Kreisklasse West: Ist am Sonntag die Meisterschaft bereits entschieden?
Kreisklasse West: Ist am Sonntag die Meisterschaft bereits entschieden?
Kreisklasse West, 22. Spieltag
Samstag, 11.04.2026
TSV Königstein II (14) – VfB Mantel (9)
Der Tabellenletzte aus Königstein steht weiterhin unter Druck und braucht dringend ein Erfolgserlebnis, um im Abstiegskampf noch einmal ein Zeichen zu setzen. Im Heimspiel gegen Mantel sollen deshalb unbedingt drei Punkte her. Trainer Bernd Schmidt sieht seine Mannschaft trotz der schwierigen Lage auf einem ordentlichen Weg: „Drei Zähler wären am Samstag gegen Mantel wieder gut – vor allem, weil die Mannschaft nicht schlecht spielt und sich endlich auch belohnen könnte.“ Gleichzeitig erinnert er an das Hinspiel, das man in besonders schlechter Erinnerung hat: „Da haben wir unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt, das wollen wir unbedingt wiedergutmachen.“
Die Gastgeber wissen also genau, worauf es ankommt: Einsatz, Konzentration und vor allem Effizienz vor dem Tor. Nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kann Königstein die dringend benötigten Punkte einfahren und die Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt am Leben halten. Die Gäste aus Mantel reisen hingegen deutlich entspannter an. Das Team von Trainer Michael Nordgauer spielt eine solide Saison und hat sich im gesicherten Mittelfeld etabliert. Der Klassenerhalt ist so gut wie sicher, wodurch man befreit aufspielen kann. Zudem steht für den Verein ein besonderes Jahr an, das man mit dem Ligaverbleib krönen möchte. (Hinspiel 0:4)
Sonntag, 12.04.2026
TSV Pressath (11) – SV Hahnbach II (3)
Für den TSV Pressath geht es nach einem enttäuschenden Doppelspielwochenende mit vielen vergebenen Chancen im Abstiegskampf nun gegen einen echten Hochkaräter. Mit dem ambitionierten SV Hahnbach gastiert eine Mannschaft, die noch voll im Rennen um die Relegationsplätze ist und entsprechend selbstbewusst anreisen wird. Trotz der zuletzt mangelhaften Chancenverwertung bleibt Pressaths Trainer Daniel Käß gelassen. Für ihn ist entscheidend, dass sich seine Mannschaft überhaupt Möglichkeiten erarbeitet: „Ich mache mir dann Sorgen, wenn wir uns keine Chancen herausspielen.“ Mit Blick auf die Spiele gegen Immenreuth und Ebnath sieht er daher keinen Grund zur Unruhe. Vielmehr glaubt er an die Qualität seines Teams: „Der Gegner ist schwer und stellt die nächste Prüfung dar, dennoch gehen wir positiv an die Aufgabe ran.“ Seine Mannschaft habe bereits mehrfach bewiesen, dass sie auch gegen starke Gegner bestehen könne.
Auf der anderen Seite reist Hahnbach mit klaren Ambitionen an. Rein rechnerisch könnte man mit einem Sieg sogar noch einmal in den Kampf um Platz zwei eingreifen – vorausgesetzt, die Konkurrenz patzt. Trainer Christian Gäck will davon jedoch nichts wissen und richtet den Fokus ausschließlich auf die eigene Leistung: „Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern von Woche zu Woche auf unsere Aufgabe.“ Dabei warnt er ausdrücklich davor, den Gegner aufgrund der Tabellenkonstellation zu unterschätzen: „Wir dürfen uns vom Tabellenplatz der Heimmannschaft nicht täuschen lassen.“ Stattdessen fordert er von seinem Team eine konzentrierte Vorstellung und das klare Ziel, die drei Punkte aus Pressath mitzunehmen, um den Abstand zur Konkurrenz zu wahren. (Hinspiel 3:4)
SV Wildenreuth (10) – SV 08 Auerbach II (12)
