Kreisklasse West: Neusorg gewinnt das Spitzenspiel
Kreisklasse West: Neusorg gewinnt das Spitzenspiel
Kreisklasse West, Nachholspiel
Freitag, 28.08.2026
DJK Ebnath – TSG Weiherhammer 5:2 (2:1)
In einer torreichen Begegnung setzte sich die DJK Ebnath am Ende deutlich gegen die TSG Weiherhammer durch. Die Hausherren erwischten einen echten Blitzstart und gingen bereits in der 4. Spielminute in Führung. Die Torschützen für die spielfreudige Heimelf waren Pascal Ponnath, Florian Horn, Daniel Tukurbayev, Manuel Bodner und Elias Escher. Für die Gäste aus Weiherhammer trugen sich Yannic Schimmer und Sedar Gemüs in die Torschützenliste ein. Nach dem frühen Führungstreffer verlor Ebnath laut Aussage von Spieler Florian Horn etwas den Faden und ließ die Gäste besser ins Spiel kommen. Umso wichtiger war das 2:0 in der 26. Minute, das der DJK wieder mehr Sicherheit verlieh. Kurz vor dem Pausenpfiff verkürzte Weiherhammer nach einer Standardsituation auf 2:1.
Die Vorentscheidung fiel im zweiten Durchgang: Nach dem 3:1 für Ebnath und einer anschließenden Ampelkarte für die Gäste war die Gegenwehr endgültig gebrochen. „Den zweiten Gegentreffer kassierten wir durch eine Unkonzentriertheit. Insgesamt war es ein verdienter Sieg, bei dem wir über weite Strecken die bessere Mannschaft waren“, bilanzierte Florian Horn. Gäste-Trainer Christoph Herrmann haderte derweil mit dem Spielverlauf und seiner Defensive: „Wir haben uns wieder durch eigene individuelle Fehler um den verdienten Lohn gebracht, da wir bis zum Platzverweis definitiv auf Augenhöhe und näher am Ausgleich waren. Ebnath war am Ende die clevere Mannschaft.“
Samstag, 29.08.2026
TSV Pressath – SV Hahnbach II 2:5 (1:4)
Ein bitterer Nachmittag für den TSV Pressath endete mit einer deutlichen Heimpleite gegen die Reserve des SV Hahnbach. Die Gäste legten den Grundstein für den Erfolg im ersten Durchgang. Für Hahnbach trafen Frederik Plänitz, Alexander Sollfrank, Sebastian Rothut, Michael Pfleger sowie ein Pressather per Eigentor. Die Treffer für die Hausherren erzielte Dominik Rau. Pressaths Trainer Daniel Käß fand deutliche Worte: „Wenn hier jetzt nicht jeder langsam aber sicher kapiert, was die Uhr geschlagen hat, gibt’s bald ein ganz böses Erwachen! Es war das sechste Spiel, in dem wir unter unseren Möglichkeiten geblieben sind und einfachste Basics nicht auf den Platz gebracht haben!“ Die Situation sei inakzeptabel, und man müsse dringend aus dem Dornröschenschlaf aufwachen.
Zudem ärgerte sich Käß über eine Schiedsrichterentscheidung nach einem groben Foul an einem seiner Spieler: „Muss Rot sein, weil es ein beabsichtigter Angriff auf die Gesundheit des Spielers war.“ Es gab jedoch nur Gelb. Ganz anders die Gemütslage bei Hahnbachs Coach Holger Fleck: „Mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich insgesamt sehr zufrieden. Vor allem setzten meine Jungs genau das um, was wir besprochen hatten.“ Die Gäste kontrollierten die Partie und sorgten früh für klare Verhältnisse. „Ich bin sehr stolz auf die Teamleistung. Der eminent wichtige Sieg gibt Selbstvertrauen für die kommenden, schweren Aufgaben“, resümierte ein hochzufriedener Holger Fleck.
