immenreuth steht an

Weiden. Vier Mannschaften stehen punktgleich an der Spitze der Tabelle. Drei davon müssen auswärts antreten. Nur die SG Seugast/Freihung hat Heimrecht.

Kreisklasse West: Das Derby in Immenreuth steht an

Viel Kampf und Emotionen gibt es immer im Derby des SV Immenreuth (grau) gegen den SVSW Kemnath (schwarz). Foto: Jürgen Masching

Kreisklasse West, 5. Spieltag

Samstag, 22.08.2026

15 Uhr SV Wildenreuth – SC Kirchenthumbach

Für Wildenreuth geht es damit erneut darum, gegen einen favorisierten Gegner über weite Strecken kompakt zu stehen und auf Fehler oder Umschaltmomente zu lauern, um doch noch für eine Überraschung zu sorgen. Kirchenthumbach wiederum, das bislang noch ohne Punktverlust durch die Saison ist, dürfte trotz der personellen Rotation bemüht sein, seine bisherige Serie fortzusetzen. Nach den schweren Begegnungen gegen Neusorg und Kemnath hat es der SV Wildenreuth nun mit dem nächsten Hochkaräter zu tun: Am Samstag um 15 Uhr kommt mit dem SC Kirchenthumbach der Kreisligaabsteiger in die Landkreisgemeinde.

Trainer Thomas Bayer machte im Vorfeld keinen Hehl daraus, dass die Aufgabe kaum leichter werden dürfte als in den Wochen zuvor. Dennoch sei jedes Spiel eine Chance, die ersten Punkte der Saison einzufahren, auch wenn die Ausgangslage wie schon in den vergangenen Wochen nicht die beste sei. Kämpfen und alles geben – das werde die Marschroute für seine Mannschaft sein, so Bayer. Auch auf Kirchenthumbacher Seite rechnet man mit einer schweren Aufgabe. Trainer Christian Ringler erklärte, dass am Samstag ein extrem schweres Spiel warte. Man werde auf einen Gegner treffen, der alles daransetzen werde, um die ersten Punkte der Saison einzufahren. Personell wird die Mannschaft erneut ein etwas verändertes Gesicht zeigen: Einige Urlauber kehren zwar zurück, im Gegenzug treten die nächsten vier Spieler die Reise in den Urlaub an. Trotz der ständigen Wechsel im Kader habe man in der vergangenen Woche gut trainiert, so Ringler weiter.

16 Uhr VfB Mantel – SV Neusorg

Der VfB Mantel steht nach vier Spieltagen noch ohne Sieg in der Tabelle, zwei Unentschieden bedeuten immerhin zwei Punkte. Ob der erste Saisonsieg jedoch ausgerechnet gegen den aktuellen Tabellenführer aus Neusorg gelingt, ist fraglich. Dieser hat von seinen vier Saisonspielen bereits drei gewonnen und dabei stattliche 19 Tore erzielt. Mit entsprechend viel Selbstvertrauen tritt die Mannschaft die Auswärtsfahrt nach Mantel an. Man möchte die erfolgreiche Serie fortsetzen und gleichzeitig den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison einfahren. Die Aufgabe dürfte dabei alles andere als einfach werden, waren die Duelle in Mantel in den vergangenen Jahren doch stets umkämpft und intensiv. Auf dem Manteler Sportplatz wartet damit erneut eine anspruchsvolle Aufgabe auf die Neusorger, die dennoch mit breiter Brust und großer Motivation anreisen. Personell kann das Trainerteam weitgehend aus dem Vollen schöpfen, bis auf wenige Ausfälle und einige angeschlagene Spieler steht nahezu der komplette Kader zur Verfügung. Entsprechend positiv verlief auch die Trainingswoche, in der die Mannschaft konzentriert und engagiert arbeitete.

Trainer Patrick Müller erklärte, die drei Siege in Folge hätten der Mannschaft natürlich Selbstvertrauen gegeben. Man wisse aber genau, dass in Mantel eine schwierige Aufgabe warte, wo man sich jeden Meter hart erarbeiten müsse. Der VfB sei eine Mannschaft, die sehr unangenehm zu bespielen sei und vor heimischem Publikum nochmal zusätzliche Energie entwickle. Mit der Trainingswoche zeigte sich Müller sehr zufrieden, die Mannschaft habe konzentriert gearbeitet und eine hohe Intensität an den Tag gelegt. Man merke, dass das Team aktuell hungrig sei und die positive Entwicklung fortsetzen wolle. Auch personell sehe es ordentlich aus, bis auf wenige Ausfälle und einige Fragezeichen stehe nahezu der komplette Kader zur Verfügung. Man fahre nicht nach Mantel, um die Serie lediglich zu verwalten, sondern wolle den nächsten Schritt machen, so Müller weiter. Dafür brauche es dieselbe Leidenschaft, Disziplin und Geschlossenheit, die die Mannschaft in den vergangenen Wochen ausgezeichnet habe. Rufe man die eigene Leistung ab und bleibe über 90 Minuten fokussiert, habe man gute Chancen, die drei Punkte mit nach Neusorg zu nehmen – genau das sei das erklärte Ziel.

