Kreisklasse West: Spitzenmannschaften kommen gut aus der Winterpause
Kreisklasse West: Spitzenmannschaften kommen gut aus der Winterpause
Kreisklasse West, Nachholspiele
Sonntag, 16.03.2026
FC Dießfurt – SV Hahnbach II 5:1 (3:1)
Die Gastgeber erwischten einen perfekten Start. Bereits nach acht Minuten lag Dießfurt mit 2:0 in Führung. Zwei schön herausgespielte Angriffe vollendeten Sadek Alkhalaf und Simon Schmid eiskalt. In der Folge ließ der Tabellenführer jedoch etwas nach, wodurch Hahnbach besser ins Spiel kam. Nach einigen Unkonzentriertheiten und Fehlpässen gelang den Gästen der Anschlusstreffer zum 2:1. In dieser Phase hatte Hahnbach sogar mehr Spielanteile und kam zu mehreren gefährlichen Situationen. Ein Konter der Dießfurter brachte schließlich wieder Ruhe in die Partie. Nach einem Torwartfehler nutzte Miroslav Havel in der 30. Minute seine Chance zum 3:1. Kurz vor der Pause hätte Timo Fischer beinahe nachgelegt, doch sein Volleyschuss verfehlte das Tor knapp.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Dießfurt deutlich stabiler. Trainer Martin Ruda hatte in der Halbzeit offenbar die richtigen Worte gefunden. Die Gastgeber kontrollierten nun das Spiel und ließen nur noch eine gefährliche Aktion der Hahnbacher zu. In der Offensive rollte Angriff um Angriff auf das Gästetor. Torjäger Miroslav Havel krönte seine starke Leistung schließlich mit zwei weiteren Treffern und stellte auf 5:1. Damit war die Partie endgültig entschieden, auch wenn der Tabellenführer durchaus noch weitere Tore hätte erzielen können.
Hahnbachs verantwortlicher Trainer am Sonntag zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch. Seine Mannschaft sei mit einer „15-minütigen Tiefschlafphase“ in die Partie gestartet und habe früh zwei Gegentore kassiert. Zwar habe man nach dem 2:1-Anschluss kurz Hoffnung geschöpft, doch ein individueller Fehler habe noch vor der Pause zum 3:1 geführt. Nach dem Seitenwechsel verpassten die Gäste eine große Chance zum 3:2 – stattdessen fiel kurz darauf das entscheidende 4:1. Für Hahnbach gilt es nun, die Niederlage schnell abzuhaken und im kommenden Heimspiel gegen Immenreuth die ersten Punkte des Jahres 2026 einzufahren.
TSV Königstein II – TSV Pressath 1:2 (0:0)
Die Begegnung war über weite Strecken ausgeglichen und stark vom Kampf geprägt. „Leider nicht der gewünschte Auftakt“, erklärte Königsteins Trainer Bernd Schmidt nach dem Spiel. Auf dem tiefen Platz habe sich schnell gezeigt, dass die Mannschaft, die das erste Tor erzielt, einen entscheidenden Vorteil haben würde. „Es gab Chancen auf beiden Seiten, und man hat gesehen, dass in der zweiten Halbzeit bei beiden Teams die Kräfte nachließen.“ Ein Unentschieden wäre aus seiner Sicht möglich gewesen, dennoch müsse man anerkennen, dass Pressath die drei Punkte mitgenommen habe. „Wir müssen jetzt weitermachen und die Fehler abstellen, die uns diesmal die Punkte gekostet haben.“
Die ersten beide Treffer erzielten die Gäste durch Korbinian Fischer und Michael Pfleger. Der Abschlusstreffer von Tobias Scherm in der Nachspielzeit kam für Königstein zu spät. Auch Pressaths Trainer Daniel Käß betonte die Bedeutung der Partie: „Es war eminent wichtig für beide Teams, das hat man dem Spiel angemerkt. Keiner wollte den ersten Fehler machen.“ In der ersten Hälfte habe sich das Spiel deshalb vor allem auf Zweikämpfe beschränkt, während der Fußball etwas zu kurz kam. Nach der Pause wurde seine Mannschaft deutlich aktiver und erspielte sich mehrere Chancen, ließ diese jedoch zunächst ungenutzt. Die Entscheidung fiel schließlich durch „Korbi“, der Pressath mit seinem Treffer erlöste. Danach ließ bei den Gastgebern die Gegenwehr spürbar nach. „Ich bin sehr zufrieden, weil man in solchen Spielen keinen Schönheitspreis gewinnt. Man muss stabil bleiben und es bis zum Ende mehr wollen“, so Käß nach dem wichtigen Auswärtssieg.
