Kreisklasse West: Unentschieden im Spitzenspiel - Meisterschaft vertagt
Kreisklasse West: Unentschieden im Spitzenspiel - Meisterschaft vertagt
Kreisklasse West, 22. Spieltag
Sonntag, 12.04.2026
TSV Königstein II – VfB Mantel 0:4 (0:3)
Die Partie auf dem B-Platz an der Neuhauser Straße war bereits früh in eine klare Richtung gelenkt. Der Tabellenletzte aus Königstein erwischte einen denkbar schlechten Start: Bereits in der 4. Spielminute unterlief Christoph Spieß ein unglückliches Eigentor, das die Gäste früh in Führung brachte. Die Gäste nutzten ihre Überlegenheit konsequent aus und erhöhten noch vor der Pause durch Mirco Dobner auf 2:0 und durch Matthias Bertelshofer per sicher verwandeltem Strafstoß für den dritten Treffer. Damit war die Begegnung praktisch schon zur Halbzeit entschieden, wie auch Königsteins Trainer Bernd Schmidt später feststellte.
Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Gastgeber zwar, zumindest noch Ergebniskosmetik zu betreiben, doch auf dem kleinen Platz gestaltete sich das Spiel schwierig. Klare Torchancen blieben Mangelware, während die Gäste weiterhin die Kontrolle behielten. In der 55. Spielminute setzte Mantel schließlich den Schlusspunkt: Bastian Kasprzak traf zum 4:0 und machte damit alles endgültig klar. Am Ende stand eine deutliche Niederlage, die aus Sicht von Trainer Schmidt auch in dieser Höhe in Ordnung ging. „Es war nicht das erhoffte Ergebnis, zu viele individuelle Fehler“, resümierte er nach dem Spiel. Insgesamt sprach er von einem „gebrauchten Tag“, an dem für seine Mannschaft wenig zusammenlief und die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten.
Sonntag, 12.04.2026
TSV Pressath – SV Hahnbach II 2:3 (1:2)
Nach einem ordentlichen Start in die Restrunde im Abstiegskampf musste der TSV Pressath einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Im Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Hahnbach setzte es eine letztlich verdiente Niederlage, wie auch Pressaths Trainer Daniel Käß nach der Partie einräumte: „Die Niederlage geht so in Ordnung. Der Gegner war besser an dem Tag und das muss man akzeptieren. Wir mussten im Gegensatz zur Vorwoche viel umstellen und fanden somit nicht in unser gewohntes Spiel. Der Blick geht nach nächste Woche und zur nächsten Aufgabe.“ Dabei begann die Partie aus Sicht der Gastgeber durchaus vielversprechend. Michael Schmid brachte den TSV früh in Führung und sorgte zunächst für Hoffnung bei den Heimfans. Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Mit zunehmender Spielzeit übernahm Hahnbach die Kontrolle und drehte noch vor der Pause die Begegnung: Cilian Graf und Simon Dehling trafen zur 2:1-Führung für die Gäste.
Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Hahnbach als das reifere Team. In der 58. Spielminute erhöhte Rene Brewitzer auf 3:1 und stellte damit die Weichen endgültig auf Auswärtssieg. Pressath zeigte zwar Moral und versuchte, noch einmal zurück ins Spiel zu finden, doch zwingende Aktionen blieben zunächst aus. Erst in der Schlussphase gelang Mohammad Namo der zweite Treffer für die Hausherren, der noch einmal kurzzeitig Spannung aufkommen ließ. Für eine Wende reichte es jedoch nicht mehr, sodass Hahnbach die drei Punkte mit nach Hause nahm. Gästetrainer Christian Gäck zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Ein aus unserer Sicht verdienter Sieg, wenn auch mit anfänglichen Schwierigkeiten. Ab Mitte der ersten Halbzeit erspielten wir uns einige gute Chancen und gingen verdient mit der Führung in die Halbzeit. So ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter und wir mussten nach dem 3:1 nur in der Schlussphase durch den Anschlusstreffer nochmal kurz bestehen.“ Mit diesem Erfolg untermauerte Hahnbach seine Position im oberen Tabellendrittel und sammelte wichtige Punkte im Kampf um Rang drei.
SV Wildenreuth – SV 08 Auerbach II 1:2 (0:1)
Die Begegnung zwischen Wildenreuth und der zweiten Mannschaft aus Auerbach endete mit einem knappen, aber verdienten Auswärtssieg für die Gäste. Dabei zeigte sich Wildenreuths Trainer Thomas Bayer nach dem Schlusspfiff sichtlich enttäuscht: „Leider konnten wir nicht unsere beste Leistung auf den Platz bringen und in Verbindung mit etwas Pech in den entscheidenden Situationen kam es zu dieser sehr bitteren Niederlage.“ In einer zunächst ausgeglichenen Partie fiel der erste Treffer in der 27. Spielminute: Ein Freistoß von Erdal Izmire fand seinen Weg unglücklich durch die Mauer und schlug zur 1:0-Führung für Auerbach ein. Kurz nach dem Seitenwechsel folgte der nächste Rückschlag für die Gastgeber. Ein unglückliches Eigentor von Patrick Protschky erhöhte auf 2:0 für die Gäste, die sich in der Folge zunehmend auf die Defensive konzentrierten. Wildenreuth bemühte sich zwar um den Anschluss, doch lange fehlte es an Durchschlagskraft und Zielstrebigkeit im Offensivspiel.
