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Kreisklasse West: Der FC Dießfurt ist Meister, Neusorg in der Relegation

Nordoberpfalz. Drei Spieltage vor dem Saisonende ist im oberen Tabellendrittel fast alles entschieden. Und im Abstiegskampf rückt alles noch enger zusammen.

Kreisklasse West: Der FC Dießfurt ist Meister, Neusorg in der Relegation

Jubel nach dem Erfolg gegen Mantel beim FC Dießfurt. Foto: Jürgen Masching

Kreisklasse West, 24. Spieltag

Sonntag, 26.04.2026

SC Schwarzenbach – SV Hahnbach II 1:3 (1:1)

Der Tabellenletzte aus Schwarzenbach hat sich gegen den Tabellendritten aus Hahnbach teuer verkauft, musste am Ende jedoch eine 1:3-Niederlage hinnehmen und steht damit weiter mit dem Rücken zur Wand. „Ich bin der Meinung, wir haben uns sehr gut geschlagen“, resümierte Trainer Sebastian Urban nach der Partie. Seine Mannschaft ging in der 29. Minute durch Torjäger Fabian Waldmann etwas glücklich in Führung, ließ bis dahin jedoch kaum etwas zu. Der Ausgleich für Hahnbach fiel dann quasi aus dem Nichts: Nach einer Ecke traf Moritz Graf mit dem Halbzeitpfiff zum 1:1.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hahnbach den Druck deutlich und drängte die Gastgeber zunehmend in die Defensive. Dennoch bot sich Schwarzenbach die große Chance zur erneuten Führung, die jedoch ungenutzt blieb. „Im direkten Gegenzug bekommen wir dann das 2:1 nach einem guten Spielzug“, so Urban. Torschütze war Sebastian Rothut. In der Schlussphase machte Fabian Brewitzer alles klar, als Schwarzenbach mehr Risiko. Trotz der Niederlage zog Urban ein gemischtes Fazit: „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, aber uns nicht belohnt.“ Zudem verwies er auf die angespannte Personalsituation, die es aktuell schwer mache, über 90 Minuten konstant zu spielen. Hahnbachs Trainer Christian Gäck zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Ein verdienter Sieg, auch wenn wir unnötig in Rückstand geraten sind und uns erst ins Spiel kämpfen mussten.“ Mit dem Erfolg verteidigt Hahnbach Rang drei und bleibt im oberen Tabellendrittel stabil.

SV Riglasreuth – SV Wildenreuth 2:2 (0:1)

Im Landkreisderby zwischen Riglasreuth und dem SV Wildenreuth haben sich die Gastgeber in allerletzter Sekunde noch einen Punkt gesichert. Beim 2:2 zeigten die Hausherren, die den Klassenerhalt bereits sicher haben, eine engagierte Leistung und boten den weiterhin abstiegsbedrohten Gästen über die gesamte Spielzeit Paroli. Wildenreuth erwischte den besseren Start und ging bereits in der 11. Minute durch Daniel Hofmann in Führung. Nach dem Seitenwechsel gelang Riglasreuth in der 66. Minute durch Gabriel Heindl der verdiente Ausgleich. Doch die Gäste schienen das bessere Ende für sich zu haben, als Jonas Häupler den vermeintlichen Siegtreffer erzielte. Als sich Wildenreuth bereits auf drei wichtige Punkte einstellen konnte, schlug Riglasreuth mit der letzten Aktion des Spiels zurück: Markus Hecht traf zum umjubelten 2:2-Ausgleich und sicherte seiner Mannschaft doch noch einen Punkt.

Wildenreuths Trainer Thomas Bayer zeigte sich nach dem Abpfiff zwiegespalten: „Wie ich schon vor einer Woche gesagt habe, teilen wir die Punkte zu oft. Das zeigt, dass wir meist gut mithalten können, aber es auch versäumen, die Spiele für uns zu entscheiden.“ Besonders bitter sei der späte Ausgleich gewesen: „Mit der allerletzten Aktion des Spiels so ein Tor zu kassieren, ist natürlich extrem ärgerlich.“ Damit bleibt Wildenreuth trotz ordentlicher Leistung weiter im Abstiegskampf und verpasst es erneut, sich entscheidend abzusetzen.

