Kreisklasse West: Favoriten feiern deutliche Siege
Kreisklasse West: Favoriten feiern deutliche Siege
Kreisklasse West, 3. Spieltag
Freitag, 07.08.2026
DJK Ebnath – SVSW Kemnath 1:7 (0:4)
Die Begegnung am Freitagabend war bereits nach zwölf gespielten Minuten entschieden. Die Gäste aus Kemnath führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3:0 – zweimal Martin Pasieka sowie Serhat Kaya trafen für den Meisterschaftsfavoriten. Noch vor dem Pausenpfiff erhöhte Pasieka auf 4:0. Im zweiten Abschnitt setzte sich die Kemnather Dominanz nahtlos fort: Kaya erzielte einen Doppelpack, zudem traf Andrij Kovalov, während Wolfgang Schinner zwischenzeitlich für Ebnath auf 1:5 verkürzte. Am Ende stand ein deutlicher 7:1-Auswärtssieg für Kemnath zu Buche.
Ebnaths Trainer Dominik Hautmann fand nach der klaren Niederlage deutliche Worte: Seine Mannschaft sei zu Beginn der Partie gar nicht auf dem Platz gewesen, alles, was man sich vorgenommen habe, sei nicht umgesetzt worden. Das Einzige, was man aus diesem Spiel mitnehmen könne, sei die Erkenntnis, dass die eigenen Fehler analysiert und abgestellt werden müssten. Kemnaths Trainer Klaus Schinner zeigte sich hingegen hochzufrieden mit seiner Mannschaft: Man sei klar die bessere Mannschaft gewesen, und nach dem unglücklichen Unentschieden am vergangenen Spieltag sei es super gewesen, wie das Team ins Spiel gefunden habe. Man sei schnell gewesen und vor allem im Kopf schneller als der Gegner. Seine Mannschaft habe den Sieg von Beginn an einfach mehr gewollt.
TSV Pressath – TSV Weiherhammer 3:3 (1:1)
Beide Teams hatten nach zwei Spieltagen noch keinen Zähler auf der Habenseite. In einem abwechslungsreichen Spiel starteten die Gäste besser und gingen durch Markus Falkenstein in Führung. Noch vor der Pause glich Fabian Waldmann aus. Nach dem Seitenwechsel verwandelte Michael Schmid einen Elfmeter zur erneuten Führung für die Gastgeber, ehe Falkenstein sowie Yanniv Schimmer die Partie für Weiherhammer noch einmal drehten. Dominik Rau glich schließlich zum Endstand von 3:3 aus.
Pressaths Trainer Daniel Käß zeigte sich nachdenklich: Spielerisch habe er seine Mannschaft überlegen gesehen, allerdings mache man es sich aktuell selbst schwer. Angesichts dessen, was der Gegner angeboten habe, drei Gegentore zu kassieren, sei irgendetwas zwischen fahrlässig und selbstverschuldet. Dass zudem zwei klare Tore aberkannt worden seien, habe diesen ohnehin seltsamen Spieltag zusätzlich verkompliziert. Man sei aber gut beraten, sich auf das zu konzentrieren, was man selbst beeinflussen könne. Vom Gefühl her fühlten sich die beiden Punkte eher wie zwei verlorene als ein gewonnener an. Weiherhammers Spielertrainer Christoph Herrmann sprach von einem absolut wilden Spiel, mit dessen Punkteteilung beide Mannschaften zufrieden sein könnten, da die Partie am Ende in beide Richtungen hätte kippen können. In Sachen Einstellung, Kampf und Laufbereitschaft könne er seiner Mannschaft diesmal keinen Vorwurf machen. Erneut kritisierte er jedoch, dass man dem Gegner zwei Gegentore auf dem Silbertablett serviert habe. Zudem sei seiner Mannschaft beim Abpfiff ein klarer Elfmeter verwehrt geblieben, wenngleich auch Pressath in der 80. Minute einen berechtigten Strafstoß zugestanden hätte. Nun gelte es, auf dieser Leistung aufzubauen.