Am Sonntagnachmittag kommt es in Wildenreuth zu einem richtungsweisenden Duell im Tabellenkeller, bei dem für beide Mannschaften enorm viel auf dem Spiel steht. Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste aus Auerbach kämpfen um den Klassenerhalt und benötigen dringend Punkte, um auch in der kommenden Saison in der Kreisklasse vertreten zu sein. Die Ausgangslage spricht dabei leicht für Wildenreuth: Mit neun Punkten Vorsprung auf den direkten Konkurrenten aus Auerbach hat man sich eine bessere Position erarbeitet und könnte mit einem Heimsieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Trainer Thomas Bayer ordnet die Partie entsprechend ein: „Ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel.“ Die möglichen Szenarien sind klar umrissen: „Mit einem Unentschieden halten wir Auerbach auf Distanz, mit einem Sieg müsste schon sehr viel passieren, damit es uns noch erwischt. Bei einer Niederlage kann es allerdings nochmal richtig eng werden.“
Bayer erwartet ein intensives Spiel: „Wir gehen wie zuletzt von einem echten Kampfspiel aus, bei dem beide Teams um jeden Zentimeter ringen werden.“ Seine Mannschaft habe in den vergangenen Wochen die Situation gut angenommen und wolle auch diesmal alles in die Waagschale werfen, um den Heimsieg einzufahren. Doch auch in Auerbach gibt man sich keineswegs geschlagen. Trotz der schwierigen tabellarischen Lage auf einem Relegationsplatz zeigt die Formkurve zuletzt nach oben. Trainer Andreas Trenz macht die Bedeutung der Partie deutlich: „Ein Sechs-Punkte-Spiel, ohne Wenn und Aber.“ Entscheidend werde erneut die Einstellung sein: „Wenn wir die gleiche Laufbereitschaft zeigen wie zuletzt, bin ich mir sicher, dass für uns etwas drin ist.“ Sein Team müsse weiter an sich glauben und sich das nötige Quäntchen Glück erarbeiten. (Hinspiel 1:1)
FC Dießfurt (1) – SV Neusorg (2)
In Dießfurt steigt am Wochenende das absolute Topspiel der Liga: Der ungeschlagene Tabellenführer empfängt mit dem SV Neusorg den direkten Verfolger. Die Ausgangslage verspricht Spannung pur – mit einem Sieg könnten die Gastgeber bereits einen riesigen Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Doch beim FC Dießfurt ist man sich der Schwere der Aufgabe bewusst. Henry Schraml bringt es auf den Punkt: „Erster gegen Zweiter – es wird wieder ein knappes Spiel.“ Besonders gegen den Ball werde es darauf ankommen, konzentriert zu arbeiten und die Offensivstärke der Gäste einzudämmen. „Neusorg ist nicht umsonst stärker als im vergangenen Jahr“, so Schraml mit Blick auf die beeindruckende Punkteausbeute des Gegners. Die Marschroute ist dennoch klar: „Hinten konzentriert arbeiten und vorne die Tore machen – wir wollen unbedingt die drei Punkte. Dann wäre der Käse gegessen.“
Dießfurt geht dabei mit einer makellosen Bilanz in die Partie und ist als einziges Team der Liga noch ungeschlagen – eine Serie, die man natürlich weiter ausbauen möchte. Doch auch der SV Neusorg reist mit breiter Brust an. Nach einem hart erkämpften Sieg am vergangenen Spieltag, bei dem man trotz mehrerer verletzungsbedingter Wechsel Moral und Kampfgeist bewies, ist das Selbstvertrauen groß. Allerdings bleibt abzuwarten, ob alle angeschlagenen Spieler rechtzeitig wieder fit werden. Trainer Patrick Müller blickt dennoch zuversichtlich auf die Aufgabe: „Wir wissen, wie schwer es beim Tabellenführer wird, aber wir kennen auch unsere eigenen Stärken.“ Sein Team wolle diese gezielt auf den Platz bringen und dem Spitzenreiter alles abverlangen. „Ich erwarte ein sehr enges Spiel, in dem am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.“ (Hinspiel 3:1)
SV Riglasreuth (7) – SV Immenreuth (8)
Im Landkreisderby in Riglasreuth treffen zwei Mannschaften aufeinander, die bereits ohne großen Druck für die kommende Saison planen können. Dennoch steckt in dieser Begegnung jede Menge Brisanz, denn beide Teams wollen sich im direkten Vergleich noch einmal beweisen. Die Gastgeber aus Riglasreuth spielen insgesamt eine ordentliche Saison und konnten vor allem auf heimischem Platz überzeugen. Umso ärgerlicher war zuletzt die Niederlage gegen das Schlusslicht aus Schwarzenbach. Diese Pleite will die Mannschaft von Trainer Rainer Wegmann nun unbedingt wettmachen und im Derby wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Ziel ist klar: Die Punkte sollen in Riglasreuth bleiben.
