Kreisliga Nord: Der SV 08 Auerbach ist Meister und steigt in die Bezirksliga auf
Kreisliga Nord: Der SV 08 Auerbach ist Meister und steigt in die Bezirksliga auf
Kreisliga Nord, 25. Spieltag
Sonntag, 03.05.2026
TSV Eslarn – ASV Haidenaab 2:2 0:0)
Im letzten Heimspiel der Saison wollte sich der TSV Eslarn trotz tabellarischer Bedeutungslosigkeit mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden. Gleichzeitig stand die Partie ganz im Zeichen eines besonderen Spielers: Adam Like, der den Verein nach elf Jahren verlassen wird. „Ein klassisches Unentschieden bei unserem letzten Heimspiel, welches klar im Fokus von Adam stand“, erklärte Spielertrainer Peter Rackl nach der Begegnung. „Unterm Strich ein schwaches Kreisliga-Spiel.“ Die erste Halbzeit verlief entsprechend ereignisarm. Beide Mannschaften agierten vorsichtig, klare Torchancen blieben Mangelware. So ging es folgerichtig torlos in die Pause. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie jedoch etwas Fahrt auf. In der 50. Spielminute brachte Ondrej Kral die Gastgeber mit 1:0 in Führung und sorgte damit für die erhoffte Stimmung im Eslarner Lager. In der Folge verpasste es der TSV jedoch, den Vorsprung auszubauen – unter anderem, weil Like einen Foulelfmeter nicht nutzen konnte und den Ball lediglich an den Pfosten setzte.
Die Gäste aus Oberfranken nutzten diese Nachlässigkeiten eiskalt aus. Innerhalb weniger Minuten drehten Pascal Steeger (78.) und Christian Scherm (82.) die Partie und stellten auf 2:1 für die Gäste. Eslarn musste nun einem Rückstand hinterherlaufen, zeigte jedoch Moral und kam kurz vor dem Abpfiff noch einmal zurück: Johannes Beigler erzielte in der 89. Spielminute den Ausgleich. „Leider nicht ganz über die Ziellinie gebracht“, kommentierte Gästetrainer Michael Kaufmann, der selbst nicht vor Ort war. Die Analyse übernahm Vorstand Stephan Veigl: „Der Punkt war wohl mehr als verdient. Wir sind in der Rückrunde deutlich stabiler, das muss sich aber noch klarer in den Ergebnissen widerspiegeln. Heute haben wir den Sieg durch Standards verschenkt.“
SV Kohlberg/Röthenbach – FC Tremmersdorf-Speinshart 4:6 (3:3)
Ein wahres Torfestival erlebten die Zuschauer am Sonntag in Kohlberg, wo sich in der Kreisliga zwei Mannschaften einen offenen Schlagabtausch lieferten. Kohlbergs Trainer Eugenio Wild sah dabei trotz der Niederlage lange Zeit Vorteile für sein Team: „Wir haben Tremmersdorf dominiert, sowohl spielerisch als auch läuferisch. Wir waren von der ersten Sekunde an da und hatten auch gleich einige Chancen, die wir machen müssen.“ Dennoch lag das Problem für ihn klar auf der Hand: „Die individuellen Fehler haben dem Gegner fünf Tore geschenkt – so darfst du das nicht verteidigen.“ Bereits in der ersten Halbzeit entwickelte sich ein munteres Hin und Her. Für die Gäste trafen Jonas Frank (12.), Michael Diepold (30.) und Christopher Neukam (33.), während auf Seiten der Gastgeber Philipp Ertl (27.), Dominik Bredow (39.) und Matthias Regner (42.) erfolgreich waren. Mit einem 3:3 ging es in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel spektakulär. Ein Eigentor von Louis Kick (54.) brachte Tremmersdorf erneut in Führung, ehe Jonas Frank mit seinem zweiten Treffer in der 71. Minute nachlegte. Kohlberg gab sich jedoch nicht auf und verkürzte durch Regner (83.) erneut. Den Schlusspunkt setzte schließlich Simon Seitz in der Nachspielzeit zum 6:4-Endstand. „Wir sind immer wieder zurückgekommen mit gut herausgespielten Toren. Wille, Einstellung und Disziplin waren da“, so Wild, der dennoch einräumen musste, dass es am Ende nicht zum Heimsieg reichte. Auf Seiten der Gäste zeigte sich Abteilungsleiter Florian Schnödt zufrieden mit dem Ausgang: „Ein wildes Spiel auf beiden Seiten, geprägt von teils sehr fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, die auch zu zwei Gegentoren führten.“ Trotz eines etwas holprigen Starts habe seine Mannschaft Moral bewiesen und sich am Ende verdient durchgesetzt. Mit dem sechsten Sieg in Folge spielt Tremmersdorf eine der erfolgreichsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte und will nun auch das abschließende Derby gegen den FC Vorbach erfolgreich gestalten.