Erst in der Schlussphase gelang Jonas Häupler in der 84. Minute der Treffer zum 1:2. Für mehr reichte es jedoch nicht, sodass es beim wichtigen Auswärtssieg für Auerbach blieb. Bayer zog ein selbstkritisches Fazit: „Unsere Offensivaktionen waren ohne Durchschlagskraft und meist nicht zielstrebig genug. Somit eine unglückliche, aber nicht unverdiente Niederlage.“ Auf der Gegenseite zeigte sich Gästetrainer Andreas Trenz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, auch wenn er anmerkte, dass man das Spiel früher hätte entscheiden können: „Wir haben es unnötig spannend gemacht, da wir unsere klaren Chancen nicht genutzt haben oder am gegnerischen Torhüter gescheitert sind.“ Besonders hob er die kämpferische Einstellung hervor: „Auf diesem kleinen Platz muss man immer 100 Prozent Einsatz bringen, um zu bestehen.“
SV Riglasreuth – SV Immenreuth 1:1 (1:0)
Im Landkreisduell zweier im gesicherten Mittelfeld stehender Mannschaften ging es tabellarisch zwar um nicht mehr viel, dennoch entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte Partie. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und konnten sich in der Anfangsphase leichte Vorteile erarbeiten. In der 19. Spielminute wurden ihre Bemühungen schließlich belohnt: Jonas Hiltner nutzte die Gelegenheit zur 1:0-Führung. In der Folge blieb die Partie weiterhin intensiv, jedoch ohne viele zwingende Torchancen. So ging es mit dem knappen Vorsprung für die Heimelf in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung dann eine entscheidende Wendung. Torhüter Maximilian Pinzer verursachte mit einem Foulspiel im Strafraum einen Elfmeter und sah dafür die rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Patrick Drechsler souverän zum 1:1-Ausgleich für Immenreuth. Trotz der numerischen Überlegenheit gelang es den Gästen in der verbleibenden Spielzeit jedoch nicht, das Spiel vollständig an sich zu reißen. So blieb es am Ende bei einem leistungsgerechten Unentschieden, mit dem sich beide Mannschaften arrangieren konnten. Immenreuths Trainer Matthias Müller zog ein entsprechend nüchternes Fazit: „Absolut gerecht. Es war kein schönes Spiel von beiden Seiten und mit wenigen Chancen. Ich hatte mir zwar drei Punkte erhofft, aber mit diesem einen Punkt können, denke ich, beide Mannschaften gut leben.“
SVSW Kemnath – SG DJK Seugast/FC Schlicht II 1:0 (0:0)
Im Verfolgerduell der Kreisklasse West setzte sich der SVSW Kemnath knapp, aber verdient gegen die Gäste aus Seugast durch und festigte damit seinen Platz im oberen Tabellendrittel. Trainer Tobias Gradl zeigte sich nach dem Schlusspfiff entsprechend zufrieden: „In meinen Augen ein völlig verdienter Sieg. Wir hatten das Spiel über die gesamte Zeit gut unter Kontrolle und haben uns am Ende mit dem Treffer dann auch belohnt.“ Die erste Halbzeit bot allerdings nur wenig Fußballerisches. Beide Mannschaften agierten vorsichtig, Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Folgerichtig ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann etwas mehr Fahrt auf – allerdings zunächst mit einem Rückschlag für die Gäste. Seugast musste Torjäger David Smolak verletzungsbedingt auswechseln. In der 66. Spielminute fiel schließlich der entscheidende Treffer: Andrii Kovalov traf zur umjubelten Führung für die Gastgeber. In der Folge blieb Kemnath spielbestimmend und erarbeitete sich weitere gute Möglichkeiten, ohne jedoch nachlegen zu können. „Defensiv standen wir sehr kompakt und haben kaum Fehler gemacht – das war genau die richtige Reaktion auf das letzte Spiel“, lobte Gradl seine Mannschaft. „Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir zudem einen richtig guten Ball gespielt und uns mehrere klare Abschlussmöglichkeiten erarbeitet.“ Am Ende brachte Kemnath den knappen Vorsprung souverän über die Zeit. Gästetrainer Florian Weiß zeigte sich nach der Partie entsprechend enttäuscht: „Viel will ich zum Spiel eigentlich nicht sagen. Wir haben in keiner Phase der Partie zu unserem Spiel gefunden. Der Sieg war so auch verdient.“
FC Dießfurt – SV Neusorg 2:2 (1:1)
