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Kreisklasse West: Die Hinrunde endet mit einem souveränen Spitzenreiter

Weiden. Auch im 13. Saisonspiel bleibt der SVSW Kemnath ungeschlagen. Jedoch können auch alle Verfolger einen Sieg einfahren.

Kreisklasse West: Die Hinrunde endet mit einem souveränen Spitzenreiter

Der SVSW Kemnath feierte den elften Sieg in Folge und ist Hinrundenmeister. Foto: Jürgen Masching

Kreisklasse West, 13. Spieltag

Samstag, 17.10.2026

SV Neusorg – TSV Pressath 2:1 (0:0)

Am Kirwasamstag tat sich der favorisierte SV Neusorg schwer gegen die abstiegsbedrohten Pressather. Die Gastgeber waren von Beginn an gut in der Partie und erarbeiteten sich einige vielversprechende Chancen. Sie scheiterten aber entweder am überragend aufgelegten Gästetorhüter Tim Hochholzer oder fanden mit ihren Abschlüssen nicht den Weg aufs Tor. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Neusorg spielbestimmend, und in der 54. Minute belohnte sich Simon Heser mit der verdienten Führung. Nach einer Unstimmigkeit in der Neusorger Hintermannschaft nutzte Dominik Rau in der 61. Minute die Chance zum 1:1. Die Erlösung folgte in der 86. Minute, als erneut Heser zur Stelle war.

Trainer Patrick Müller sagte: „Es war kein schlechtes Spiel von uns. Der gegnerische Torhüter hatte einen absoluten Sahnetag, und Pressath war extrem bissig in den Zweikämpfen. Trotzdem geht der Sieg für mich völlig in Ordnung.“ Markus Zibell vom TSV Pressath sagte: „Es ist maximal unglücklich, wenn du kurz vor Schluss noch verlierst, aber die Enttäuschung ist schnell dem Stolz über die gezeigte Leistung gewichen. Mit Tim Hochholzer hatten wir den besten Mann am Platz.“

SV Immenreuth – SV Waldeck 2:0 (0:0)

Im Derby am Samstag in Immenreuth schmeckte am Ende nur den Gastgebern das Kirwabier. Die wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt fuhr der SV Immenreuth mit einem 2:0-Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Waldeck ein. Nach einer torlosen ersten Hälfte gelang den Hausherren in der 62. Spielminute durch Jan Brunner die Führung. Die Gäste schwächten sich anschließend selbst, denn Lukas Köhler sah die Gelb-Rote Karte. In der 90. Minute machte Emil Söllner mit dem 2:0 alles klar.

Immenreuths Trainer Matthias Müller sagte: „Wir haben den Kampf ab Minute eins angenommen und nach anfänglichen Schwierigkeiten die Spielkontrolle übernommen. Nach einer Stunde sind wir verdient in Führung gegangen. Doch bis zum erlösenden 2:0 kurz vor Schluss war es weiterhin spannend. Am Schluss war es ein verdienter Sieg für uns.“ Der SV Immenreuth verschafft sich damit etwas Luft nach hinten. Für Waldeck, das auf dem sechsten Tabellenplatz bleibt, war es nach dem 0:4 gegen Kirchenthumbach die zweite Niederlage in Folge.

SV Riglasreuth – SV Hahnbach II 4:0 (1:0)

Auch in Riglasreuth gab es am Kirwasamstag einen Heimerfolg, der in dieser Höhe nicht unbedingt zu erwarten war. Die Gastgeber gaben von Minute eins Vollgas und gingen vor dem Pausenpfiff durch Lukas Wegmann in Führung. In der zweiten Halbzeit erhöhten Philip Schenkl, Fabian Hiltner und Lukas Anzer auf 4:0. Trainer Lukas Emmerich sagte: „Nach einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Spiel in Pressath war der Sieg im wichtigen Sechs-Punkte-Spiel gegen Hahnbach auch in dieser Höhe mehr als verdient. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Im Anschluss konnten wir den Sieg bei der Sportheimkirwa gebührend feiern.“

Für Hahnbach wird es immer schwerer, sich von den Abstiegsplätzen fernzuhalten. Trainer Holger Fleck sagte: „Wir sind schon seit geraumer Zeit kadertechnisch am Limit, und nun war die Spitze des Eisbergs erreicht. Ich hatte nur einen Auswechselspieler zur Verfügung. Wir mussten fast 60 Minuten nach einer Gelb-Roten Karte mit zehn Mann auskommen, und trotzdem war kaum ein Unterschied festzustellen. Meinen Respekt an meine Jungs, dass wir das Spiel lange offen gehalten haben.“

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Sonntag, 18.10.2026

SC Kirchenthumbach – TSG Weiherhammer 6:0 (2:0)