Samstag, 08.08.2026
SV Neusorg – SV Wildenreuth 10:1 (5:1)
Der Favorit aus Neusorg sorgte am Samstag für den höchsten Sieg der laufenden Kreisklassensaison und fegte den SV Wildenreuth mit 10:1 vom Platz. Vor dem Pausenpfiff trafen Christopher König doppelt sowie David Krapf, Leon Traßl und Simon Heser für Neusorg, für die Gäste verkürzte zwischenzeitlich Jonas Häupler. In Halbzeit zwei legten Heser, erneut Christopher König, Jonathan König sowie Traßl nach und schraubten das Ergebnis auf den 10:1-Endstand.
Neusorgs Trainer Patrick Müller schilderte den Spielverlauf so: „Wir kamen nicht gut ins Spiel. Wir hatten zwar viele Räume, waren aber oftmals zu hektisch. Der Dosenöffner kam dann durch Christopher König. Das 2:1 war anschließend ein klares Hallo-wach-Erlebnis für uns. Danach spielten sich meine Jungs wie in einen Rausch, und es fiel Tor um Tor. Das war ein klasse Sieg, den wir dann alle gemeinsam auf einem Polterabend feiern durften.“ Wildenreuths Trainer Thomas Bayer war nach der deutlichen Niederlage entsprechend bedient: „Eigentlich waren wir bis zur Trinkpause nach 25 Minuten gut im Spiel und haben dagegengehalten, und ich hab in der kurzen Pause meine Jungs noch gelobt – und dann kassieren wir binnen 20 Minuten fünf Gegentore. Was genau da passiert ist, ist mir bis heute schleierhaft. Das Endergebnis ist dann wohl nur noch die logische Konsequenz.“
Sonntag, 09.08.2026
SV Waldeck – Germania Amberg 3:1 (1:0)
Der Aufsteiger aus Waldeck bleibt auch im dritten Kreisklassenspiel ungeschlagen. Gegen die Gäste aus Amberg gelang ein 3:1-Erfolg. Fabian Dumler erzielte den Führungstreffer für Waldeck, den David Mora Barth nach der Pause ausgleichen konnte. Doch die Gastgeber machten mit zwei weiteren Treffern von Ricardo Burger und Vincent Liebner den Heimsieg perfekt. Trainer Michael Sollfrank sprach von einem verdienten Heimsieg: Man habe über das gesamte Spiel hinweg gute Chancen gehabt, die diesmal auch besser genutzt worden seien. Gleichzeitig habe man defensiv – bis auf das Gegentor und einen Aluminiumtreffer – kaum etwas zugelassen. Insgesamt sei es daher ein verdienter Erfolg gewesen.
Gästetrainer Remigiusz Szewczyk sprach nach der Niederlage von einem intensiven Spiel mit vielen Zweikämpfen, das insgesamt recht ausgeglichen gewesen sei. Es sei seiner Mannschaft jedoch nicht gelungen, das Spiel konsequent ins letzte Drittel des Gegners zu verlagern – das habe Waldeck deutlich besser gemacht. Zudem habe man zu viele Passfehler produziert, die der Gegner mit schnellen Kontern konsequent ausgenutzt habe. Deshalb habe Waldeck am Ende verdient gewonnen. Man müsse nun schauen, über Kampf und Laufbereitschaft endlich in der Liga anzukommen, um anschließend auch die eigene spielerische Qualität auf den Platz zu bringen.
SV Hahnbach II – SC Kirchenthumbach 1:3 (1:1)
Erfahrung gegen Jugendlichkeit, so könnte man die Begegnung am Sonntag in Hahnbach nennen – und die junge Truppe aus Kirchenthumbach hat sich am Ende durchgesetzt. Als sich bereits alles auf ein torloses Unentschieden zur Pause einstellte, trafen Fabian Lehner und Fabian Brewitzer noch in der Nachspielzeit zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel machten dann Yannik Gutte sowie Nico Mühlbauer den Auswärtssieg für Kirchenthumbach perfekt.
Hahnbachs Trainer Holger Fleck zeigte sich nach der Partie enttäuscht: Man habe insgesamt leider nicht an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen können. In der Gesamtsumme sei der Gast bei der Verwertung seiner Torchancen einfach cleverer gewesen. Hinzu komme, dass das Spielglück nicht auf der eigenen Seite gewesen sei – so sei der Mannschaft ein klarer Elfmeter verwehrt geblieben, der die Möglichkeit gegeben hätte, noch einmal zurückzukommen. Einsatz und Wille seiner Mannschaft seien trotz des Ergebnisses absolut in Ordnung gewesen. Jetzt gelte es, das Spiel abzuhaken und die nötigen Schlüsse daraus zu ziehen – der Fokus richte sich bereits auf das nächste Spiel in Weiherhammer. Trainerkollege Christian Ringler zeigte sich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden: Die Mannschaft mache es nach dem Abstieg und mit der Integration der eigenen Jugendspieler ganz ordentlich. Der Sieg sei verdient gewesen, da man läuferisch trotz der hohen Temperaturen etwas mehr investiert habe als Hahnbach. In den entscheidenden Momenten habe man sich zudem auf den eigenen Torhüter verlassen können.