Sonntag, 30.08.2026
SC Kirchenthumbach – SV Immenreuth 4:1 (2:0)
Vor einer fantastischen Kulisse von über 200 Zuschauern behielt der SC Kirchenthumbach im Heimspiel gegen den SV Immenreuth souverän die Oberhand. Die Gastgeber dominierten das Geschehen von Beginn an und belohnten sich mit einem ungefährdeten Sieg. Für die Tore der Heimmannschaft sorgten der doppelte Torschütze Nico Mühlbauer, Noah Schmidt sowie Andreas Reisner. Den Ehrentreffer für die defensiv eingestellten Gäste aus Immenreuth markierte Tim Stauffer. Kirchenthumbachs Trainer Christian Ringler zeigte sich nach dem starken Auftritt seiner Schützlinge hochzufrieden mit der Leistung: „Wir hatten deutlich mehr vom Spiel. Immenreuth ist, wie wir es bereits im Vorfeld vermutet hatten, wieder sehr tief gestanden.“ Seine Mannschaft habe die taktischen Vorgaben hervorragend umgesetzt und den Riegel geknackt. „Die Jungs haben richtig gut gearbeitet und den Ball richtig sauber laufen lassen. Wir hatten wieder über 200 Zuschauer, da macht es den Jungs auch richtig viel Spaß, auf dem Platz ordentlich zu arbeiten.“
Auf der Gegenseite zog Matthias Müller, Trainer des SV Immenreuth, ein selbstkritisches Fazit zur Niederlage: „Leider sind wir von Beginn an überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Das lag allerdings auch an guten Kirchenthumbachern, die immer schnell und direkt nach vorne gespielt haben.“ Trotz der Pleite richtet er den Blick nach vorne: „Wir lassen uns nicht unterkriegen und werden uns gut auf kommenden Sonntag vorbereiten.“
SVSW Kemnath – VfB Mantel 2:0 (2:0)
Der favorisierte SVSW Kemnath hat seine Pflichtaufgabe erfüllt und gegen den VfB Mantel den nächsten Sieg eingefahren. Auch wenn sich die Hausherren gegen das Kellerkind phasenweise schwer taten, reichte eine konzentrierte Leistung im ersten Durchgang für den Dreier. Die Treffer für die Kemnather erzielten Ramiz Togan und Peter Prechtl noch vor dem Pausenpfiff. In der zweiten Halbzeit verflachte die von Taktik geprägte Partie zusehends, und es ereigneten sich auf beiden Seiten keine zwingenden Höhepunkte mehr.
Kemnaths Verantwortlicher Tobias Gradl ordnete die Leistung seiner Mannschaft nach dem Schlusspfiff realistisch ein: „Am Ende war es ein völlig verdienter Sieg, auch wenn es sicher nicht unsere beste Saisonleistung war.“ Die etwas holprige Spielweise hatte laut Gradl auch personelle Gründe: „Aufgrund etlicher Ausfälle und der damit verbundenen Änderungen in der Startformation sind wir nur schwer in unsere gewohnten Abläufe gekommen.“ Dennoch sei der Erfolg nie ernsthaft in Gefahr geraten. „Nichtsdestotrotz hatten wir über die gesamte Spielzeit die Spielkontrolle sowie gute Torchancen und haben die drei Punkte deshalb auch verdient in Kemnath behalten.“
Für die Gäste des VfB Mantel spitzt sich die sportliche Situation hingegen weiter zu. Auch im sechsten Saisonspiel reichte es nicht für einen dreifachen Punkterfolg, weshalb die Mannschaft weiterhin tief im unteren Tabellendrittel der Liga feststeckt.
SV Neusorg – SG Seugast/Freihung 3:0 (2:0)
Im Spitzenspiel setzte der SV Neusorg ein Ausrufezeichen und wies die SG Seugast/Freihung in die Schranken. Die ersten Minuten gehörten den Gästen, ehe Neusorg die Kontrolle übernahm. In der 22. Minute glänzte Niklas Burger mit einem Pass auf Christopher König, dessen Hereingabe Simon Heser zur Führung verwertete. Kurz vor der Pause überlief Heser nach einem Steilpass die Abwehr und schnürte den Doppelpack zum 2:0. Im zweiten Durchgang eroberte Noah Söllner stark den Ball (57.) und schickte König auf die Reise, der eiskalt zum 3:0-Endstand vollstreckte. Gästekeeper „Jackson“ verhinderte am Ende eine noch höhere Niederlage.
SVN-Trainer Patrick Müller war voll des Lobes für seine Akteure: „Wir brauchten ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Spätestens das 1:0 hat uns dann die nötige Sicherheit gegeben.“ Die Einstellung seines Teams imponierte ihm besonders: „Wir waren heute von Beginn an richtig geil auf die drei Punkte und das hat man in jedem Zweikampf und bei jedem Torabschluss gesehen.“ Für Müller war es die bis dato stärkste Saisonleistung seiner Elf gegen einen guten Gegner.
Auf der Gegenseite zeigte sich Florian Weiß als fairer Verlierer. „Wir haben an dem Tag leider nicht annähernd an die Leistungen der Spiele vorher anknüpfen können. Neusorg hat völlig verdient gewonnen.“ Die Niederlage werfe die SG aber nicht um. „Erste Niederlage, passiert. Am Wochenende versuchen wir es wieder besser zu machen.“
SV Riglasreuth – SV Waldeck 2:2 (1:0)
In einem emotional umkämpften Nachbarschaftsduell vor über 150 Zuschauern trennten sich der SV Riglasreuth und der SV Waldeck mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Die Hausherren bewiesen dabei eine enorm hohe Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse: Lukas Greger trug sich gleich doppelt in die Torschützenliste ein und brachte seine Farben zwischenzeitlich in Front. Für die Gäste aus Waldeck waren Fabian Dumler und Vincent Liebner erfolgreich, die der hartnäckigen Riglasreuther Defensive am Ende letztlich doch noch zwei Treffer abringen konnten.
