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Kreisliga Nord: Dramatisches Ende im Spitzenspiel

Nordoberpfalz. Nach dem Unentschieden im Topspiel in Trabitz verlor auch Spitzenreiter Grafenwöhr in Eslarn. Und auch im Kampf um die Relegationsplätze wird es immer enger.

Kreisliga Nord: Dramatisches Ende im Spitzenspiel

Es war ein echtes Derby Kampfspiel in Kirchenthumbach am Sonntagnachmittag. Foto: Jürgen Masching

Kreisliga Nord, 22. Spieltag

Samstag, 11.04.2026

SpVgg Trabitz – SV 08 Auerbach 2:2 (1:1)

Was für ein Spitzenspiel am Samstagnachmittag in Trabitz. Es war zwar über weite Strecken selten hochklassig, doch an Dramatik am Ende kaum zu überbieten. Zwei Teams, die im Meisterschaftsrennen unbedingt einen Sieg brauchten, lieferten sich ein intensives Duell auf Augenhöhe, das keinen Sieger fand. „Ich bin mega stolz auf meine Mannschaft, die das Spiel in Haidenaab vergessen lassen hat“, resümierte SV 08-Trainer Daniel Maier nach dem Abpfiff. Und tatsächlich zeigte seine Elf eine deutliche Reaktion auf die deutliche Niederlage aus der Vorwoche. Trabitz hatte über die gesamten 90 Minuten hinweg zwar mehr Ballbesitz und versuchte, das Spiel zu gestalten, doch die kämpferisch starken Auerbacher hielten konsequent dagegen. Immer wieder gelang es ihnen, die Angriffe der Gastgeber frühzeitig zu unterbinden und selbst Nadelstiche zu setzen. Die Führung für Trabitz fiel dann auch entsprechend kurios. Ein scharf gespielter Rückpass von Jonas Freiberger wurde auf dem schwierigen Untergrund zur unlösbaren Aufgabe für Auerbachs Schlussmann Sebastian Kausler. Der Ball rutschte ihm durch die Beine ins Tor – ein unglückliches Eigentor, das die Gastgeber mit 1:0 in Front brachte. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Manuel Trenz auf Cengiz Izmire blieb dieser vor dem Tor eiskalt und erzielte den verdienten Ausgleich. Mit dem 1:1 ging es schließlich in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie weiter an Intensität zu, wobei zunächst der Schiedsrichter stärker in den Fokus rückte. In einer insgesamt fairen Begegnung zeigte er nun mehrfach die Gelbe Karte. Spielerisch versuchte Trabitz weiterhin, die Kontrolle zu behalten und erneut in Führung zu gehen, doch die Angriffe wurden zunehmend ideenlos und verpufften meist frühzeitig. Bereits in der 80. Minute bot sich eine große Gelegenheit zur Führung, die jedoch ungenutzt blieb. Besser machte es dann der eingewechselte Nicolas Bauer in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Nach einem Angriff der Gäste kam er an den Ball und schloss trocken zum vielumjubelten 2:1 für Auerbach ab. Alles deutete zu diesem Zeitpunkt auf einen Auswärtssieg hin. Eine weite Flanke segelte in den Strafraum der Gäste, es entstand ein unübersichtliches Gerangel – und plötzlich zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Nach einem vermeintlichen Foul von Matthias Förster entschied er auf Elfmeter und stellte den Auerbacher Verteidiger zudem mit der Roten Karte vom Platz. Miroslav Spirek übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß – wenn auch mit viel Glück, denn der Ball rutschte dem Torhüter noch durch die Hände ins Netz. Am Ende stand ein 2:2-Unentschieden, das sich für Trabitz wie ein später Punktgewinn und für Auerbach eher wie eine gefühlte Niederlage anfühlte.