Die Gäste aus Immenreuth reisen hingegen mit Rückenwind an. Nach dem Heimsieg gegen den TSV Pressath, bei dem sogar Trainer Matthias Müller selbst eingewechselt werden musste, kann man die verbleibenden fünf Spiele etwas entspannter angehen. Dennoch bleibt die personelle Situation angespannt, was die Aufgabe für den Coach nicht einfacher macht. „Wir werden sehen, wie es am Sonntag aussieht, wobei es aktuell ganz gut aussieht“, erklärt Müller vorsichtig optimistisch. Trotz aller Umstände hat Immenreuth klare Ziele: Mit einem Auswärtssieg möchte man in der Tabelle weiter aufschließen und den Abstand zu Riglasreuth verkürzen. (Hinspiel 0:2)
SVSW Kemnath (4) – SG DJK Seugast/FC Schicht II (5)
Ein weiteres Topspiel des Spieltags steigt am Sonntag in Kemnath – auch wenn es tabellarisch „nur“ noch um den dritten Platz geht, verspricht die Partie zwischen Kemnath und Seugast einiges an Spannung. Beide Teams zählen zu den spielstarken Mannschaften der Liga und wollen sich im Saisonendspurt bestmöglich positionieren. Die Gastgeber aus Kemnath mussten zuletzt einige Rückschläge hinnehmen und sind dadurch etwas zurückgefallen. Dennoch will man sich keineswegs abschreiben lassen. Trainer Tobias Gradl kennt jedoch die Stärken des Gegners genau: „Dass Seugast über viel individuelle Qualität verfügt, ist nichts Neues.“ Besonders hebt er die wiedergewonnene Konstanz hervor, die auch mit der Rückkehr von David Smolak einhergeht. Das Hinspiel dient dabei als klare Warnung. Gradl ist dennoch zuversichtlich: „Wenn wir an die Leistung aus Neusorg anknüpfen und die einfachen Fehler abstellen, bin ich überzeugt, dass wir etwas Zählbares holen können.“
Die Gäste aus Seugast reisen mit viel Selbstvertrauen an. Nach der Winterpause konnte man zahlreiche Punkte sammeln und hat sich wieder in Richtung obere Tabellenregion vorgearbeitet. Trainer Florian Weiß zeigt sich selbst etwas überrascht von der Entwicklung: „Dass wir mit Blick auf unser Nachholspiel sogar noch auf Platz drei schielen dürfen, war nicht zu erwarten.“ Dennoch will seine Mannschaft die Chance nutzen und auch in Kemnath punkten. Dabei kann Seugast befreit aufspielen, weiß aber gleichzeitig um die Schwierigkeit der Aufgabe: „Wir treffen auf einen harten Brocken.“ Gleichzeitig betont Weiß die Qualität seines Teams, das durchaus in der Lage sei, auch auswärts zu gewinnen. (Hinspiel 1:2)
DJK Ebnath (6) – SC Schwarzenbch (13)
Die Gastgeber haben eine deutliche Entwicklung zur Vorsaison genommen: Musste man damals noch über die Relegation den Klassenerhalt sichern, steht man in dieser Spielzeit kurz davor, diesen auch rechnerisch perfekt zu machen. Genau das ist das klare Ziel von Trainer Johannes Reiß für das anstehende Wochenende. Mit einem weiteren Erfolg soll endgültig der Haken hinter die Liga gehalten werden. Dabei setzt Reiß vor allem auf die Stabilität seiner Defensive – und insbesondere auf seinen Schlussmann: „Manuel Schmid ist immer ein absoluter Rückhalt für uns und wird das auch am Sonntag wieder zeigen.“ Gleichzeitig warnt der Coach aber eindringlich vor dem Gegner aus Schwarzenbach: „Angeschlagene Boxer darf man nie unterschätzen.“ Trotz der Favoritenrolle fordert er von seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung: „Die Vordermänner müssen eine Schippe drauflegen und konzentriert auftreten.“ Erschwert wird die Aufgabe zusätzlich durch personelle Probleme, denn Urlaub und Verletzungen sorgen für einen stark ausgedünnten Kader.
Ganz anders ist die Ausgangslage beim SC Schwarzenbach. Nach einer schwierigen Phase gelang am vergangenen Wochenende endlich der erste Sieg nach der Winterpause – und auch gegen Tabellenführer Dießfurt zeigte man eine engagierte Leistung. Trainer Sebastian Urban sieht darin ein Signal: „Jetzt zählen nur noch Punkte, um es noch über den Strich zu schaffen.“ Trotz ebenfalls angespannter Personalsituation will Schwarzenbach alles in die Waagschale werfen: „Wir werden wieder alles geben und versuchen, Punkte zu holen.“ Die Richtung stimmt aus seiner Sicht bereits: „Wenn wir weiterhin so leidenschaftlich auftreten, ist noch alles möglich.“ (Hinspiel 1:1)