TSV Königstein II – SV 08 Auerbach II 1:0 (1:0)

Im Derby der Kreisklasse West gab es am Ende einen knappen und etwas glücklichen Sieger: Königstein setzte sich mit 1:0 gegen den SV 08 Auerbach durch und sicherte sich damit wichtige Punkte im Abstiegskampf. Königsteins Trainer Bernd Schmidt ordnete den Erfolg realistisch ein: „Was heißt verdient – ich würde sagen, wir hatten das Quäntchen mehr Glück. In der ersten Halbzeit war es ein umkämpftes Spiel, in der zweiten kein hochklassiges, aber wir nehmen den Sieg natürlich gerne mit.“ Den entscheidenden Treffer erzielte Sebastian Eichenseer bereits in der 30. Minute per Handelfmeter.

Für die größte Aufregung der Partie sorgte genau diese Szene. Nach einem Torschuss der Gastgeber, der vom Auerbacher Verteidiger geblockt wurde und im Tor landete, entschied der Schiedsrichter überraschend auf Handspiel, nahm den Treffer zurück, zeigte Melvin Zahn die Rote Karte und gab Elfmeter. Auerbachs Trainer Andreas Trenz zeigte sich fassungslos: „Königstein jubelte bereits zurecht, aber der Schiedsrichter griff ein. Diese Entscheidung hat niemand verstanden.“ In der Folge entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit wenigen Höhepunkten. Trotz Unterzahl zeigte Auerbach Moral und war über weite Strecken sogar spielbestimmend. „Auch zu Zehnt waren wir die aktivere Mannschaft, aber das Tor wollte einfach nicht fallen“, so Trenz. Königstein verteidigte die knappe Führung bis zum Schlusspfiff und durfte sich über einen wichtigen Dreier freuen, während Auerbach weiterhin tief im Tabellenkeller steckt und wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegen ließ.

Grammer Solar
Grammer Solar

FC Dießfurt – VfB Mantel 5:0 (2:0)

Der FC Dießfurt hat es geschafft: Mit einem souveränen 5:0-Erfolg gegen den VfB Mantel krönten sich die Gastgeber am Sonntagnachmittag zum Meister und machten gleichzeitig den Aufstieg in die Kreisliga perfekt. In einer einseitigen Partie genügte der Mannschaft von Trainer Martin Ruda eine durchschnittliche Leistung, um den Gegner klar in die Schranken zu weisen. Von Beginn an dominierte Dießfurt das Geschehen und ließ defensiv nichts anbrennen. Mantel kam über die gesamten 90 Minuten hinweg zu keiner nennenswerten Torchance und blieb auch in Überzahl – nach der Gelb-Roten Karte gegen Ondrej Struzka in der 73. Minute – ungefährlich.

Die Tore für den neuen Meister erzielten Alexander Mosin (12., 54.), Marcel Herrmann (35.) sowie Simon Schmidt, der zunächst in der 63. Minute einen Strafstoß sicher verwandelte. Nur zwei Minuten später bot sich ihm erneut die Chance vom Punkt: Zwar parierte Mantels Keeper Benedikt Hösl zunächst, doch im Nachschuss stellte Schmidt den 5:0-Endstand her. Nach dem Abpfiff war bei Trainer Martin Ruda die Erleichterung deutlich spürbar. Wie er zugab, sei vor der Partie durchaus eine gewisse Anspannung vorhanden gewesen. Umso größer war die Freude darüber, dass das ausgegebene Saisonziel erreicht wurde. Mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in der Tasche will der FC Dießfurt die verbleibenden zwei Spiele nun ebenfalls erfolgreich gestalten – und die Saison im Idealfall ungeschlagen beenden.

Kreisklasse West: Der FC Dießfurt peilt erneut den Aufstieg an

Kreisklasse West: Der FC Dießfurt peilt erneut den Aufstieg an

Dießfurt. Nach zwei knapp verpassten Chancen in den vergangenen Spielzeiten will der FC Dießfurt in der Saison 2025/2026 endlich den Wiederaufstieg in die Kreisliga schaffen.

TSV Pressath – SV Neusorg 0:3 (0:0)