FC Vorbach – SV Kulmain 2:0 (0:0)
Große Erleichterung herrschte beim FC Vorbach nach dem Heimsieg gegen den SV Kulmain, mit dem der Klassenerhalt in der Kreisliga endgültig gesichert werden konnte. Trainer Markus Tusek zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden: „Es war ein hochverdienter Sieg meiner Mannschaft.“ Vorbach erspielte sich mehrere hochkarätige Chancen, ließ diese jedoch ungenutzt. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich sogar die große Möglichkeit zur Führung, doch Nico Lautner scheiterte mit einem Foulelfmeter. „Es hätte bereits zur Halbzeit mindestens 3:0 stehen können“, so Tusek, der die Überlegenheit seiner Mannschaft betonte. Auch Kulmains Trainer Oliver Drechsler erkannte die klare Dominanz der Hausherren an.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste zwar etwas besser in die Partie, konnten daraus jedoch keine echte Torgefahr entwickeln. Vorbach blieb die spielbestimmende Mannschaft und wurde schließlich belohnt: Nach einer gelungenen Kombination brachte Dominik Lang sein Team nach Vorarbeit von Jonas Heindl mit 1:0 in Führung. Der Treffer wirkte wie eine Befreiung für die Gastgeber. Nur kurze Zeit später sorgte Heindl selbst für die Vorentscheidung und erhöhte auf 2:0. In der Folge kontrollierte Vorbach das Spielgeschehen und ließ nichts mehr anbrennen. Mit dem Schlusspfiff war die Freude entsprechend groß: „Der FCV befindet sich über dem Strich und spielt auch verdient nächste Saison in der Kreisliga. Es war eine tolle Leistung meiner Mannschaft und ich bin sehr stolz darauf“, erklärte ein sichtlich erleichterter Tusek. Auch auf Seiten der Gäste überwog trotz der Niederlage eine gewisse Zufriedenheit. Drechsler blickte pragmatisch auf die Situation: „Wichtig war, dass die anderen für uns gespielt haben und auch bei uns der Klassenerhalt sicher ist. Nun wollen wir die Saison positiv beenden und im letzten Heimspiel gewinnen.“
VfB Rothenstadt – TSV Erbendorf 0:3 (0:0)
Die Personalsituation beim VfB Rothenstadt war am Sonntagnachmittag mehr als angespannt. Mit nur einem Spieler auf der Ersatzbank – Abteilungsleiter Michael Strehl, der später sogar selbst zum Einsatz kam – gingen die Gastgeber stark ersatzgeschwächt in die Partie gegen den TSV Erbendorf. Trotz dieser widrigen Umstände zeigte Rothenstadt zunächst eine engagierte Leistung und hielt die Begegnung lange offen. „Bei sommerlichen Temperaturen konnten meine elf Spieler plus Abteilungsleiter bis Mitte der zweiten Halbzeit ordentlich mithalten und hatten auch die ein oder andere Chance“, lobte Trainer Roland Lang den Einsatz seiner Mannschaft. Kurz vor dem Pausenpfiff musste man jedoch den ersten Rückschlag hinnehmen: Josef Schönberger traf zur Führung für die Gäste aus Erbendorf.
