Kreisklasse West: Wer bleibt Kemnath auf den Fersen?
Kreisklasse West: Wer bleibt Kemnath auf den Fersen?
Kreisklasse West, 12. Spieltag
Sonntag, 11.10.2026
SV Waldeck – SC Kirchenthumbach
Der starke Aufsteiger aus Waldeck fordert im Verfolgerduell den hoch gehandelten SC Kirchenthumbach. Die heimstarken Gastgeber stehen in der Tabelle hervorragend da, mussten erst zwei Niederlagen einstecken und konnten am vergangenen Wochenende durch den Nichtantritt von Wildenreuth zudem Kräfte sparen. Gegen die junge Truppe aus Kirchenthumbach sollen die Punkte nun fest in Waldeck bleiben.
Bei den Gästen aus Kirchenthumbach hat man die jüngste Niederlage beim Tabellenführer in Kemnath derweil abgehakt und richtet den Blick nach vorne: „Uns erwartet das nächste extrem schwere Auswärtsspiel gegen einen sehr guten Aufsteiger, der zuhause bislang noch ungeschlagen ist. Durch den Nichtantritt von Wildenreuth konnten unsere Gastgeber vergangene Woche zudem Kräfte sparen. Wir wissen also, was auf uns zukommt. Wie schon in den letzten Wochen müssen wir wieder alles investieren, als Mannschaft geschlossen auftreten und über die gesamte Spielzeit an unsere Grenzen gehen. Dann wollen wir schauen, ob wir etwas Zählbares mit nach Hause nehmen können,“ so Trainer Christian Ringler.
SV Wildenreuth – SV Immenreuth
Im Tabellenkeller kommt es zu einem echten Sechs-Punkte-Spiel: Beide Mannschaften stehen im hinteren Drittel und sind dringend auf einen Sieg angewiesen. Der SV Wildenreuth, der nach der Absage am letzten Spieltag wieder eine Mannschaft stellen kann, will im Landkreisduell voll auf Angriff spielen. Trainer Thomas Bayer verdeutlicht die prekäre Lage: „Ein äußerst wichtiges Spiel gegen Immenreuth. Das wird vielleicht unsere letzte Chance sein, um noch wirklich Möglichkeiten auf den Relegationsplatz zu haben. Bei ner Niederlage wären es dann doch schon sehr viele Punkte zum Aufholen. Die Kadersituation ist zum Glück wieder etwas entspannter und wir sollten eine schlagkräftige Truppe für Sonntag auf den Platz bringen können.“
Auch auf der Gegenseite ist der Druck spürbar. Immenreuths Trainer und Torhüter Matthias Müller bringt es auf den Punkt: „Eigentlich zählen nur sechs Punkte! Aber Wildenreuth sitzt im gleichen Boot. Ich geh nicht von einem fußballerischen Leckerbissen aus. Ziel ist ganz klar, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“
SV Hahnbach II – SG Seugast/Freihung
Ein brisantes Nachbarschaftsduell erwartet die Zuschauer in Hahnbach. Während die Gastgeber vor der Saison von vielen weiter oben in der Tabelle erwartet wurden, spielt die SG Seugast/Freihung genau dort eine unerwartet starke Saison. SG-Verantwortlicher Florian Weiß blickt respektvoll, aber optimistisch auf die Partie: „Beide Orte liegen nahe beieinander, aber es wird auf jeden Fall kein einfaches Spiel. Grundsätzlich habe ich Hahnbach fast tabellarisch auf jeden Fall stärker eingeschätzt. Spielen vielleicht aktuell ein bisschen unter ihren Möglichkeiten oder die Gründe weiß ich natürlich nicht, aber wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen und gehen von einem sehr schwierigen Spiel aus. Wir wissen um die Qualität der Hahnbacher und dass auch immer wieder mal eben ein Spieler oder zwei von der ersten Mannschaft aushelfen können. Von dem her stellen wir uns auf ein hartes Match ein, wenn wir aber allerdings mit der Konzentration und auch mit dem Willen ins Spiel gehen, so wie die letzten Spiele, dann bin ich trotzdem auch optimistisch, dass wir da was mitnehmen können. Wir wollen natürlich die positive Serie weiter beibehalten und wollen auch in Hahnbach etwas Zählbares mitnehmen. Allerdings haben wir echt tatsächlich diese Woche sehr, sehr viele kranke und verletzte Spieler. Mal schauen, wer im Endeffekt auflaufen kann am Wochenende. Wir werden auf jeden Fall versuchen, eine schlagkräftige Truppe zu stellen, die das Spiel auch gewinnen kann.“
Hahnbachs Heimtrainer Holger Fleck fordert nach dem letzten Rückschlag vehement eine Leistungssteigerung: „Ich erwarte von meinem Team eine deutliche Reaktion und eine Wiedergutmachung. Meine Mannschaft wird absolut hochmotiviert in das Derby gehen. Wir wollen gegen Seugast die erforderliche Power und Energie auf den Platz bringen. Dafür wird es insbesondere wichtig sein, von der ersten Minute an konzentriert aufzutreten und die nötige Intensität zu zeigen. Ich möchte explizit auch den Teamgeist und den Willen betonen – Gerade nach so einem Rückschlag gilt es nun, als geschlossene Mannschaft zusammenzustehen und die richtige Antwort auf dem Rasen zu geben. Natürlich hat uns die Niederlage letztes Wochenende geärgert, aber jetzt geht es darum, den Blick wieder nach vorne zu richten und den nötigen Charakter zu zeigen. Wir wissen, dass wir im Derby gegen Seugast über 90 Minuten an unsere absolute Leistungsgrenze gehen müssen. Wir werden dem Gegner einen heißen Tanz bieten und alles dafür tun, um zu punkten. Jetzt zählt die Reaktion und dafür müssen wir – wie gesagt – alles investieren.“
