Kreisklasse West: Favoritensiege am ersten Spieltag
Kreisklasse West: Favoritensiege am ersten Spieltag
Kreisklasse West, 1. Spieltag
Freitag, 24.07.2026
SG Seugast-Freihung – SV Wildenreuth 4:0 (0:0)
Die ambitionierte Spielgemeinschaft brauchte im ersten Saisonspiel einige Zeit, um richtig in Fahrt zu kommen. Am Ende stand jedoch ein verdienter 4:0-Erfolg gegen den SV Wildenreuth, der trotz langer Unterzahl vor allem im ersten Durchgang eine starke Defensivleistung zeigte. Bereits in der Anfangsphase sah Wildenreuths Torhüter Leon Heining nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums die Rote Karte. Die Gäste verteidigten mit viel Einsatz und hielten das 0:0 bis zur Pause. Die Spielgemeinschaft tat sich schwer, aus der Überzahl Kapital zu schlagen. Ungenaue Pässe und nicht konsequent ausgespielte Überzahlsituationen verhinderten zunächst den Führungstreffer. Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Heimelf den Druck. Der erlösende Treffer fiel schließlich in der 73. Minute, als der kurz zuvor eingewechselte Ivan Saratija mit einem sehenswerten Weitschuss zur Führung traf. Danach war der Widerstand der Gäste gebrochen. Timo Nürnberger mit einem Doppelpack sowie Alex Schlosser sorgten für den 4:0-Endstand.
Trainer Florian Weiß sprach von einem verdienten Sieg. Seine Mannschaft hätte bereits in der Anfangsphase in Führung gehen müssen. Die Rote Karte gegen Wildenreuth bezeichnete er als folgerichtig, bemängelte aber das Überzahlspiel seiner Elf in der ersten Halbzeit. Nach der Pause sei dies deutlich besser gelungen. Saratijas Treffer habe als „Dosenöffner“ gewirkt und den Weg zum ersten Saisonsieg geebnet. Gleichzeitig zollte Weiß den Gästen Respekt, die sich trotz Unterzahl nie aufgegeben hätten. Wildenreuths Trainer Thomas Bayer sprach von einem „richtig bitteren Auftakt“. Die frühe Rote Karte habe die Partie entscheidend beeinflusst. Bei elf gegen elf hätte seine Mannschaft zunächst selbst in Führung gehen müssen, zudem habe es auch in Unterzahl noch eine gute Torchance gegeben. Bis zum 0:1 durch den „Traumschuss aus gut 30 Metern“ hätten seine Spieler leidenschaftlich verteidigt. Die drei weiteren Gegentreffer ließen das Ergebnis am Ende zwar deutlich aussehen, fielen seiner Meinung nach aber etwas zu hoch aus.
DJK Ebnath – SV Riglasreuth 3:1 (1:0)
Vor knapp 200 Zuschauern sicherte sich die DJK Ebnath im Derby gegen den SV Riglasreuth einen verdienten 3:1-Erfolg und feierte damit die ersten drei Punkte der neuen Saison. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen früh durch Wolfgang Schinner in Führung. Riglasreuth hatte zuvor selbst die große Chance zur Führung vergeben und wurde im direkten Gegenzug bestraft. Bis zur Pause entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der Ebnath den knappen Vorsprung verteidigte. Auch nach dem Seitenwechsel startete die Heimelf optimal. Daniel Tukurbayev (47.) und Thomas Schinner (50.) erhöhten innerhalb weniger Minuten auf 3:0 und sorgten scheinbar für die Vorentscheidung. Doch Riglasreuth gab sich nicht auf. Markus Hecht verkürzte auf 3:1, ehe die Gelb-Rote Karte gegen Manuel Bodner den Gästen zusätzliche Hoffnung gab. In Überzahl übernahm Riglasreuth zwar die Spielkontrolle, scheiterte jedoch immer wieder an der leidenschaftlich verteidigenden Ebnather Defensive und einem starken Torhüter, der den Vorsprung mehrfach festhielt.