Sonntag, 12.04.2026

SV Kulmain – ASV Haidenaab 1:4 (1:1)

Eine Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe entwickelte sich zwischen dem SV Kulmain und dem ASV Haidenaab, auch wenn das Endergebnis letztlich deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf lange Zeit vermuten ließ. „Wer beim Stand von 1:1 den nächsten Treffer erzielt, gewinnt diese Partie – das war mir klar“, brachte Kulmains Trainer Oliver Drechsler die entscheidende Phase nach dem Spiel treffend auf den Punkt. Und genau so sollte es auch kommen. Seine junge Mannschaft, in der erneut mehrere Spieler unter 23 Jahren standen, zeigte dabei zunächst eine sehr ansprechende Leistung. Bereits früh wurde dieser Einsatz belohnt: Luca Biersack brachte die Gastgeber mit einem gelungenen Abschluss in Führung und sorgte damit für einen perfekten Start. Doch die Gäste aus Oberfranken ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Haidenaab hielt kämpferisch dagegen und fand zunehmend besser ins Spiel. Noch vor der Pause gelang schließlich der verdiente Ausgleich: Tobias Eigler nutzte eine sich bietende Gelegenheit und stellte auf 1:1. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel suchten beide Teams die Entscheidung. Es dauerte bis zur 78. Spielminute, ehe die Partie kippte: ASV-Stürmer Christian Scherm war zur Stelle und erzielte die wichtige Führung für Haidenaab. Kulmain war nun gezwungen, mehr Risiko zu gehen und öffnete die Defensive. Diese sich bietenden Räume nutzten die Gäste in der Schlussphase eiskalt aus. Tolunay Kargi traf gleich zweimal und schraubte das Ergebnis in die Höhe. Trotz der Niederlage zeigte sich Kulmains Trainer Oliver Drechsler nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich bin nicht enttäuscht, mein Team hat alles gegeben. Am Ende war die Niederlage verdient, aber etwas zu hoch.“ Auf der anderen Seite konnte Haidenaabs Trainer Michael Kaufmann zufrieden bilanzieren. Seine Mannschaft präsentierte sich offensivstark und treffsicher – insgesamt zehn Tore aus den letzten beiden Spielen sprechen eine klare Sprache. „Der frühe Rückstand hätte uns früher in Probleme gebracht, nun sind wir gefestigt“, so Kaufmann. Zudem fand er auch lobende Worte für den Schiedsrichter, der die Partie souverän leitete.

TSV Erbendorf – FC Tremmersdorf-Speinshart 1:2 (1:2)

Der TSV Erbendorf musste sich im Heimspiel gegen Tremmersdorf knapp mit 1:2 geschlagen geben, zeigte dabei aber vor allem im zweiten Durchgang eine engagierte Leistung. Entsprechend fiel das Fazit von Trainer Andreas Häupl aus: „Aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Unentschieden mehr als gerecht gewesen. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen – wenn wir manche Situationen besser zu Ende spielen, wäre mehr drin gewesen. Leider konnten wir uns nicht für den Aufwand belohnen.“ Die Gäste aus Tremmersdorf erwischten den besseren Start in die Partie. Nach einem starken Zuspiel von Fabian Diepold brachte Jonas Frank seine Farben früh mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später legte Tremmersdorf nach – erneut war es Frank, der nach einer Hereingabe von Christofer Neukam zum 2:0 einnetzte.

Erbendorf zeigte jedoch eine gute Reaktion und fand zunehmend besser ins Spiel. Nach einem schön vorgetragenen Angriff über die Außen gelang Michael Dörfler der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, mit leichten Vorteilen für die Gäste, die ihre Führung mit in die Halbzeit nahmen. Nach dem Seitenwechsel wurde es ein intensives und umkämpftes Spiel mit vielen Zweikämpfen, das jedoch jederzeit fair blieb. Erbendorf erhöhte den Druck und drängte auf den Ausgleich, während Tremmersdorf immer wieder gefährliche Nadelstiche setzte und mehrfach die Entscheidung auf dem Fuß hatte. Auf der anderen Seite boten sich auch den Hausherren Chancen, den Ausgleich zu erzielen.