TSV Pressath – SV Riglasreuth
Der Trainerwechsel beim TSV Pressath hat bislang nur bedingt die erhoffte Wende gebracht. Die Mannschaft steckt weiterhin im unteren Tabellendrittel fest und muss dringend punkten. Markus Zibell vom TSV betont die Wichtigkeit der Begegnung: „Bekanntlich ist ja immer das nächste Spiel das wichtigste. In unserem Fall trifft es noch mehr zu. Wir müssen schon voll punkten um den Anschluss nicht zu verlieren bzw. diesen herzustellen. Die Stimmung diese Woche im Training war sehr gut, die Mannschaft hat voll mitgezogen und ist optimal auf Riglasreuth vorbereitet. Es kommt eine sehr robuste und auch spielstarke Mannschaft auf uns zu, aber wenn wir es schaffen unser Spiel über 90 Minuten konzentriert durchzuziehen und Fehler minimieren haben wir definitiv die Möglichkeit den so wichtigen Sieg einzufahren.“
Gästetrainer Lukas Emmerich erwartet eine umkämpfte Begegnung: „Das anstehende Auswärtsspiel beim TSV Pressath wird für uns eine schwere Aufgabe. Pressath steht mit dem Rücken zur Wand und wird sicherlich alles daransetzen, das Spiel für sich zu entscheiden. Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert und uns entsprechend auf die kommende Partie vorbereitet. Unser Ziel ist es, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, um den Abstand zum Tabellenkeller nicht noch weiter schrumpfen zu lassen. Personell ist die Situation nach wie vor angespannt. Allerdings ist der Kader der Ersten und Zweiten Mannschaft groß genug, um die Ausfälle zu kompensieren.“
Germania Amberg – SV Neusorg
Die Germania aus Amberg gilt in der Liga als Wundertüte: An manchen Tagen nicht zu stoppen, an anderen mit unerwarteten Punktverlusten. Nach einem holprigen Start haben die Gastgeber jedoch ihren Rhythmus gefunden und sich in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen positioniert. Für den SV Neusorg bedeutet die weite Auswärtsfahrt eine sportliche Unbekannte, da beide Teams erstmals in einem Pflichtspiel aufeinandertreffen.
Neusorgs Trainer Patrick Müller möchte den Kontakt zur Spitzengruppe unbedingt halten und fordert eine konzentrierte Leistung über die volle Distanz: „Ich habe zwar schon einiges über die Germania gehört, selbst aber noch kein Spiel von ihnen in dieser Saison gesehen. Deshalb erwartet uns in gewisser Weise ein unbeschriebenes Blatt. Ich rechne mit einer spielstarken Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Gleichzeitig hoffe ich, dass wir an die Leistung aus der zweiten Halbzeit der vergangenen Woche anknüpfen können und uns dadurch die volle Punktausbeute gelingt.“
TSG Weiherhammer – SVSW Kemnath
Die Rollen könnten in Weiherhammer kaum klarer verteilt sein: Der Aufsteiger empfängt mit dem SVSW Kemnath den unangefochtenen Spitzenreiter der Liga. TSG-Trainer Christoph Hermann nimmt die Außenseiterrolle gerne an und sieht sein Team komplett ohne Druck: „Wir treffen am kommenden Sonntag auf den absoluten Meisterschaftsfavoriten aus Kemnath. Demnach sind die Rollen klar verteilt. Wir wollen jedoch an die Leistung von vergangener Woche anknüpfen und dem Gegner so lange wie möglich Paroli bieten. Wenn wir einen Sahnetag erwischen, können wir vielleicht etwas mitnehmen, wenn nicht geht die Welt für uns auch nicht unter. Getreu nach dem Motto: Kemnath muss unbedingt gewinnen, mit uns rechnet niemand, deswegen haben wir auch nichts zu verlieren.“
Auf Seiten der favorisierten Gäste mahnt Tobias Gradl zur vollen Konzentration, um böse Überraschungen zu vermeiden: „Dort müssen wir von der ersten Minute an hellwach sein, die Zweikämpfe konsequent annehmen und als geschlossene Mannschaft auftreten. Unser Gegner wird uns alles abverlangen und jede Nachlässigkeit bestrafen. Deshalb gilt es, die Leidenschaft und Entschlossenheit aus der zweiten Halbzeit gegen Kirchenthumbach über die gesamte Spielzeit auf den Platz zu bringen. Wir wollen unseren erfolgreichen Weg fortsetzen und auch aus Weiherhammer etwas Zählbares mitnehmen.“
DJK Ebnath – VfB Mantel
Ein klassisches Mittelfeldduell mit richtungsweisendem Charakter: Die DJK Ebnath, deren bisherige Saisonbilanz exakt ausgeglichen ist (fünf Siege, fünf Niederlagen), möchte vor heimischer Kulisse unbedingt punkten, um sich im gesicherten Bereich der Tabelle festzusetzen. Florian Horn zeigt sich optimistisch: „Der Sieg letzte Woche war für uns wichtig. Jetzt wollen wir natürlich unsere Serie weiterführen. Wir wissen aber auch, dass Mantel aktuell einen guten Lauf hat. Wir spielen zu Hause und können personell wieder eine ordentliche Truppe stellen. Deshalb wollen wir von Anfang an gut ins Spiel kommen und die drei Punkte bei uns behalten.“
Doch auch der VfB Mantel reist mit breiter Brust an: Seit dem jüngsten Trainerwechsel zeigt die Formkurve der Gäste stetig nach oben. Diesen Aufwärtstrend will Mantel nun auch in Ebnath bestätigen, um den Abstand zu den gefährlichen hinteren Tabellenrängen weiter komfortabel auszubauen.