Ebnaths Florian Horn sprach nach dem Spiel von einer gewissen Nervosität vor dem Anpfiff. Der frühe Führungstreffer habe seiner Mannschaft die nötige Sicherheit gegeben. Nach dem Doppelschlag kurz nach der Pause habe man jedoch den Faden verloren und Riglasreuth zu viele Räume gelassen. Dank großem Einsatz in der Defensive und eines starken Torhüters habe man den Vorsprung aber über die Zeit gebracht. Unter dem Strich sei es ein verdienter Derbysieg gewesen. Nun richte sich der Fokus bereits auf das nächste Derby in Neusorg. Riglasreuths Trainer Lukas Emmerich bezeichnete die Niederlage als ärgerlich, letztlich aber verdient. Seine Mannschaft sei gut ins Spiel gekommen, habe die frühe Führung jedoch verpasst und anschließend den Rückstand hinnehmen müssen. Zwei defensive Unstimmigkeiten direkt nach der Pause hätten Ebnath auf 3:0 davonziehen lassen. Die Umstellung im letzten Drittel habe zwar Wirkung gezeigt und mit einem Mann mehr habe sein Team das Spiel kontrolliert, gegen clever verteidigende Gastgeber aber zu wenig Kapital daraus geschlagen. Jetzt gelte es, die Fehler aufzuarbeiten und den Blick auf das nächste Derby gegen Wildenreuth zu richten.
Samstag, 25.07.2026
SV Hahnbach II – SV Neusorg 2:2 (1:2)
Zum Saisonauftakt trennten sich der SV Hahnbach II und der SV Neusorg mit einem leistungsgerechten 2:2. Die Gastgeber hielten gegen den Mitfavoriten von Beginn an gut dagegen, mussten jedoch früh den Rückstand hinnehmen. In der 16. Minute setzte Christopher König Niklas Burger in Szene, der zum 1:0 für die Gäste einschob. Nur fünf Minuten später erhöhte König nach einem gelungenen Angriff selbst auf 2:0. Hahnbach ließ sich davon nicht beeindrucken und verkürzte in der 32. Minute durch Fabian Brewitzer auf 1:2. Kurz vor der Pause mussten die Gäste zudem den verletzungsbedingten Ausfall eines Spielers hinnehmen. Nach dem Seitenwechsel übernahm Hahnbach zunehmend die Kontrolle und belohnte sich in der 71. Minute. Erneut war es Brewitzer, der nach einem langen Ball vor dem Tor die Ruhe behielt und den verdienten Ausgleich erzielte. Zehn Minuten vor Schluss bot sich Neusorg per Foulelfmeter die große Chance auf den erneuten Führungstreffer, doch Hahnbachs junger Schlussmann Fabian Schwaiger parierte stark. In der Schlussphase hatten sogar die Gastgeber noch die Möglichkeit auf den Siegtreffer, sodass das Unentschieden letztlich in Ordnung ging.
Hahnbachs Trainer Holger Fleck zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden. Sein Team habe die Vorgaben hervorragend umgesetzt, sich vor allem in der ersten Halbzeit gute Chancen erspielt und sich vom 0:2 nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nach der Pause habe Hahnbach das Spiel dominiert und sich den Ausgleich verdient. Den späten Elfmeter für Neusorg bezeichnete Fleck als strittig und lobte die starke Parade seines Torhüters. Lediglich die Chancenverwertung sei noch ausbaufähig. Neusorgs Trainer Patrick Müller stellte die Verletzung eines eigenen Spielers über das Ergebnis und wünschte diesem eine schnelle Genesung. Nach der 2:0-Führung habe seine Mannschaft den Faden verloren und Hahnbach zurück ins Spiel kommen lassen. Trotz des vergebenen Elfmeters könne man mit dem Punkt bei einem starken Gegner leben, zumal Hahnbach am Ende selbst noch den Sieg auf dem Fuß hatte.
Germania Amberg – SC Kirchenthumbach 1:3 (1:0)
Der SC Kirchenthumbach ist mit einem verdienten 3:1-Auswärtssieg bei Germania Amberg in die neue Saison gestartet. Die Gäste überzeugten über weite Strecken der Partie und belohnten sich nach einer dominanten Vorstellung vor allem im zweiten Durchgang mit drei Treffern. Dabei hätte Kirchenthumbach bereits in der ersten Halbzeit deutlich führen können. Die Gäste erspielten sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten, ließen diese jedoch ungenutzt. Stattdessen ging Germania Amberg mit der ersten echten Chance in Führung. Fabian Kammerl traf per sehenswertem Freistoß zum schmeichelhaften 1:0-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel drehte Kirchenthumbach die Partie innerhalb weniger Minuten. Noah Schmidt erzielte zunächst den verdienten Ausgleich und legte wenig später mit seinem zweiten Treffer zum 2:1 nach. Die Gastgeber fanden auch anschließend kaum zurück ins Spiel, während Kirchenthumbach die besseren Möglichkeiten besaß. Den Schlusspunkt setzte schließlich Nico Schart mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 3:1-Endstand.