Sonntag, 23.08.2026

15 Uhr SV Immenreuth – SVSW Kemnath

Derbyzeit in Immenreuth am Sonntagnachmittag – und wie jedes Jahr ist die Ausgangslage im Vorfeld klar: Die Gastgeber gehen als Underdog in die Partie, während die Gäste aus dem nahen Kemnath zu den Meisterschaftsfavoriten zählen und sich aktuell auch entsprechend präsentieren. Doch solche Begegnungen haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Zwar ist Immenreuth schlecht in die Saison gestartet, konnte aber trotz eines dünnen Personalkaders bereits zwei Zähler einfahren. Trainer Matthias Müller erklärte, dass man für ein Derby ohnehin keine zusätzliche Motivation brauche, hier komme die Motivation quasi von selbst. Personell kehrten zudem einige Spieler zurück, dennoch gehe man klar in der Außenseiterrolle in die Partie. Man wisse um die Ambitionen Kemnaths, das kommen und gewinnen wolle, werde sich dem aber mit aller Macht entgegenstemmen und versuchen, einen Punkt oder gar alle drei in Immenreuth zu behalten. Druck verspüre man dabei keinen, ein Erfolg wäre ein zusätzliches Bonbon, die eigentlichen Punkte müsse man sich ohnehin gegen andere Gegner holen.

Kemnaths Tobias Gradl rechnet mit einer ähnlichen Partie wie zuletzt gegen Wildenreuth, ergänzt um die besondere emotionale Komponente eines Derbys. Der vergangene Spieltag habe noch einmal deutlich gezeigt, dass man jede Begegnung mit der richtigen Einstellung und der nötigen Konsequenz angehen müsse. Gelinge dies, sei er überzeugt, dass die Mannschaft genügend Qualität besitze, um mit der vollen Punkteausbeute die Heimreise anzutreten.

WITRON – Last call Ausbildung
WITRON – Last call Ausbildung

15 Uhr SV Waldeck – TSV Pressath

Eigentlich hatten sich beide Teams den Saisonstart etwas anders vorgestellt. Während man bei den Gastgebern aus Waldeck jedoch rundum zufrieden ist und bislang ohne Niederlage dasteht, musste der TSV Pressath, der von einigen Verantwortlichen anderer Mannschaften vor Saisonbeginn noch als Geheimfavorit gehandelt wurde, bereits vier Niederlagen hinnehmen.

Pressath steht damit aktuell am Tabellenende und weist nach vier Saisonspielen ein Torverhältnis von 3:21 auf. Unter der Woche sollte die Situation von Trainer Daniel Käß gemeinsam mit der Mannschaft aufgearbeitet werden. Käß räumte ein, dass der Saisonstart missglückt sei, dies müsse man akzeptieren, gleichzeitig aber die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man in der Trainingswoche an den richtigen Stellschrauben gedreht habe. An der Zielsetzung ändere sich dadurch nichts, man wolle in Waldeck gewinnen, so Käß.

15 Uhr SG Seugast/Freihung – SV Riglasreuth

Das zweite Heimspiel in Folge steht am Sonntag für die Spielgemeinschaft Seugast/Freihung an, und erneut wartet ein unangenehmer Gegner. Die SG ist bislang sehr gut in die Saison gestartet und musste nur am vergangenen Spieltag einen Punkt zu Hause gegen Waldeck liegen lassen. Mit einer starken Defensive, die bisher erst einen Gegentreffer zugelassen hat, und viel Power in der Offensive will man nun auch die nächste Mannschaft aus dem Landkreis Tirschenreuth bezwingen. Florian Weiß bezeichnete Riglasreuth als unberechenbaren Gegner, den man auf keinen Fall unterschätzen werde. Man wolle den nächsten Dreier zu Hause einfahren, dafür müssten aber alle Spieler an ihre Leistungsgrenze gehen.

Auch beim Gegner aus Riglasreuth ist man mit den bisher gezeigten Leistungen zufrieden: Zwei Siegen stehen jeweils ein Unentschieden und eine Niederlage gegenüber. Nun will man auch bei der SG etwas Zählbares mitnehmen. Trainer Lukas Emmerich erklärte, dass am Sonntag gegen Seugast eine schwierige Auswärtsaufgabe warte. Man wisse um die Qualität des Gegners, wolle aber mit einer konzentrierten Leistung versuchen, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Verschobene Spiele des 5. Spieltages:

28.08.2026 DJK Ebnath – TSG Weiherhammer

02.09.2026 SV Hahnbach II – Germania Amberg