Nach dem Seitenwechsel machte sich dann zunehmend der Kräfteverschleiß bei den Gastgebern bemerkbar. Während Rothenstadt weiterhin versuchte, dagegenzuhalten, übernahm Erbendorf mehr und mehr die Kontrolle über das Spielgeschehen. Dennoch dauerte es bis in die Schlussphase, ehe die Gäste ihre Überlegenheit auch deutlicher auf die Anzeigetafel brachten. Torjäger Sandro Hösl erhöhte in der 84. Spielminute auf 2:0, ehe Niklas Blohmann kurz vor Schluss den 3:0-Endstand herstellte. „Am verdienten Gästesieg gibt es nichts zu rütteln“, stellte Lang nach der Partie klar, auch wenn er mit dem Einsatz seines Teams zufrieden sein konnte. Erbendorfs Trainer Andreas Häupl zeigte sich trotz des Erfolgs nur teilweise zufrieden: „Verdienter Sieg in Rothenstadt. Spielerisch war es sicher kein Leckerbissen, aber wir haben uns ins Spiel reingekämpft und hatten dann einige gute Chancen, bis endlich das 1:0 gefallen ist.“ Nach der Pause habe man gemerkt, dass beim Gegner die Kräfte nachließen: „Wir bekamen mehr Räume und haben dann verdient noch zwei Tore erzielt.“
SV TuS/DJK Grafenwöhr – SC Eschenbach 6:3 (3:1)
Vor 220 Zuschauern entwickelte sich das Derby zunächst überraschend, am Ende jedoch zu einer klaren Angelegenheit für die Gastgeber aus Grafenwöhr. Denn obwohl der SC Eschenbach früh durch Valentin Schieder in Führung ging, ließ sich die Heimelf davon keineswegs beeindrucken und übernahm schnell die Kontrolle über das Spielgeschehen. Grafenwöhr agierte druckvoll, zielstrebig und spielte konsequent nach vorne. Noch vor der Halbzeit drehten Luca Reiß, Marcel Pfab und Jenan Kesetovic die Partie zugunsten der Gastgeber. „Wir hatten einfach alles im Griff“, resümierte Trainer Turan Bafra zufrieden.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Grafenwöhr blieb die dominierende Mannschaft und baute den Vorsprung weiter aus. Erneut Marcel Pfab sowie Michael Kraus und Timo Bachmeier sorgten mit ihren Treffern für klare Verhältnisse. Erst in der Schlussphase ließ die Konzentration etwas nach, wodurch Eschenbach noch Ergebniskosmetik betreiben konnte. Manuel Bitterer und Timo Adler trafen für die Gäste, konnten die deutliche Niederlage jedoch nicht mehr verhindern. „Etwas ärgerlich am Ende, was aber den hochverdienten Sieg nicht schmälert“, so Bafra. Eschenbachs Trainer Benjamin Scheidler zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Es war heute ein absolut gebrauchter Tag für unsere Mannschaft. Von Beginn an fanden wir nicht richtig ins Spiel und liefen dem Gegner häufig nur hinterher.“ In den entscheidenden Momenten habe die nötige Konsequenz gefehlt, während Grafenwöhr „abgeklärt, zielstrebig und effektiv“ auftrat. Beide Trainer nutzten die Gelegenheit zudem, um dem SV 08 Auerbach zur verdienten Meisterschaft und einer starken Saison zu gratulieren.
SpVgg Vorbach – TSV Reuth 2:2 (1:1)
Für die SpVgg Trabitz ging es im Heimspiel gegen den TSV Reuth um die letzte Chance im Titelrennen – ein Sieg war Pflicht. Doch die Gäste, die nach der Winterpause in starker Form auftraten und tabellarisch befreit aufspielen konnten, erwiesen sich als äußerst unangenehmer Gegner. Bereits in der 25. Spielminute gingen die Reuther durch David Kreinhöfer in Führung. Trabitz reagierte mit viel Offensivdruck und erspielte sich zahlreiche Chancen, scheiterte jedoch immer wieder am stark aufgelegten Gästekeeper oder an der vielbeinigen Defensive. „Der gegnerische Torwart hat gehalten wie die Sau“, brachte es Trabitz-Coach Thomas Baier auf den Punkt. Dennoch gelang Dominik Zawal noch vor der Pause der verdiente Ausgleich zum 1:1.