Ambergs Trainer Remigiusz Szewczyk zeigte sich nach der Niederlage selbstkritisch. Seine Mannschaft habe eine schwache erste Halbzeit gespielt und sich nicht beschweren dürfen, wenn Kirchenthumbach bereits deutlich in Führung gelegen hätte. Der Freistoßtreffer zum 1:0 sei zwar sehenswert gewesen, habe aber nicht über die eigenen Defizite hinwegtäuschen können. Für den zweiten Durchgang habe man sich viel vorgenommen, sei jedoch schon nach zehn Minuten mit 1:2 in Rückstand geraten. Danach habe es zwar Chancen auf beiden Seiten gegeben, die besseren Möglichkeiten seien jedoch bei den Gästen gelegen. Das 1:3 durch einen „Sonntagsschuss“ habe die verdiente Niederlage endgültig besiegelt. Entsprechend zufrieden zeigte sich Kirchenthumbachs Trainer Christian Ringler. Seine Mannschaft habe sich einen absolut verdienten Auswärtssieg erarbeitet. Einzig die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit habe ihn gestört, denn dort habe man vergessen, die zahlreichen Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Nach der Pause habe sein Team die Überlegenheit dann auch auf der Anzeigetafel sichtbar gemacht und sich mit einer starken Leistung verdient die ersten drei Punkte gesichert.
SV Waldeck – TSV Weiherhammer 4:2 (2:0)
Der SV Waldeck ist mit einem verdienten 4:2-Erfolg gegen Mitaufsteiger TSG Weiherhammer erfolgreich in die neue Saison gestartet. Die Gastgeber waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, ließen jedoch zahlreiche gute Möglichkeiten ungenutzt und machten die Partie dadurch in der Schlussphase noch einmal unnötig spannend. Waldeck bestimmte das Geschehen von Beginn an und erspielte sich früh ein Chancenplus. Vincent Liebner brachte seine Farben in Führung und legte später seinen zweiten Treffer nach. Dazwischen trugen sich auch Ricardo Burger und Sebastian Diepold in die Torschützenliste ein. Trotz der klaren Überlegenheit verpassten es die Gastgeber, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.
Weiherhammer fand vor allem im zweiten Durchgang besser ins Spiel, wurde jedoch immer wieder durch eigene Fehler zurückgeworfen. Zwei Foulelfmeter, die Yannic Schimmer sicher verwandelte, sorgten dafür, dass die Gäste in der Schlussphase noch einmal Hoffnung schöpfen konnten. Am verdienten Heimsieg des SV Waldeck änderte dies jedoch nichts mehr. Waldecks Trainer Michael Sollfrank sprach nach der Partie von einem hochverdienten Erfolg. Lediglich die Chancenverwertung habe zu wünschen übrig gelassen. Dadurch sei es nach den beiden Elfmetern gegen seine Mannschaft am Ende noch einmal spannend geworden. Insgesamt hätte der Sieg jedoch deutlich höher ausfallen müssen. Weiherhammers Trainer Christoph Herrmann bezeichnete die Niederlage ebenfalls als verdient. Vor allem die erste Halbzeit sei ein Spiegelbild der gesamten Vorbereitung gewesen. Seine Mannschaft habe Glück gehabt, dass sie zur Pause nur mit 0:2 zurücklag. Nach dem Seitenwechsel habe sein Team zwar ein anderes Gesicht gezeigt, den Gegner durch gravierende eigene Fehler aber immer wieder zu hochkarätigen Chancen eingeladen. Nun gelte es, die Partie schnell abzuhaken, auf den positiven Ansätzen der zweiten Halbzeit aufzubauen und den Fokus auf das nächste Spiel gegen Amberg zu richten.