Der SV Neusorg hat sich mit einem souveränen 3:0-Auswärtssieg in Pressath die Vizemeisterschaft gesichert. Während die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten, haderte die Heimelf einmal mehr mit der eigenen Chancenverwertung. Pressaths Trainer Daniel Käß zeigte sich nach der Partie entsprechend enttäuscht: „Altes Leiden hier – beste Chancen zur Führung gehabt, nicht genutzt und dann bekommst du gegen eine Spitzenmannschaft das Gegentor. Was danach folgte, war der Klasse nicht tauglich.“ Vor allem die letzte halbe Stunde sei ausschlaggebend für die am Ende deutliche Niederlage gewesen. „Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit und uns belohnen, sind wir zu allem fähig. Aber so wie nach dem Rückstand gewinnst du gar nichts.“ Dabei begann die Partie durchaus ausgeglichen. Neusorg versuchte früh, die Kontrolle zu übernehmen, biss sich jedoch zunächst an der kompakten Defensive der Gastgeber die Zähne aus. Pressath setzte immer wieder gefährliche Konter, ließ jedoch die besten Möglichkeiten ungenutzt. Auch Neusorg kam zu Chancen, sodass es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, ehe Rene Hupas in der 55. Minute aus rund 20 Metern Maß nahm und zur Führung für die Gäste traf. In der Folge zeigte Neusorg seine Stärke bei Standards: Sowohl das 2:0 als auch das 3:0 fielen nach Eckbällen, jeweils per Kopf durch Hupas, der damit einen lupenreinen Hattrick schnürte. In der Schlussphase hatte Pressath dem Druck nichts mehr entgegenzusetzen, während Neusorg die Partie souverän zu Ende spielte. Mit dem verdienten Sieg sichert sich der SV Neusorg Rang zwei und gratulierte im Anschluss auch dem FC Dießfurt zur Meisterschaft und zum Aufstieg.

SVSW Kemnath – SV Immenreuth 3:0 (2:0)

Vor knapp 200 Zuschauern entwickelte sich im Derby ein letztlich klares Bild: Der SVSW Kemnath setzte sich souverän gegen Immenreuth durch und wiederholte damit den deutlichen Hinspielerfolg. Der Start hätte für Kemnath kaum besser laufen können: Bereits in der ersten Minute traf Serhat Kaya, dessen Schuss zunächst an den Pfosten ging und dann über den Keeper den Weg ins Tor fand. Auch beim 2:0 in der 18. Minute zeigte sich Kaya treffsicher und erhöhte per Distanzschuss. „Alles in allem ein verdienter Sieg, die Spielanteile lagen klar auf unserer Seite, auch wenn wir gerade in der ersten Stunde nur wenige klare Chancen hatten“, resümierte Trainer Tobias Gradl.

Immenreuth hielt defensiv lange dagegen und kam nach der Pause sogar zur großen Möglichkeit zum Anschlusstreffer, ließ diese jedoch ungenutzt. „Wir hätten danach den Deckel draufmachen müssen“, so Gradl weiter. Ein zwischenzeitlich vergebener Elfmeter sorgte nochmals für Spannung, ehe Andrej Kovalev kurz vor Schluss zum 3:0-Endstand traf. Trotz der Niederlage zeigte sich Immenreuths Trainer Matthias Müller nicht unzufrieden: „Der Sieg war absolut verdient für Kemnath. Wir mussten neun Stammspieler ersetzen, deshalb war heute nicht mehr drin.“ Für Immenreuth bleibt die Lage im Abstiegskampf dennoch angespannt. Bei noch zwei ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz lediglich vier Punkte.

DJK Ebnath – SG DJK Seugast/FC Schlicht II 0:5 (0:3)

Die Partie am Sonntagnachmittag war praktisch schon nach wenigen Minuten entschieden: Die Gäste aus Seugast erwischten einen Blitzstart und führten bereits nach drei Minuten mit 2:0. Christian Bauer traf in der 2. Minute, ehe Torjäger David Smolak nur 60 Sekunden später nachlegte und früh die Weichen auf Auswärtssieg stellte. Ebnaths Trainer Johannes Reiß zeigte sich nach dem Spiel entsprechend ernüchtert: „Nach einem erneuten extrem frühen Doppelschlag war das Spiel wieder entschieden. Der Gast ließ den Ball sehr gut zirkulieren.“ Noch vor der Pause erhöhte Smolak mit seinem zweiten Treffer auf 0:3 und sorgte für klare Verhältnisse.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Seugast das dominante Team. Timo Nürnberger (47.) und Derron Smith (60.) schraubten das Ergebnis schließlich auf 5:0 in die Höhe. Spielertrainer Florian Weiß war hochzufrieden: „Wir haben einen sehr überzeugenden Sieg gelandet, der auch in der Höhe verdient war. Im Gegenteil, wir hätten noch mehr Tore erzielen können.“ Trotz fehlendem Druck – für Seugast geht es tabellarisch um nichts mehr – überzeugte die Mannschaft mit Einsatz und Spielfreude. Bei Ebnath hingegen war die Enttäuschung spürbar, auch wenn der Klassenerhalt bereits feststeht. „Ich hätte mir den Klassenerhalt anders vorgestellt, aber dank der starken Herbstrunde hat es gereicht“, so Reiß.

Kreisklasse West

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.