Keine Chance ließ der favorisierte SC Kirchenthumbach den Gästen aus Weiherhammer. Bereits zur Halbzeit führten die Gastgeber durch Tore von Nico Schart und Noah Schmidt mit 2:0. Nach dem Seitenwechsel erhöhten erneut Schart und Nico Mühlbauer, dem ein lupenreiner Hattrick gelang, auf 6:0. Trainer Christian Ringler sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht wirklich zu unserem Spiel gefunden, konnten aber trotzdem mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen. Nach dem Seitenwechsel haben wir dann für rund 30 Minuten deutlich besseren Fußball gespielt und unsere Chancen konsequent genutzt. Damit können wir auf eine sehr gute Vorrunde zurückblicken. Die Jungs haben sich diese Entwicklung mit viel Einsatz und Trainingsfleiß absolut verdient.“

Gästetrainer Christoph Herrmann sprach von einer Grippewelle, wegen der neun Spieler gefehlt hätten: „Wir fanden zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel. Mit dem Halbzeitpfiff kassierten wir nach einer Ecke das 2:0, direkt nach der Pause binnen fünf Minuten zwei weitere Gegentore. Danach zeigten wir Auflösungserscheinungen, weshalb der Sieg in dieser Höhe verdient an Kirchenthumbach geht.“

SVSW Kemnath – Germania Amberg 2:0 (0:0)

Der Tabellenführer aus Kemnath tat sich in diesem Spiel sehr schwer. Der Gast aus Amberg verteidigte defensiv sehr gut und setzte immer wieder Nadelstiche, ganz nach dem Geschmack von Spielertrainer Remigiusz Szewczyk. Nach der torlosen ersten Halbzeit brachte Jannis Merkl die Gastgeber in der 62. Minute per Kopf in Führung. Amberg versuchte nun alles, um noch auszugleichen, doch Daniel Pressler machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf.

Tobias Gradl sagte: „Trotz einiger Ausfälle hatten wir die Partie über gut 75 Minuten weitestgehend unter Kontrolle und konnten den Gegner konsequent von unserem Tor fernhalten. Jannis Merkl belohnte sich für seinen starken Auftritt und brachte uns nicht unverdient in Führung. Wie bereits in der Vorwoche machten wir dann in der Nachspielzeit den Sack zu. Damit bleiben wir in der Vorrunde ungeschlagen und feiern den elften Sieg in Folge. Das ist eine starke Zwischenbilanz, aber erst die halbe Miete.“

SV Wildenreuth – VfB Mantel 0:0

Der SV Wildenreuth, Schlusslicht der Kreisklasse West, bleibt auch im zweiten Spiel in Folge ungeschlagen. Bei den Gelb-Blauen hatte man sich vor heimischem Publikum mehr erhofft. Beide Mannschaften boten über 90 Minuten zu wenig, und so endete die Partie torlos. Bitter für die Gastgeber: Torhüter Leon Heining sah in der 85. Minute die Rote Karte und fehlt damit im Abstiegskampf.

Trainer Thomas Bayer sagte: „Die Punkteteilung geht soweit in Ordnung. Das Spiel war recht ausgeglichen und teilweise sehr fahrig, mit vielen einfachen Fehlern auf beiden Seiten und wenigen Torchancen. Am bittersten ist die späte Rote Karte gegen unseren Torhüter, der uns damit fehlen wird. Somit endet die Seuchen-Hinrunde im Prinzip so, wie sie begann, und wir können nur hoffen, dass es irgendwie besser wird.“ Wildenreuth bleibt Letzter und hat fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Der VfB Mantel steht im Mittelfeld.

SG Seugast/Freihung – DJK Ebnath 2:1 (1:1)

Der Favorit aus Seugast tat sich im Duell mit der DJK Ebnath schwer, brachte den knappen Sieg aber über die Zeit. Florian Weiß von der SG sagte: „Am Ende war es ein knappes Ding, wobei wir uns das Leben wieder selbst schwer gemacht haben, vor allem in der ersten Halbzeit. Da waren wir haushoch überlegen und hatten Chancen ohne Ende, haben aber nur ein Tor gemacht. Eigentlich musst du da mit 3:0 oder 4:0 in die Halbzeit gehen, und dann kriegst du kurz davor durch einen Standard ein dummes Gegentor. Wir haben uns vorgenommen, nochmal Gas zu geben, und die zweite Halbzeit völlig verdient gewonnen. So ist Fußball. Wir sind oben dran geblieben, und die erfolgreiche Serie geht weiter.“

Florian Horn aus Ebnath sagte: „Mit Seugast hatten wir den erwartet starken Gegner. Nach dem 0:1 konnten wir kurz vor der Halbzeit durch einen Eckball ausgleichen. Durch einen clever ausgeführten Freistoß mussten wir das 1:2 hinnehmen. Unser Torhüter hielt uns mit einem parierten Elfmeter im Spiel. Bitter sind die Verletzungen zweier wichtiger Spieler. Am Wochenende wollen wir im Derby wieder punkten.“