Auch im zweiten Durchgang blieb das Bild unverändert: Trabitz drängte auf die Führung, doch erneut schlug Reuth eiskalt zu. In der 57. Minute traf Michael Sonnberger zur erneuten Gästeführung. Erst in der 81. Spielminute gelang Miroslav Spirek der Ausgleich zum 2:2, doch trotz weiterer Großchancen in der Schlussphase wollte der Siegtreffer nicht mehr fallen. „Zehn Minuten vor Schluss können wir drei Tore schießen – aber ein Spiel dauert 90 Minuten, das gehört auch zur Ehrlichkeit“, so Baier, der den verpassten Sieg offen ansprach. Gleichzeitig erkannte er die Leistung des Gegners an: „Reuth hat sich durch ihr kämpferisches Engagement den Punkt verdient.“ Für Trabitz bedeutete das Unentschieden letztlich das Aus im Titelrennen. Baier zog dennoch ein positives Gesamtfazit seiner Amtszeit: „Fünf Jahre war ich Trainer hier, zweimal Meister und nun Vizemeister – das haben nicht viele Trainer im Kreis Weiden geschafft.“ Auf Seiten der Gäste zeigte sich Spielertrainer Thomas Wildenauer zufrieden: „Wir waren heute wieder der unangenehme Gegner und haben dem nächsten Spitzenteam Paroli geboten.“ Mit Blick auf das Saisonfinale ergänzte er: „Mit der heute gezeigten Leistung können wir positiv in die letzte Woche starten.“ Beide Trainer nutzten zudem die Gelegenheit, dem neuen Meister der Kreisliga zur verdienten Meisterschaft und dem Aufstieg zu gratulieren.
SV 08 Auerbach – SC Kirchenthumbach 3:0 (1:0)
Große Spannung herrschte am Sonntagnachmittag beim Spitzenspiel zwischen dem SV 08 Auerbach und dem SC Kirchenthumbach – und das sogar noch nach dem Schlusspfiff. Zwar setzte sich der Tabellenführer im Derby hochverdient durch, doch die endgültige Entscheidung im Meisterrennen fiel erst Minuten später. 91 Minuten lang dominierte Auerbach die Partie und ließ keinen Zweifel daran, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Dennoch jubelte nach Abpfiff zunächst niemand, denn alle Augen richteten sich nach Trabitz. Nur wenn der direkte Konkurrent dort nicht gewinnen würde, war die Meisterschaft bereits perfekt. So versammelten sich Spieler und Verantwortliche im Mittelkreis und warteten gespannt rund zehn Minuten auf das erlösende Ergebnis – dann stand fest: Trabitz hatte nicht gewonnen, Auerbach war Meister und steigt in die Bezirksliga auf. Dabei hatte Trainer Daniel Maier bereits vor der Partie eine gewisse Anspannung verspürt: „Ich bin schon die ganze Woche sehr aufgeregt.“ Auf dem Platz zeigte seine Mannschaft davon jedoch nichts. Von Beginn an agierte Auerbach konzentriert und kontrollierte das Spielgeschehen. Matthias Förster sorgte in der ersten Halbzeit für die verdiente Führung, während weitere hochkarätige Chancen ungenutzt blieben.
Kirchenthumbach kam nur einmal gefährlich vor das Tor und traf dabei die Latte. Trainer Andreas Freiberger brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir hatten heute hier keine Chance.“ Auch nach dem Seitenwechsel blieb Auerbach das klar bessere Team. Kapitän Tim Schmiedl erhöhte auf 2:0, ehe Nicolas Bauer mit dem dritten Treffer den Endstand herstellte. In der Schlussphase verwalteten die Gastgeber das Ergebnis souverän und lauschten gleichzeitig gespannt den Zwischenständen aus Trabitz. „Wir haben viele verletzte und angeschlagene Spieler in unseren Reihen. Deswegen ist die Leistung, trotz vieler Rückschläge, mehr als hoch anzurechnen“, lobte Maier seine Mannschaft nach dem Spiel. Mit dem Schlusspfiff und der Nachricht aus Trabitz kannte der Jubel schließlich keine Grenzen mehr – die Meisterschaft war perfekt. Für den SC Kirchenthumbach hingegen geht der Blick nach vorne: Im letzten Saisonspiel hat das Team noch die Chance, den Relegationsplatz zu verlassen. Dafür wird jedoch eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein.
Kreisliga Nord
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