SVSW Kemnath – DJK Ebnath 2:1 (0:1)
Die Anfangsphase war von vielen Ungenauigkeiten geprägt. „Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie sich nach der Winterpause erst wieder finden mussten“, erklärte Ebnaths Trainer Johannes Reiß. Dennoch gingen die Gäste in Führung: Nach einer guten Verlagerung auf Dominik Plannerer schob dieser am herauseilenden Torhüter vorbei zum 1:0 ein. Weitere Möglichkeiten, die Führung auszubauen, ließ Ebnath im ersten Durchgang ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel übernahm Kemnath zunehmend die Kontrolle. Vor allem die Einwechslung von Serhat Kaya brachte neuen Schwung ins Offensivspiel. Der Ausgleich fiel schließlich nach einem langen Ball: Maximilian Herr umkurvte den Gästekeeper und legte quer auf Kaya, der zum 1:1 einschob.
In der Folge versuchte es Kemnath immer wieder aus der Distanz, scheiterte jedoch mehrfach am stark reagierenden Ebnather Schlussmann Manuel Schmid. Als vieles bereits auf ein Unentschieden hindeutete, fiel in der Nachspielzeit doch noch die Entscheidung: Nach einer Ecke köpfte Lukas Baier den Ball zum 2:1-Siegtreffer für die Gastgeber ein. Kemnaths Trainer Tobias Gradl zeigte sich nach der Partie zufrieden: „Alles in allem ein verdienter Sieg. Wir mussten lange dem Rückstand hinterherlaufen, haben aber in der zweiten Halbzeit unser Pensum erhöht und bis zum Ende daran geglaubt.“ Besonders der späte Kopfballtreffer von Baier habe das emotional geführte Derby schließlich zugunsten seiner Mannschaft entschieden.
SV Wildenreuth – SV Neusorg 0:2 (0:2)
Auf schwer bespielbarem Untergrund fanden die Gäste von Beginn an besser in die Partie und übernahmen früh die Kontrolle. Bereits in der 13. Minute schickte Dominik Dotzauer seinen Mitspieler Simon Heser mit einem starken Pass in die Tiefe. Im anschließenden Eins-gegen-Eins blieb dieser cool und schob zur 1:0-Führung für Neusorg ein. Kurz darauf traf Dotzauer nach einer Flanke zwar sehenswert per Volley, doch der Treffer wurde wegen einer knappen Abseitsstellung nicht anerkannt. Eine Zeitstrafe gegen Leon Traßl brachte Neusorg kurzzeitig in Unterzahl, doch auch das änderte wenig am Spielverlauf. Nach einem Eckball war erneut Heser zur Stelle und stellte auf 2:0 für die Gäste.
Nach dem Seitenwechsel kam Wildenreuth vor allem nach Standardsituationen etwas besser ins Spiel, ohne jedoch aus dem Spiel heraus wirklich gefährlich zu werden. Die Defensive der Gäste ließ kaum Chancen zu und verteidigte konsequent. Gleichzeitig boten sich Neusorg noch Möglichkeiten, das Ergebnis weiter auszubauen. In der Schlussphase musste auch Alexander Deyerl nach einem harten Foul für zehn Minuten vom Feld, doch Neusorg brachte den Vorsprung souverän über die Zeit. Wildenreuths Trainer Thomas Bayer zeigte sich trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Mit der Leistung bin ich soweit zufrieden. Einsatz und Wille haben gepasst. Neusorg war über weite Strecken spielbestimmend und der Sieg geht in Ordnung. Wir konnten zwar mithalten, haben es aber zu selten geschafft, echte Torgefahr zu entwickeln.“
SV Immenreuth – VfB Mantel 3:1 (1:1)
Der SV Immenreuth hat sich am Sonntag mit 3:1 gegen den VfB Mantel durchgesetzt und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Mann des Tages war Kapitän Jan Brunner, der alle drei Treffer für die Gastgeber erzielte. Zunächst erwischten jedoch die Gäste den besseren Start. In der 23. Minute brachte Fabian Bertelshofer den VfB Mantel mit 1:0 in Führung. Der SV Immenreuth ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kam noch vor der Pause durch Brunner zum verdienten Ausgleich.
Lange blieb die Partie danach offen, ehe Brunner in der Schlussphase endgültig zum Matchwinner wurde. Mit einem Doppelschlag in der 81. und 85. Minute stellte er den 3:1-Erfolg für seine Mannschaft sicher. Trainer Matthias Müller zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Der Sieg war vielleicht ein Tor zu hoch, aber insgesamt waren die drei Punkte verdient. Ich muss meiner Mannschaft wirklich Respekt zollen für die kämpferische und läuferische Leistung nach dem Trainingslager-Wochenende.“