VfB Mantel – SG Freihung/Seugast 0:1 (0:1)
Ein etwas kurioser Treffer entschied das Derby am Sonntagnachmittag in Mantel. Florian Weiß war es, der in der 28. Minute einen Freistoß ausführte – der immer länger werdende Ball schlug im langen Eck ein. Danach vergaßen es die Gäste aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach jedoch, einen weiteren Treffer nachzulegen, weshalb die Partie bis zum Schluss spannend blieb. Mantels Trainer Michael Nordgauer zeigte sich trotz der Niederlage stolz auf sein Team: Die Mannschaft könne stolz sein auf die gezeigte Leistung, mehrere Ausfälle – auch während des Spiels – hätten es nicht leicht gemacht. Mit etwas Glück wäre durchaus etwas möglich gewesen, nach vorne sei allerdings insgesamt zu wenig gekommen.
SG-Trainer Dominik Dontschenko sprach nach dem Spiel von einem verdienten, wenn auch nicht ganz glanzvollen Auftritt seiner Mannschaft: Man sei heute nicht so griffig gewesen, dennoch sei es ein verdienter Sieg. Respekt zollte er dem Gegner: Mantel habe es der SG sehr schwer gemacht. Torschütze Florian Weiß beschrieb seinen Treffer selbst als typisches Beispiel eines solchen Tores: Eigentlich als Flanke gedacht, gezielt an den langen Pfosten, sei am Ende niemand richtig herangekommen. Dennoch habe seine Mannschaft durchaus weitere Chancen gehabt, um die Partie zu entscheiden. So sei es am Ende das erwartet enge und intensive Spiel geworden.
SV Riglasreuth – SV Immenreuth 2:2 (0:1)
Es war am Ende ein gerechtes Unentschieden in Riglasreuth – darin waren sich beide Trainer nach der Begegnung einig. Immenreuth konnte mit einer knappen Führung in die Kabine gehen, Ben Schönfelder traf früh zum 0:1. Nach dem Seitenwechsel drehte der Gastgeber die Partie: Markus Hecht und Jonas Heindl stellten auf 2:1, ehe Tim Stauffer für die Gäste den Ausgleich erzielen konnte. SVR-Trainer Lukas Emmerich analysierte die Partie nach Abpfiff ausführlich: Trotz einiger verletzter Spieler und urlaubsbedingter Umstellungen sei seine Mannschaft zu Beginn des Spiels die klar überlegene gewesen. Leider habe man diese starke Anfangsphase nicht mit Toren belohnen können. Wie aus dem Nichts sei Immenreuth nach einer Standardsituation in Führung gegangen, woraufhin das Spiel zu kippen begonnen habe.
Nach einer Roten Karte zu Beginn der zweiten Halbzeit habe die Partie für seine Mannschaft endgültig gelaufen geschienen. Durch eine starke Mannschaftsleistung und großen Kampfgeist sei man jedoch trotz Unterzahl kurze Zeit später sogar mit 2:1 in Führung gegangen. In der 80. Minute sei Immenreuth schließlich noch der Ausgleich gelungen. Betrachte man die gesamte Spielzeit, gehe das Unentschieden für beide Mannschaften in Ordnung. Dennoch könne man stolz auf die Leistung und den Einsatz der gesamten Mannschaft sein. Gegenüber Matthias Müller dazu: Ich denke am ende war es ein leistungsgerechtes unentschieden. Aber wenn du bei der Hitze gegen zehn Mann 1:0 führst dann musst du normalerweise auch den dreier mitnehmen. Aber wie schon oft erwähnt haben wir eine sehr junge Mannschaft für die so ein Spiel unter die Kategorie Lernprozess fällt.
Kreisklasse West
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