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TSV Eslarn – SV TuS/DJK Grafenwöhr 2:1 (1:1)

Im zweiten Spitzenspiel des 22. Spieltags setzte sich Eslarn im Heimspiel gegen Tabellenführer Grafenwöhr mit 2:1 durch. Von Beginn an präsentierten sich die Gastgeber hochkonzentriert. „Von Minute eins an gingen wir mit vollem Fokus ans Werk“, erklärte Spielertrainer Peter Rackl nach der Partie. Eslarn hatte in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, musste jedoch zunächst einen Rückschlag hinnehmen: Mit ihrem ersten Torschuss gingen die Gäste in Führung. Luca Reiß traf kurz vor der Pause zur schmeichelhaften 1:0-Führung für Grafenwöhr. Deren Trainer Turan Bafra verwies nach dem Spiel auf personelle Probleme: „Wir hatten kurzfristige Ausfälle und mussten früh wechseln.“

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Eslarn den Druck spürbar und zeigte sich deutlich bissiger. Der verdiente Ausgleich fiel in der 56. Minute, als René Gall zum 1:1 traf. „Das Tor kam genau zum richtigen Zeitpunkt“, so Rackl, dessen Mannschaft in dieser Phase das Spiel klar bestimmte. Zunächst vergab Eslarn die große Chance zur Führung vom Punkt – Grafenwöhrs Keeper Dominik Hofmann parierte den Strafstoß stark. Kurz darauf hätten die Gäste selbst wieder in Führung gehen können, doch stattdessen schlug Eslarn zu: Nach einem abgefälschten Freistoß war es erneut Rackl, der seine Farben in Front brachte. In der Schlussphase verteidigten die Hausherren leidenschaftlich und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. „Ein dickes Lob an meine Mannschaft, die heute wirklich alles gegeben hat. Am Ende ist es ein verdienter Heimsieg“, resümierte Rackl zufrieden. Für Grafenwöhr war es hingegen die erste Niederlage seit sieben Monaten. Trainer Bafra zeigte sich dennoch gefasst: „Am Ende haben wir verdient verloren, aber das bringt uns nicht aus der Ruhe. Wir schauen nach vorne.“

TSV Reuth – VfB Rothentadt 5:0 (3:0)

Die Gastgeber aus Reuth feierten am Sonntagnachmittag einen souveränen 5:0-Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten VfB Rothenstadt und bestätigten damit ihre starke Saisonleistung in der Kreisliga. Von Beginn an übernahm Reuth die Kontrolle über die Partie. „Wir haben heute von Anfang an das Heft in die Hand genommen und immer wieder sehenswert nach vorne gespielt“, zeigte sich Spielertrainer Martin Bächer nach dem Spiel zufrieden. Dennoch dauerte es zunächst, bis sich die Überlegenheit auch im Ergebnis widerspiegelte – nicht zuletzt, weil Rothenstadts Schlussmann Mario Bohnenstengel seine Mannschaft mit mehreren Paraden lange im Spiel hielt. In der 24. Minute war es dann Marvin Mohr, der den Bann brach und zur verdienten 1:0-Führung traf. Nur wenige Minuten später legten die Gastgeber nach: David Kreinhöfer erhöhte in der 28. Minute, ehe Michael Sonnberger innerhalb kürzester Zeit auf 3:0 stellte und damit bereits früh für klare Verhältnisse sorgte.

Nach der Pause präsentierten sich die Gäste zunächst etwas stabiler und fanden besser in die Partie. Doch erneut war es Mohr, der mit zwei weiteren Treffern in der 64. und 73. Minute den Endstand von 5:0 herstellte und damit zum Mann des Tages avancierte. Für Reuth war es ein rundum gelungener Heimauftritt, der die bislang starke Saison eindrucksvoll unterstreicht. Ganz anders die Stimmung bei den Gästen: Trainer Roland Lang musste die Niederlage einordnen und verwies auf die angespannte Personalsituation: „Vielleicht ist das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen, aber uns fehlen aktuell einfach die Leute und Alternativen.“ Durch die Niederlage bleibt Rothenstadt weiter im Abstiegskampf gefangen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch einen Punkt.