TSV Pressath – SVSW Kemnath 1:4 (1:1)
Der von vielen Verantwortlichen als Geheimfavorit gehandelte TSV Pressath musste im Derby gegen den Meisterschaftsfavoriten SVSW Kemnath vor über 110 Zuschauern eine deutliche 1:4-Heimniederlage hinnehmen. Dabei erwischten die Gastgeber einen perfekten Start und gingen durch Dominik Rau früh in Führung. Pressath zeigte in der Anfangsphase gute Ansätze, doch im Verlauf der Partie übernahmen die Gäste immer mehr das Kommando. Noch vor der Pause gelang Andrii Kovalov der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel machte Kemnath seine spielerische Überlegenheit dann auch auf der Anzeigetafel deutlich. Martin Pasieka traf doppelt, und auch Kovalov machte den 4:1-Endstand perfekt. Der TSV Pressath konnte dem Druck der Gäste in der zweiten Halbzeit nur noch wenig entgegensetzen. Pressaths Trainer Daniel Käß war nach der Partie entsprechend enttäuscht, stellte aber klar, dass die Niederlage gegen einen starken Gegner grundsätzlich keine Überraschung sei. Gleichzeitig kritisierte er die Leistung seiner Mannschaft im zweiten Durchgang deutlich. Man habe nicht mehr das eigene Spiel aufgezogen, zu wenig Ballbesitz gehabt und im Spiel mit dem Ball zu mutlos agiert. Dadurch habe man Kemnath zu viele Räume gegeben und eine Mannschaft mit dieser Qualität ins Rollen gebracht. Dabei habe der frühe Führungstreffer gezeigt, dass durchaus etwas möglich gewesen wäre. Pressath habe Kemnath kalt erwischt, das entstandene Momentum aber nicht konsequent genutzt. Vor allem nach der Pause habe dann die Hoffnung gefehlt, noch etwas Zählbares mitzunehmen. Auch die starken Paraden des eigenen Torhüters hätten letztlich nicht verhindern können, dass die Niederlage verdient ausfiel.
Kemnaths Trainer Klaus Schinner war dagegen hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Sein Team habe die Anfangsphase klar bestimmt, lediglich die Chancenverwertung sei ein Kritikpunkt gewesen. Normalerweise hätte Kemnath bereits früh in Führung gehen müssen. Nach dem überraschenden Rückstand habe man jedoch sofort wieder die Kontrolle übernommen und über die gesamte Spielzeit nicht den Eindruck vermittelt, die Partie noch aus der Hand zu geben. Besonders lobte Schinner die körperliche Verfassung seiner Mannschaft. Kemnath habe konsequent nach vorne gespielt, immer wieder Druck aufgebaut und das Pressing erfolgreich umgesetzt. Gleichzeitig zeigte er Respekt vor dem Gegner und betonte, dass Pressath mit dem vollständigen Kader sicherlich ein anderes Gesicht zeigen werde.
SV Immenreuth – VfB Mantel 1:1 (1:0)
Der SV Immenreuth und der VfB Mantel sind mit einem 1:1-Unentschieden in die neue Saison gestartet. In einer ausgeglichenen Partie trennten sich zwei Mannschaften, die in den vergangenen Jahren immer wieder im unteren Tabellendrittel standen und um den Klassenerhalt kämpfen mussten. Mit dem Punktgewinn können daher beide Teams durchaus leben. Die Gastgeber erwischten den besseren Zeitpunkt für den ersten Treffer und gingen kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Sebastian Musa in Führung. Lange Zeit sah es danach aus, als könnte Immenreuth die drei Punkte zum Saisonauftakt einfahren. Doch der VfB Mantel gab sich nicht geschlagen und belohnte sich kurz vor dem Ende noch mit dem Ausgleich. Lukas Bräuer erzielte in der 88. Minute den späten Treffer zum 1:1-Endstand.
Immenreuths Trainer Matthias Müller zeigte sich mit der Punkteteilung grundsätzlich zufrieden, ärgerte sich aber über den späten Gegentreffer. „Am Schluss war es ein gerechtes Unentschieden. Wenn man allerdings bis zur 88. Minute führt, würde man natürlich schon gerne die drei Punkte mitnehmen“, erklärte der Coach. Gleichzeitig sieht er die Partie als Teil eines Lernprozesses mit seiner jungen Mannschaft. Ohne ihn selbst habe der Altersdurchschnitt des Teams lediglich bei 19,8 Jahren gelegen. Gerade solche Situationen seien wichtige Erfahrungen für die Entwicklung der Spieler. Nach dem späten Ausgleich heißt es für beide Mannschaften nun, den Blick nach vorne zu richten. Mit jeweils einem Punkt im Gepäck können Immenreuth und Mantel zum Saisonstart zufrieden sein und in den kommenden Wochen weiter daran arbeiten, sich frühzeitig von den hinteren Tabellenplätzen abzusetzen.