SVR-Trainer Lukas Emmerich zog nach dem Schlusspfiff ein gemischtes Fazit: „Betrachtet man das gesamte Spiel, können beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden sein. Meine Mannschaft hat die wenigen Torchancen gut genutzt und die Unterschiedsspieler des Gegners über weite Strecken gut im Griff gehabt.“ Einen bitteren Beigeschmack hatte für den Coach jedoch die Schlussphase, in der der späte Ausgleich durch eine aus seiner Sicht fragwürdige Handelfmeterentscheidung fiel. Emmerich kritisierte in diesem Zug die Spielleitung: „Gerade das Eingreifen des Schiedsrichters, insbesondere in der Schlussphase, empfand nicht nur ich als deutlich einseitig. Dadurch wurde unnötig Unruhe in das Spiel gebracht.“ Unterm Strich bleibe laut Emmerich ein gerechtes Remis, auch wenn man sich gerne mit drei Punkten belohnt hätte.
Germania Amberg – DJK Ebnath 3:1 (1:0)
Nach einer einwöchigen Spielpause kehrte Germania Amberg ausgeruht zurück und sicherte sich am Sonntag einen verdienten Heimerfolg gegen die DJK Ebnath. Die Torschützen für die Hausherren waren Spielertrainer Remigiusz Szewczyk sowie Adrian Mayer, der gleich doppelt traf. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste aus Ebnath sorgte Daniel Tukurbayev.
Der Amberger Trainer lobte den couragierten Auftritt seiner Mannschaft: „Es war ein harter, aber verdienter Sieg. Wir wollten von der ersten Minute an den Kampf annehmen und konzentriert auftreten, was uns sehr gut gelungen ist.“ Trotz des Gegentors durch einen eigenen Fehler zum 1:1 blieb das Team ruhig, eroberte die Führung zurück und legte das 3:1 nach. „Am Ende hätten wir unsere Chancen noch konsequenter nutzen können.“
Auf Ebnather Seite ärgerte man sich über verpasste Gelegenheiten. Florian Horn analysierte das Geschehen: „Nach einem nervösen Beginn konnten wir das Spiel teilweise so gestalten, wie wir es uns vorgenommen hatten. Kurz vor der Halbzeit gerieten wir jedoch nach einem individuellen Fehler in einen Konter zum 0:1.“ Zwar kam die DJK stark aus der Kabine, traf zum Ausgleich und drängte durch Schinner sogar auf das 2:1. Doch die fehlende Absicherung rächte sich. „Nachdem wir die Ordnung verloren hatten, luden wir den Gegner durch einen Abspielfehler zum 1:2 ein. Das 1:3 wäre ebenfalls zu verhindern gewesen. Jetzt heißt es, eine gute Trainingswoche zu bestreiten“, so Horn.
TSG Weiherhammer – SV Wildenreuth 2:1 (0:1)
Aufsteiger TSG Weiherhammer hat in einem intensiven Duell eminent wichtige Zähler für den Klassenerhalt eingefahren, während die Gäste des SV Wildenreuth weiterhin vergeblich auf ihren ersten Saisonsieg warten. Zunächst brachte Routinier Matthias Mehlhase die Gäste in Führung. Doch Weiherhammer bewies im zweiten Durchgang großen Kampfgeist und drehte die Partie durch Treffer von Markus Falkenstein und Josua Stotz zum 2:1-Endstand.
TSG-Trainer Christoph Herrmann zeigte sich nach dem kräftezehrenden Doppelspieltag enorm erleichtert: „Es war ein hartes Wochenende, an dem uns in beiden Spielen nichts geschenkt wurde. Am Sonntag gegen Wildenreuth haben wir nach dem Rückstand tolle Moral bewiesen und in der Schlussphase das Spiel noch gedreht.“ Dass der Erfolg spielerisch kein Leckerbissen war und der Gegner hochkarätige Chancen ungenutzt ließ, spielte für ihn absolut keine Rolle. „Ob der Sieg am Ende vielleicht auch etwas schmeichelhaft war, interessiert jetzt niemanden mehr. Es zählt nur der Sieg, um uns von den Abstiegsrängen etwas distanzieren zu können.“
Auf der Gegenseite herrschte beim SV Wildenreuth bittere Enttäuschung. Trainer Thomas Bayer analysierte die neuerliche Niederlage sachlich und erkannte die Leistungssteigerung des Gegners an: „Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg von Weiherhammer am Ende verdient. Wir haben es nach der Pause leider nicht mehr geschafft, ins Spiel zu finden, und sind daher wieder als Verlierer vom Platz gegangen.“
Kreisklasse West
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.