SC Kirchenthumbach – FC Vorbach 3:0 (2:0)

Das VG-Derby in Kirchenthumbach entwickelte sich wie erwartet zu einem echten Kampfspiel, bei dem spielerische Elemente oft in den Hintergrund rückten. Trotz des schlechten Wetters fanden rund 250 Zuschauer den Weg an die Eschenbacher Straße und sahen eine intensive Partie mit klaren Vorzeichen. Die Gäste aus Vorbach hatten zunächst mehr Spielanteile und suchten früh den Weg zur Führung, doch die Hausherren hielten mit viel Einsatz und der nötigen Härte dagegen. Und sie nutzten gleich ihre erste Gelegenheit eiskalt aus: Nach einer Freistoßflanke war Simon Speckner zur Stelle und köpfte zum 1:0 ein. Vorbach blieb zwar bemüht, den Ausgleich zu erzielen, doch erneut schlug Kirchenthumbach zu. Nach einer sehenswerten Kombination war es Nico Schart, der auf 2:0 erhöhte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum: Vorbach drückte, Kirchenthumbach verteidigte leidenschaftlich – und traf erneut. Yannick Gutte sorgte früh in der zweiten Halbzeit für das vorentscheidende 3:0. Die Partie blieb intensiv und teilweise überhart, was Vorbachs Trainer Markus Tusek sichtlich missfiel. Insgesamt hätte der Schiedsrichter früher eingreifen können, um die Emotionen in diesem brisanten Duell besser zu kontrollieren. Kirchenthumbachs Trainer Andreas Freiberger zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden: „Wir haben von Anfang an gewusst, dass es nur über den Kampf geht. Die Jungs haben das hervorragend umgesetzt.“ Mit dem wichtigen Sieg ist seine Mannschaft wieder voll im Rennen und hat den Rückstand auf Vorbach auf nur noch einen Punkt verkürzt – der Relegationsplatz ist damit wieder in Reichweite. Auf der anderen Seite herrschte Enttäuschung: Vorbachs Kapitän Lukas Wiesnet brachte es kurz und knapp auf den Punkt: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll – wir haben einfach unsere Chancen nicht genutzt.“

SC Eschenbach – SV Kohlberg/Röthenbach 4:2 (3:0)

Im direkten Abstiegsduell gelang den Gastgebern ein enorm wichtiger 4:2-Heimerfolg gegen Kohlberg. Damit setzt das Team im Kampf um den Klassenerhalt ein wichtiges Zeichen und wahrt die Chance, den direkten Ligaverbleib doch noch zu schaffen. Spielertrainer Benjamin Scheidler zeigte sich nach der Partie zufrieden, blieb aber realistisch: „Es war das erwartet schwere Spiel, aber auch ein erster Schritt in die richtige Richtung. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir unser Potenzial voll abgerufen und eine sehr reife Leistung gezeigt.“ Gleichzeitig mahnte er: „Wir haben noch nichts erreicht – es war nur ein kleines Etappenziel. Solange es rechnerisch möglich ist, werden wir alles dafür tun, die Liga direkt zu halten.“ Die Grundlage für den Erfolg legten die Gastgeber bereits im ersten Durchgang. Manuel Bitterer mit einem Doppelpack sowie Valentin Schieder sorgten für eine komfortable 3:0-Führung zur Pause.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte ein Eigentor von Louis Kick sogar auf 4:0. Doch Kohlberg gab sich nicht auf und kämpfte sich zurück ins Spiel. Franz Lukas und Dominik Bredow verkürzten auf 2:4 und sorgten noch einmal für Spannung. Insgesamt sah Gästetrainer Eugenio Wild seine Mannschaft spielerisch sogar im Vorteil, haderte jedoch mit der Defensive: „Ich glaube, Eschenbach weiß gar nicht, warum sie heute gewonnen haben. Wir hatten mehr vom Spiel, aber unser Abwehrverhalten in der ersten Halbzeit war eine Katastrophe – und das im gesamten Kollektiv.“ Die Enttäuschung war ihm deutlich anzumerken: „Es ist, als wäre ein Fluch über uns.“ Trotz der erneuten Niederlage gibt man sich in Kohlberg weiterhin kämpferisch. Abteilungsleiter Andreas Frieser betonte: „Wir werden uns nicht geschlagen geben. Wir kämpfen bis zum Schluss und wollen es jedem Gegner so schwer wie möglich machen.“

Kreisliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.