Im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel zwischen Tabellenführer FC Dießfurt und Verfolger SV Neusorg bekamen die Zuschauer eine intensive und abwechslungsreiche Partie geboten. Die Gastgeber erwischten dabei einen Traumstart: Bereits in der 2. Spielminute brachte Marek Ruda seine Farben früh in Führung. Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten – nur wenige Minuten später gelang Christopher König der schnelle Ausgleich. In der Folge übernahm Dießfurt zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen und drängte Neusorg immer wieder tief in die eigene Hälfte. „Man musste eigentlich zur Halbzeit in Führung gehen“, resümierte Henry Schraml vom FCD, dessen Mannschaft sich für den Aufwand jedoch nicht belohnen konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel legte Dießfurt erneut einen Blitzstart hin. Simon Schmid traf per Kopf zur erneuten Führung. Doch wie schon im ersten Durchgang schlug Neusorg zurück: Erneut war es Christopher König, der zum 2:2 ausglich. „Man kann sagen, die Tore für Neusorg waren Geschenke“, ärgerte sich Schraml über die einfachen Gegentreffer. Nach dem erneuten Ausgleich witterten die Gäste kurzzeitig ihre Chance und übernahmen für einige Minuten die Initiative. Doch Dießfurt fing sich schnell wieder und drängte in der Schlussphase auf den entscheidenden Treffer. Trotz weiterer Möglichkeiten wollte das Siegtor jedoch nicht mehr fallen. Am Ende blieb es bei einem Unentschieden, das sich unterschiedlich anfühlte. „Eigentlich haben wir den Sieg verschenkt“, so Schraml. Auf Seiten der Gäste zeigte sich Trainer Patrick Müller zufrieden: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht wirklich ins Spiel gefunden, da war Dießfurt besser. In der zweiten Halbzeit haben wir uns deutlich gesteigert, deshalb geht das Unentschieden so für mich in Ordnung. Zweimal gegen den Tabellenführer zurückzukommen, spricht absolut für unsere Moral und macht Mut für die kommenden Spiele.“
DJK Ebnath – SC Schwarzenbach 0:5 (0:3)
Für die DJK Ebnath setzte es eine deutliche Heimniederlage gegen den SC Schwarzenbach, die vor allem auf eine verschlafene Anfangsphase zurückzuführen war. Trainer Johannes Reiß zeigte sich nach der Partie entsprechend selbstkritisch: „Leider haben wir es nicht geschafft, eine Schippe draufzulegen und an die Vorwoche anzuknüpfen.“ Bereits früh gerieten die Gastgeber ins Hintertreffen. Spielertrainer Sebastian Urban brachte Schwarzenbach in. Die große Chance zum schnellen Ausgleich bot sich Ebnath nur wenig später, als ein Handelfmeter zugesprochen wurde. Dominik Plannerer scheiterte jedoch am stark reagierenden Keeper Daniel Spachtholz. Im direkten Gegenzug folgte dann der nächste Nackenschlag: Alexander Sparrer erhöhte auf 2:0 für die Gäste. „Nach diesem frühen Doppelschlag und der verschlafenen Anfangsphase war das Spiel schon so gut wie entschieden“, so Reiß. Zwar hatte Ebnath in der Folge mehr Ballbesitz, doch spätestens am Strafraum war meist Schluss. Kurz vor der Pause kam es dann noch bitterer für die Hausherren: Nach einem Freistoß, der zunächst an die Latte prallte, sprang der Ball über den Rücken von Torhüter Manuel Schmid ins eigene Tor. Fabian Wegmann wurde als Torschütze zum 3:0 geführt, während sich Ebnaths Keeper bei dieser Aktion zudem verletzte.
Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild nur wenig. Ebnath hatte zwar weiterhin mehr Spielanteile, doch die klareren Aktionen gehörten den Gästen. Schwarzenbach blieb effizient und erhöhte durch einen weiteren Treffer sowie durch Urban auf den Endstand von 5:0. Reiß sprach nach dem Spiel von einem „verdienten Sieg für Schwarzenbach aufgrund der verpennten Anfangsphase“, merkte jedoch an, dass das Ergebnis „in der Höhe zu deutlich“ ausgefallen sei. Gästespielertrainer Urban zeigte sich hingegen hochzufrieden: „Wir waren einfach gefährlicher und als Mannschaft geschlossener mit einem leidenschaftlicheren Auftritt. Ebnath hatte außer dem Elfmeter keine nennenswerte Torchance. Insgesamt war es aber trotzdem kein leichtes Spiel – vielleicht ist das Ergebnis um das ein oder andere Tor zu hoch ausgefallen.“
Kreisklasse West
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




